"Ich habe immer schon davon geträumt, einmal das Gelbe Trikot zu tragen, mehr geht nicht als Radfahrer", sagte Ex-Europameister Kristoff. Bester Deutscher war Tour-Debütant Jonas Koch auf Platz 21.

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Die Trikots & Wertungen der Tour de France
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Buchmann: "War extrem gefährlich"

Die 156 Kilometer rund um Nizza waren von vielen Stürzen auf den regennassen Straßen geprägt, knapp drei Kilometer vor dem Ziel erwischte es Thibaut Pinot, Frankreichs Hoffnungsträger, zuvor war mit Miguel Angel Lopez (Kolumbien) ein anderer Mitfavorit mit einem Straßenschild kollidiert. Zahlreiche weitere Fahrer kamen beim Auftakt zu Fall, so auch Pavel Sivakov und George Bennett, wichtige Helfer der Tour-Favoriten Egan Bernal und Primoz Roglic.

Die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe und der mit gebrochenem Schlüsselbein gestarteteMaximilian Schachmann kamen ohne Sturz durch die Etappe:

"Sicher anzukommen war heute nicht einfach. Es war extrem rutschig und wirklich gefährlich. Ich glaube, fast die Hälfte des Feldes war heute irgendwann mal am Boden. Das Team hat super gearbeitet und ich bin ohne Sturz durchgekommen, das war das Wichtigste. Ich kann nach dieser Etappe nicht wirklich sagen, wie es um meine Form steht nach dem Sturz bei der Dauphiné, denn ein echter Test war das noch nicht. Aber ich hatte keine Schmerzen in meiner Hüfte, das ist schon mal ein gutes Zeichen", sagte Buchmann.

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Eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit den Franzosen Fabien Grellier und Cyril Gautier sowie dem Schweizer Michael Schär wurde vom Hauptfeld an der kurzen Leine gehalten. Das Tempo war hoch, das Rennen durch einsetzenden Regen hektisch, diverse Fahrer kamen auf der zunehmend rutschigen Straße zu Fall. Caleb Ewan, Sam Bennett, Richie Porte, Julian Alaphilippe - die Liste der Sturzopfer war prominent besetzt.

Etwa 50 km vor dem Ziel - die Ausreißer waren bereits gestellt - reagierte das Feld und reduzierte das Tempo. Einer der Wortführer war dabei der deutsche Profi Tony Martin (Jumbo-Visma), der seine Kollegen erfolgreich zur Mäßigung aufforderte. Das Risiko weiterer Unfälle wurde so zumindest minimiert, auch wenn es zu weiteren Stürzen kam.

Auf der 2. Etappe am Sonntag geht es direkt ins Gebirge und das Gelbe Trikot sucht einen neuen Träger. Emanuel Buchmann wird dann sehen, wie es um seine Form bestellt ist.

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