Tour de France 2022: Wout Van Aert bietet epische Show - Tadej Pogacar sahnt ab
VonFelix Mattis
Publiziert 07/07/2022 um 16:52 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar hat in Longwy die 6. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Titelverteidiger setzte sich auf dem mit 219,9 Kilometern längsten Teilstück der 109. Frankreich-Rundfahrt im Bergaufsprint vor dem Australier Michael Matthews durch und nahm Wout Van Aert das Gelbe Trikot ab. Der war bis elf Kilometer vor Schluss als Solist unterwegs gewesen.
Van Aert mit epischer Flucht - Pogacar setzt Duftmarke
Quelle: Eurosport
"Ich dachte, er schafft es bis ins Ziel. Aber das Feld war stärker", sagte Tagessieger Pogacar über den belgischen Showmaster.
"In den Anstiegen habe ich mich gut gefühlt, das Team hat einen unglaublich guten Job gemacht, mich sehr gut platziert. Ich bin einfach nur glücklich", so der Slowene über seinen ersten Etappensieg bei dieser Tour und fügte mit Blick auf seinen starken Antritt im Finale hinzu:
"Es war kein reiner Sprint, da wir die beiden Anstiege davor sehr hart gefahren sind. Ich hatte am Ende aber noch richtig gute Beine."
Dass er das aber bereits vor der morgigen Bergankunft an der Planche des Belles Filles in den Vogesen übernommen hat, berührte Pogacar nach eigener Aussage kaum: "Mir war der Sieg heute sehr wichtig, alles andere war Bonus", meinte er.
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Machtdemonstration! Pogacar fliegt allen davon
Quelle: Eurosport
Van Aert zieht große Show ab
Schon zu Etappenbeginn hatte Van Aert alles versucht, um in die Ausreißergruppe des Tages zu kommen und attackierte unzählige Male. Immer wieder wurden er und seine wechselnden Begleiter eingeholt und erst nach rund 70 Kilometern waren Van Aert, Jakob Fuglsang (Israel - Premier Tech) und Quinn Simmons (Trek - Segafredo) vorne weg.
Nach 85 Kilometern zu dritt ließ sich Fuglsang dann aber zurückfallen, weil das Hauptfeld dem Trio aufgrund seiner Anwesenheit kaum Raum ließ und er so unnötig Kraft verschleuderte.
Simmons und Van Aert zogen gemeinsam weiter, bis der Belgier den US-Amerikaner 30 Kilometer vor Schluss abschüttelte, weil der nun nicht mehr mitführen konnte.
Der Mann im Gelben Trikot kämpfte dann verbissen weiter, um seine Chance auf den Etappensieg, wurde aber elf Kilometer vor Schluss gestellt und fiel sofort durch das Hauptfeld durch, um schließlich mehrere Minuten einzubüßen.
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"Taktisch extrem schlecht": Van Aerts wilder Ritt geht schief
Quelle: Eurosport
Dort attackierte 5,5 Kilometer vor Schluss im vorletzten kurzen Anstieg Alexis Vuillermoz (TotalEnergies). Der Franzose ging mit fünf Sekunden Vorsprung in die zwei Kilometer lange Schlussrampe, wurde dort aber schnell vom durch UAE Team Emirates angeführten Feld zurückgeholt.
Primoz Roglic (Jumbo - Visma) eröffnete dann auf den letzten 300 Metern den Sprint um den Tagessieg, doch sein slowenischer Landsmann Pogacar konterte, spurtete vorbei und riss sofort eine beachtliche Lücke, so dass er auf dem Zielstrich sogar noch ausgiebig jubeln konnte, bevor Matthews als Zweiter über die Linie rollte.
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Zu viel Druck auf dem Pedal: Van Aert fällt die Kette runter
Quelle: Eurosport
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