Tour de France 2022: Geraint Thomas so stark wie nie - Bradley Wiggins glaubt an Siegchance für Ineos-Star

Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard sind als Top-Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Tour de France zum Ende der ersten Woche in aller Munde. Doch Eurosport-Experte Bradley Wiggins glaubt zum Alpenauftakt auch noch an seinen Landsmann und Ex-Teamkollegen Geraint Thomas. Der Tour-Sieger von 2018 ist mit 1:17 Minuten Rückstand Gesamtdritter und Wiggins meint: Er kann diese Tour gewinnen.

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Quelle: Eurosport

"Er hat an der Planche des Belles Filles 20 Watt mehr getreten, als letztes Mal, hat mir Rod Ellingworth (Performance Manager bei Ineos Grenadiers, Anm. d. Red.) erzählt", sagte Wiggins vor dem Start der 9. Etappe in Aigle. Thomas sei besser drauf denn je.
Für Wiggins spielt dem Waliser in die Karten, dass der keinen Druck habe und er derzeit noch etwas unter dem Radar fahre. Diese Position sei ideal für den Sieger der Tour de Suisse im Juni.
Außerdem sei das Team Ineos Grenadiers in einer hervorragenden Position: Man habe seine Kapitäne in der Gesamtwertung auf den Rängen drei und vier platziert und sei trotzdem in Lauerstellung.
"Sie sollten abwarten, die anderen ihre Kräfte verschleudern lassen und dann die numerische Überzahl ausspielen", meinte Wiggins und erklärte, dass seiner Meinung nach vor allem Adam Yates dann für Offensivaktionen eingesetzt werden würde.
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Thomas hingegen sollte möglichst lange abwarten und bis dahin hauptsächlich mitgehen, meinte Wiggins. "Geraint kann extrem tief gehen", so der Tour-Sieger von 2012, der aber auch warnte: "Wenn er das macht, büßt er manchmal tags drauf dafür."
Nach der ersten Bergankunft an der Super Planche des Belles Filles hatte Thomas bereits selbst erklärt, dass er und sein Team "nicht auf Teufel komm raus" angreifen werden, sondern die Überzahl lieber geschickt und mit Geduld nutzen wollen. Noch stehen die zwei schwersten Wochen der Tour erst an und Thomas sieht ihnen gelassen entgegen:
"Ich habe die Tour schon einmal gewonnen und war einmal Zweiter - ich muss niemand etwas beweisen."
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