Tour de France 2022 - So lief die 19. Etappe: Laporte düpiert die Sprinter in Cahors

In einem chaotischen Finale mit vielen Kreisverkehren und einem ansteigenden Schlusskilometer hat Christophe Laporte die 19. Etappe der Tour gewonnen und damit für den ersten französischen Tageserfolg bei dieser Frankreich-Rundfahrt gesorgt. Er vollendet dabei eine mustergültige Vorarbeit von Teamkollege Wout Van Aert und ließ den reinen Sprintern keine Chance.

Tour de France Stage 19 profile and route map: Castelnau-Magnoac – Cahors

Quelle: Eurosport

Trotz zweier Bergwertungen wird der deutsche Kletterspezialist Simon Geschke auf dem drittletzten Teilstück der diesjährigen Tour wohl keinen weiteren Angriff lancieren.
Der Cofidis-Fahrer musste das Bergtrikot, welches er seit der 9. Etappe getragen hatte, am Donnerstag an den Gesamtführenden Jonas Vingegaard abtreten. Geschkes Rückstand ist zu groß, um im Kampf um das gepunktete Trikot zurückschlagen zu können. Nichtsdestotrotz wird Geschke auch auf der 19. Etappe das Bergtrikot tragen, da er es als Stellvertreter für den Mann in Gelb, Vingegaard, über seine Brust streift.
Das Duell im Gesamtführung scheint ebenso bereits entschieden zu sein. Vingegaard brummte seinem Kontrahenten Tadej Pogacar nach einem sehenswerten Schlagabtausch im Skigebiet Hautacam eine weitere Minute auf und führt das Klassement mit 3:26 Minuten Vorsprung an.
Der Startschuss fällt um 13:05 Uhr. Eurosport.de begleitet die 19. Etappe live im Ticker.

Laporte siegt in Cahors!

Was für ein cleverer Coup! Christophe Laporte atmet am Hinterrad von Stuyven kurz durch und beschleunigt dann 400 Meter vor Schluss noch einmal! Er marschiert an Stuyven und Wright vorbei und stürmt zum Sieg! Dahinter sprinter Jasper Philipsen auf den zweiten Platz.

1 km - Laporte attackiert!

Christophe Laporte (Jumbo - Visma) schießt aus dem Hauptfeld heraus. Er schließt zum Trio auf und hat jetzt einige Meter zwischen sich und das Feld gebracht. Wright fährt den ansteigenden Schlusskilometer von vorne. Stuyven folgt mit Laporte am Hinterrad. Gougeard ist abgehängt.

2 km - 5 Sekunden für das Trio!

Gougeard, Stuyven und Wright arbeiten weiter gut zusammen. Doch der Vorsprung zum Sprinterfeld schmilzt. Jetzt sind nur noch fünf Sekunden übrig.

4 km - Kreisverkehr nach Kreisverkehr

Diese Zielanfahrt in Cahors ist richtig tückisch! Es geht von Kreisverkehr zu Kreisverkehr - riesige Hektik im Feld! Jetzt schert Van Aert aus und Lotto Soudal übernimmt wieder die Führung. Derweil ist das Hauptfeld zerrissen.

6 km - Matthews und Van Aert jagen die Ausreißer

Michael Matthews und Wout Van Aert - beides potentiell starke Sprinter - machen das Tempo im Hauptfeld. So langsam flattern denen dort hinten wohl die Nerven. Der Vorsprung von Stuyven, Wright und Gougeard beträgt noch immer 10 Sekunden!

8 km - Van Aert im Wind!

Wout Van Aert fährt jetzt im Hauptfeld von vorne, um Jonas Vingegaard möglichst weit vorne und aus aller Sturzgefahr herauszuhalten. Ob der Mann in Grün dann wirklich noch um den Sieg sprinten kann, das scheint höchst unwahrscheinlich. Ausschließen darf man bei Van Aert aber wohl überhaupt gar nichts in diesem Juli.

10 km - 13 Sekunden - es riecht nach Massensprint

Auch Quick-Step Alpha Vinyl arbeitet jetzt wieder mit auf einen Sprint hin - obwohl Fabio Jakobsen vorhin in Problemen war. Die Ausreißer dürften hier keine Chance mehr haben, durchzukommen - so wellig und kurvenreich es auch ist.

13 km - Jumbo - Visma schaltet sich ein

Lotto Soudal macht momentan am meisten im Hauptfeld, doch auch Jumbo - Visma schaltet sich in die Verfolgung des Spitzenreiter-Trios ein. Klar: Auch Wout Van Aert ist heute ein heißer Siegkandidat im Sprint. Der Abstand zwischen Spitze und Feld beträgt aber noch 25 Sekunden.

20 km - 30 Sekunden für Stuyven, Wright und Gougeard

Die drei neuen Spitzenreiter passieren die 20-Kilometer-Marke eine knappe halbe Minute vor dem Hauptfeld. Bergab hat sich das Trio eben sehr gut geschlagen. Jetzt geht es wellig auf den Zielort Cahors zu.

31 km - Trio setzt sich ab

Fred Wright (Bahrain Victorious), Jasper Stuyven (Trek - Segafredo) und Alexis Gougeard (B&B Hotels - KTM) setzen sich jetzt über die Wellen vom Hauptfeld ab und fahren rund 20 Sekunden heraus. Jetzt müssen die Sprinter-Teams im Hauptfeld aufpassen!

33 km - Pogacar setzt Attacke!

Von wegen Sprintvorbereitung! Jetzt attackiert an einem der kurzen Hügel tatsächlich nochmal Tadej Pogacar! Der Mann in Weiß reißt eine Lücke, doch dann fährt Wout Van Aert von hinten an ihn heran, der Slowene dreht sich um, sieht den Mann in Grün und lässt den Kopf hängen. Ob das eine wirklich ernst gemeinte Attacke war? Oder hat Pogacar einfach immer Lust zu spielen?
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Überraschung! Pogacar kriegt nicht genug und attackiert auf Flachetappe

Quelle: Eurosport

35 km - Bergpreis gewonnen, Simmons gestellt

Quinn Simmons holt sich den letzten Bergpunkt des Tages und vorletzten der gesamten Tour. Nach der Bergwertung aber ist es um den US-Amerikaner geschehen und er wird vom Hauptfeld geschuckt. Jetzt laufen also 35 Kilometer Sprintvorbereitung!

36 km - Jakobsen und Pedersen wieder im Peloton

Fast alle Abgehängten sind wieder drin im Hauptfeld, das momentan noch 15 Sekunden hinter Spitzenreiter Simmons liegt. Der US-Amerikaner klettert gerade die 1,6 Kilometer zur zweiten und letzten Bergwertung des Tages an der Cote de Saint-Daunès hinauf.

43 km - Defekt bei Pogacar!

Ausgerechnet jetzt in dieser hektischen Phase muss Tadej Pogacar stoppen! Der Gesamtzweite hat Defekt und befindet sich jetzt im Konvoi zwischen den beiden Fahrerfeldern. Das zweite Feld ist nämlich schon mehr als eine Minute zurück. All seine Teamkollegen stoppen und versuchen den Slowenen jetzt wieder nach vorne zu bringen. Allerdings fährt Pogacar dann doch selbst mehr an der Spitze, als seine Helfer - und bald ist das Quartett von UAE wieder im Hauptfeld drin.

49 km - Peloton zerreißt nach der Abfahrt - Simmons allein vorn

Nach der Abfahrt aus Lauzerte ist auch Mohoric jetzt plötzlich nicht mehr bei Simmons dabei. Der Slowene fällt zurück und wird dann gemeinsam mit van der Hoorn und Honoré durch das Hauptfeld geschluckt.
Das wiederum ist aber jetzt in zwei gerissen - und Sprint-Ass Fabio Jakobsen sowie Ex-Weltmeister Mads Pedersen sitzen ganz hinten in der zweiten Gruppe, die nun zügig an Boden verliert. Auch dort dabei ist Simon Geschke. Jakobsen und Pedersen scheinen gerade ihre Chancen auf den heutigen Tagessieg einzubüßen.

53 km - Simmons attackiert in der Mittelalterstadt

Quinn Simmons attackiert im Anstieg durch Lauzerte extrem hart und nur Matej Mohoric geht mit dem US-Amerikaner noch mit. Das Duo setzt sich von Honoré und van der Hoorn ab. Kurz vor der Kuppe fährt dann Mohoric an Simmons vorbei und holt sich den Bergpunkt. Doch um den Punkt ging es hier nicht. Die Zwei wollten sich wohl in erster Linie ihrer Begleiter entledigen.

62 km - Zehn Kilometer zum ersten Bergpreis

Von Dänemark nach Dänemark? Die Bilder vom ersten Bergpreis des Tages in Lauzerte erinnern an die Auftakt-Tage dieser 109. Tour de France. Denn dort im Ortskern stehen viele dänische Fans mit dänischen Flaggen, um Jonas Vingegaard im Gelben Trikot zu feiern.
Zwei Kilometer bei 6,2 Prozent geht es durch den mittelalterlichen Ort bergauf zum Bergpreis der 4. Kategorie.

77 km - Über die Garonne richtung Nordosten

Das Peloton hat gerade die Garonne gequert und fährt nun im Departement Tarn-et-Garonne weiter gen Nordosten. In 25 Kilometern wird es auch nochmal etwas hügeliger mit zwei Bergpreisen der 4. Kategorie. Das Peloton hat den Rückstand zur Spitze derweil auf 45 Sekunden verkürzt.

88 km - 46,5 km/h in den ersten zwei Rennstunden

Wir fliegen heute dem Ziel entgegen. 46,5 km/h im Schnitt sind die vier Spitzenreiter in den ersten beiden Rennstunden heute gefahren. Damit liegen wir über dem schnellsten Schnitt per Marschtabelle und es ist mit einer Ankunft vor 17:15 Uhr zu rechnen.

100 km - Eine Minute - alles beim Alten

Es bleibt dabei: Lotto Soudal, TotalEnergies, Alpecin-Deceuninck, DSM und BikeExchange-Jayco teilen sich weiterhin mit je einem Mann die Führungsarbeit im Hauptfeld, eine Minute hinter der Spitze des Rennens.

110 km - Abstand wächst wieder auf 45 Sekunden

Es hat sich eigentlich wenig an der Rennsituation geändert, doch das Peloton hat seit Politts Abschied aus der Spitzengruppe wohl etwas weniger Angst vor den Ausreißern. Deshalb lassen die Sprinterteams nochmal etwas lockerer und die Lücke geht wieder ganz leicht weiter auf.

123 km - Politt gibt die Flucht auf

Der Vorsprung der Spitzengruppe ist auf rund zehn Sekunden gesunken und Nils Politt sieht sich um. Er nimmt die Beine hoch und lässt sich ins Peloton zurückfallen, als Mikkel Honoré vorne nochmal beschleunigt. Simmons, Mohoric und van der Hoorn setzen nach und so fährt das Quartett tatsächlich nochmal auf 25 Sekunden weg - nur eben jetzt ohne Politt.

127 km - Nur noch 20 Sekunden für die Ausreißer

Das Peloton rückt schon jetzt deutlich näher an die Spitze heran. Es ist früh in der Etappe, doch die Flucht von Nils Politt und Co. scheint bald Geschichte zu sein. Nur 20 Sekunden bleiben dem Quintett noch.

136 km - Wenig zu holen für die Spitze - oder?

Die Sprinter-Teams im Peloton haben den Vorsprung der fünf Spitzenreiter auf eine Minute verkürzt. Kein Wunder: Dieses Quintett ist so bärenstark, mit fünf Fahrern die auf flacher Strecke extrem gut drücken können und auch allein noch lange überleben könnten im Finale. Die will man natürlich nicht zu weit weglassen. Auch von der nur kleinen Lücke zwischen Spitze und Peloton sollte man sich also nicht täuschen lassen.

150 km - Simmons holt den Zwischensprint

Quinn Simmons spurtet am Zwischensprint an die Spitze der Gruppe und führt das Quintett über die Linie. 1.500 Euro für die Mannschaftskasse bei Trek - Segfredo. Gegengehalten hat aber niemand. Das Peloton führt 1:25 Minuten dahinter Jasper Philipsen vor Wout Van Aert über den Strich.

13:50 Uhr - Weiter geht's richtung Auch!

Fünf, sechs oder höchstens sieben Minuten hat es gedauert, ehe das Rennen jetzt fortgesetzt werden kann. Die fünf Spitzenreiter nehmen wieder Fahrt auf und gleich ist auch das Peloton wieder unterwegs.
In fünf Minuten geht es übrigens durch die Stadt Auch, wo der Zwischensprint wartet. Auch ist die Heimat des vor zwei Jahren verstorbenen Ineos-Sportdirektors Nicolas Portal - und dort wird ihm heute mit vielen Plakaten gedacht.

156 km - Straßen-Blockade, die Dritte

Nach der Megeve-Etappe und der Carcassonne-Etappe sehen wir jetzt nach 30 Rennkilometern zum dritten Mal im Verlauf dieser Tour eine Neutralisation des Rennens durch einen Protest. Die Spitzengruppe ist noch durchgekommen, doch vor dem Hauptfeld wurde jetzt die Straße mal wieder blockiert. Alle halten an, machen ihre Pinkelpause und warten, bis die Polizei die Demonstranten von der Straße gezerrt hat.
Vorne halten dann auch Politt und Co. an, um auf das Hauptfeld zu warten. Nach kurzer Pause werden sie wohl gleich wieder mit 1:15 Minuten Vorsprung losgeschickt.

163 km - Politt der Beste im Klassement

3 Stunden, 7 Minuten und 13 Sekunden - so weit liegt Nils Politt in der Gesamtwertung vom Gelben Trikot entfernt. Damit ist er aber tatsächlich der Bestplatzierte unter den fünf Ausreißern. Jumbo-Visma hat also natürlich keinen Grund, hier zur Verfolgung im Feld zu blasen. Das übernehmen heute die Sprinter-Teams, und momentan arbeiten vor allem Lotto Soudal für Caleb Ewan, Alpecin-Deceuninck für Jasper Philipsen, DSM für Alberto Dainese und BikeExchange-Jayco für Dylan Groenewegen.

176 km - Eine Minute Vorsprung

Das Quintett setzt sich kontinuierlich weiter ab, während im Hauptfeld etwas Ruhe eingekehrt ist. Doch so richtig sicher, dass diese Gruppe jetzt lange steht, darf man sich noch nicht sein.

185 km zu fahren - 5 Fahrer setzen sich ab - Politt dabei

Es hat nicht lange gedauert - und schon steht die Ausreißergruppe. Ein Quintett um Nils Politt (Bora - hansgrohe) hat sich abgesetzt. Neben dem Deutschen sind Matej Mohoric (Bahrain Victorious), Mikkel Honoré (Quick-Step Alpha Vinyl), Taco van der Hoorn (Intermarché - Wanty - Gobert) und Quinn Simmons (Trek - Segafredo) vorne dabei.

13:10 - Start frei in Castelnau-Magnoac

Die 19. Etappe läuft und auch der scharfe Start ist gerade nach nur sehr kurzer Neutralisation bereits gefallen.

INFO - Herzlich willkommen

Hallo und herzlich willkommen zum Liveticker der Tour de France. Heute kehren wir den Pyrenäen nach drei spannenden Etappen endgültig den Rücken und richten den Blick langsam aber sicher nach Paris. Auf der 19. Etappe erwarten uns flache Verhältnisse, welche besonders den Fluchtexperten und Sprintspezialisten im Peloton in die Karten spielen dürften. Im Kampf um die Wertungstrikots sind die Ergebnisse mehr oder weniger besiegelt. Simon Geschke musste sein Bergtrikot am Vortag an Jonas Vingegaard abtreten und hat bei den verbliebenen Bergwertungen keine Chance auf ein Comeback. Tadej Pogacar muss hingegen wohl den Kampf um Gelb aufgeben, kassierte er auf der 18. Etappe doch eine weitere Minute für die Endabrechnung. Der Startschuss für das 188 Kilometer lange Teilstück zwischen Castelnau-Magnoac und Cahors fällt um 13:05 Uhr. Eurosport.de begleitet das Renngeschehen hier live im Ticker. Viel Spaß!
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Highlights: Vingegaard-Doppelschlag trifft Pogacar und Geschke hart

Quelle: Eurosport

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