Fünfzehn Fahrer kamen zeitgleich mit Roglic ins Ziel, Buchmann führte die nächste kleine Gruppe an.

"Als es am Ende richtig schnell wurde, hat es mir einfach noch ein bisschen gefehlt. Viel verloren habe ich nicht, es hält sich in Grenzen", sagte Buchmann.

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Bergankunft endet mit Sprint: Das Finale am Schlussanstieg

"Es war ein schöner Tag, so kann es weitergehen", sagte Vuelta-Sieger Roglic (Jumbo-Visma), der sich auf 1825m Höhe in Orcieres-Merlette an einem slowenischen Festtag vor seinem jungen Landsmann Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) durchsetzte.

In der neuen Gesamtwertung liegt Alaphilippe nun vier Sekunden vor Adam Yates und sieben Sekunden vor Roglic. Buchmann hat nun als 17. des Klassements 26 Sekunden Rückstand auf den Franzosen.

Maximilian Schachmann kam als 56. mit 3:22 Minuten Rückstand ins Ziel, ebenso wie sein Bora-Teamkollege Lennard Kämna (59.)

Roglic zeigt sich als klarer Tour-Favorit

Buchmann hatte versucht, von Anfang an hellwach zu sein, die Kletter-Ouvertüre in den Seealpen wollte er keinesfalls unterschätzen. "Es wird ein richtiger Test, da kann man sich nicht mehr verstecken. Es wird keine riesigen Abstände geben, aber wenn man einen schlechten Tag hat, kann man viel Zeit verlieren", sagte der 27-Jährige vor dem Start in Sisteron. Das Tempo seiner großen Konkurrenten konnte er dann lange mitgehen, erst am Ende fehlten die entscheidenden Körner.

Die hatte Roglic: Der Teamkollege von Tony Martin, der am Schlussanstieg lange für seinen Kapitän schuftete, untermauerte seinen Status als großer Tour-Favorit.

Politt als Solist vorn - Sturz sorgt für Schrecksekunde

Ein Hauptdarsteller der ersten Etappenstunden war zuvor Nils Politt gewesen. Der Kölner vom Team Israel Start-Up Nation war vom scharfen Start weg mit fünf weiteren Fahrern ausgerissen. Politt, Paris-Roubaix-Zweiter von 2019, siegte an der Sprintwertung, lag zwischenzeitlich als Solist an der Spitze, wurde aber von den Mitausreißern wieder geschluckt.

Kurz nachdem sein belgischer Fluchtkollege Tiesj Benoot 26km vor dem Ziel in einer Abfahrt spektakulär über eine Leitplanke gestürzt war, versuchte es Politt erneut, aber auch erneut vergeblich - und fiel noch vor dem Schlussanstieg zurück. Dort wurden nach 150 Kilometern Flucht auch die letzten Ausreißer gestellt.

Wilder Crash: Sturz über die Leitplanke

Die rauschende Bergfest-Stimmung wollte aber beim ersten Gipfelsturm der Corona-Ausgabe der Tour nicht aufkommen. Wohnmobile und PKW waren am Schlussanstieg nicht gestattet, auch die Heerscharen an Hobbyradlern nicht im gewohnten Maße unterwegs, die Strecke schon Kilometer vor dem Ziel mit Gittern geschützt.

Dennoch fanden viele Fans den Weg an den Schlussanstieg, vor allem Publikumsliebling Alaphilippe hatte an seinem zweiten Tag in Gelb wieder reichlich Unterstützer unter seinen Landsleuten. Jene beklatschten ihren Helden aber diszipliniert und feuerten unter Masken an - die Mahnungen der Organisatoren scheinen Gehör zu finden.

(Mit SID)

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