Eurosport
Tour-Rekationen, Egan Bernal: "Drei Jahre meines Lebens verloren"
Von
Publiziert 13/09/2020 um 20:58 GMT+2 Uhr
Egan Bernal hat auf der 15. Etappe zwar alle Chancen auf den Gesamtsieg bei der Tour de France 2020 verloren, seinen Humor aber noch nicht. Nach seinem Einbruch, der ihm über sieben Minuten Rückstand auf die Topfahrer einbrachte, kommentierte er den Tag am Eurosport-Mikrofon wie folgt: "Ich habe das Gefühl, dass ich heute drei Jahre meines Lebens verloren habe", so der Kolumbianer lächelnd.
Egan Bernal - Team Ineos
Fotocredit: Getty Images
Im Ziel auf dem Grand Colombier erklärte der Ineos-Kapitän weiter: "Schon vom ersten Anstieg an ging es mir nicht gut. Den ganzen Tag fehlte die Kraft - ich war nicht in meiner normalen Form." Die Bilanz des 23-Jährigen: "So ist eben der Radsport. Die Wahrheit ist, dass ich diese Tour de France verloren habe."
Die Reaktionen zur 15. Tour-Etappe
Tadej Pogacar (Etappensieger und Gesamtzweiter): "Heute war wirklich ein harter Tag. Auch die Hitze hat es wirklich schwierig gemacht. Am Ende wartete ich auf den Sprint. Ich bin so glücklich über den erneuten Sieg. Jumbo war wirklich vorbereitet heute. Aus meiner Sicht machte eine Attacke keinen Sinn. Ich glaube, dass Bernal keine Gefahr mehr ist. Ich weiß aber nicht, was mit ihm los war. Jumbo ist ein richtig hartes Tempo gefahren und viele Fahrer haben dafür bezahlt. [Auf die Frage, ob er die Tour gewinnen will]: Das ist der Plan. Für den Moment ist Primoz unantastbar, aber heute ist Bernal eingebrochen, vielleicht passiert das auch noch mir oder auch ihm. Die Tour ist noch lange und es gibt noch viele Möglichkeiten."
Primoz Roglic (Jumbo-Visma / Gelbes Trikot): "Tadej ist offensichtlich sehr stark und hat super Beine. Ich wollte wirklich heute gewinnen. Aber Tadej war heute stärker. Für uns war es ein guter Tag. Meine Teamkollegen haben starke Arbeit geleistet. Heute haben wir die Dampfwalze gezeigt. Alle haben ihre Rolle perfekt wahrgenommen."
Simon Geschke (CCC / Ausreißer): "Wir haben keinen Klassementfahrer im Team und deshalb war es das Ziel einen besseren Bergfahrer in die Gruppe zu bekommen. Das sind De Marchi, Hirt und ich. Es hat gut funktioniert, wir waren dann zu zweit vorne mit Trentin. Die Chance war klein um es in der Gruppe auszumachen. Wir hätten vor den letzten drei Bergen zehn Minuten gebraucht und sogar das wäre noch knapp geworden. Daher bin ich jetzt nicht extrem enttäuscht. Es hätte schon viel Glück benötigt als Ausreißer."
Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe): "Meine Beine fühlen sich immer noch nicht gut an, dazu habe ich noch etwas Magenprobleme bekommen und eine leichte Erkältung. Es kommt irgendwie alles zusammen. Aber gestern habe ich dem Team helfen können, das hat Spaß gemacht, denn sonst arbeiten immer alle für mich, da ist es schön, auch mal was zurückzugeben. So wie heute, wo man irgendwie nur die Zeit absitzt, ist das weniger lustig. Ich freue mich also schon darauf, auch in der dritten Woche etwas für das Team zu leisten, wenn es mir hoffentlich etwas besser geht."
Sam Bennett (Deceuninck-Quick-Step / Führender der Punktewertung:) "Das war ein schwerer Tag heute. Wir mussten viel Kraft in den Zwischensprint investieren. An den Anstiegen ging es mir eigentlich ganz gut. Heute hatten wir alles unter Kontrolle."
Peter Sagan (Bora-hansgrohe / Zweiter der Punktewertung): "Der Beginn der Etappe war wieder hart, wir haben um ein paar Punkte gekämpft, danach hatten wir drei schwere Berge. Ich habe versucht, so viel Kraft wie möglich zu sparen. Morgen haben wir einen wohlverdienten Ruhetag. Danach freue ich mich auf die letzte Woche der Tour."
Das könnte Dich auch interessieren: Alle deutschen Träger des Gelben Trikots der Tour de France
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung