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Tour de France - Vorschau, 17. Etappe vom Pont du Gard nach Nîmes
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Publiziert 23/07/2019 um 16:58 GMT+2 Uhr
Auf der 17. Etappe der Tour de France geht es heute am Mittwoch vom Pont du Gard nach Gap, also aus der Provence Richtung Alpen. Dabei drohen einige Gefahren: Es wird wieder sehr heiß, der Wind könnte das Feld zerpflücken und am Etappenende sind Gewitter angesagt. Die Fahrer dürfen den Mont Ventoux aus der Ferne bestaunen: er erinnert daran, was dann in den Alpen an schweren Anstiegen warten wird.
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Fotocredit: Eurosport
Vom Start auf dem Pont du Gard steigt das Gelände über die nächsten 110 Kilometer stetig leicht an. Nach 62 Kilometern wartet der Zwischensprint in Vaison-la-Romaine, wo wichtige Punkte im Kampf um Grün vergeben werden. Die Bergwertung an der Côte de la Rochette-du-Bluis (4. Kat.) liegt 750 Meter über dem Meer – die Fahrer sollten also die rund 0,7 Prozent Steigung der ersten Etappenhälfte kaum spüren. Nach der Bergwertung geht es weiterhin flach bis zum Kilometer 186, von wo aus der Col de la Sentinelle (3. Kat.) beginnt.
Dessen Gipfel ist 8,5 Kilometer vor dem Ziel in Gap erreicht. Danach folgt eine rasend schnelle Abfahrt ins Ziel - falls es zu den angekündigten Gewittern kommen sollte, wird das heikel.
KulTOUR:
Der Pont du Gard ist ein römisches Aquädukt in der Gemeinde Vers-Pont-du-Gard im Département Gard. Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und stellt einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich dar. Das Bauwerk zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Neuere Ausgrabungen deuten auf eine Entstehung in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. hin. Die Brücke wurde gebaut, um das Tal des Flusses Gardon zu überwinden. Etwa 20.000 Kubikmeter Wasser flossen nach der Fertigstellung täglich hindurch.
HisTOURie:
Gap ist zum 47. Mal Schauplatz einer Touretappe. Traditionell haben hier die Ausreißer die Nase vorn. Ruben Plaza, Rui Costa, Thor Hushovd, Sergio Paulinho, Pierrick Fedrigo und Alexander Vinokourov hießen die Sieger der letzten sechs Zielankünfte in der Stadt am Fuß der Alpen. Der letzte Sprintsieg in Gap geht auf Erik Zabel im Jahr 1996 zurück und dürfte auch im Jahr 2019 weiterhin der letzte bleiben.
TOURakel:
Vor den drei anstehenden Alpenetappen gönnen sich die Klassementfahrer nochmal einen entspannteren Tag. Die letzte Rampe ist zu leicht für einen ernsthaften Angriff auf das Klassement, die Sprinter kommen dort allerdings nicht mit den Besten drüber. So haben wieder einmal die Ausreißer das Sagen in Gap.
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