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Tour de France 2023 - Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Frankreich-Rundfahrt von Bilbao nach Paris
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Publiziert 29/06/2023 um 18:24 GMT+2 Uhr
Am Samstag, 1. Juli startet die 110. Tour de France. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren der Slowene Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) als Titelverteidiger in die Frankreich-Rundfahrt gestartet war, ist in diesem Jahr der Däne Jonas Vingegaard (Team Jumbo-Visma) der Gejagte. Über 3405,6 Kilometer geht es von Bilbao bis nach Paris. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Tour de France.
Tadej Pogacar (l.) und Jonas Vingegaard (r.)
Fotocredit: Getty Images
Am Samstag startet die 110. Tour de France (1. - 23. Juli 2023 live und on-demand bei discovery+). Die Frankreich-Rundfahrt, das wichtigste Radrennen der Welt, führt in diesem Jahr über 3405,6 km und 21 Etappen zum traditionellen Finale auf den Champs-Elysees in Paris.
Der Startschuss fällt am Samstag mit einer 182 km langen Etappe in Bilbao. Es ist der 25. Grand Depart im Ausland.
Insgesamt stehen in Spanien drei Tagesabschnitte auf dem Plan. Frankreich erreicht der Tour-Tross am Montag mit dem Tagesziel Bayonne.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Tour de France 2023.
Wer gewinnt?
Es kommt zur Neuauflage des packenden Vorjahresduells zwischen Titelverteidiger Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar.
Der Däne Vingegaard bewies Anfang Juni mit dem Sieg beim Vorbereitungsrennen Criterium du Dauphine seine starke Form, sein prominent besetztes Jumbo-Visma-Team hat sich ganz seinem erneuten Triumph in Paris verschrieben. Pogacar, Tour-Champion von 2020 und 2021, ist der explosivere Fahrer von beiden.
Bei den slowenischen Meisterschaften kehrte der Kapitän des Teams UAE Emirates erstmals seit seinem schweren Sturz beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April ins Renngeschehen zurück - und siegte mit Leichtigkeit.
Was machen die Deutschen?
Nur sieben deutsche Fahrer nehmen das Rennen auf, so wenig wie zuletzt im Jahr 1999. Ein Anwärter auf das Podest fehlt, die Sprintstars von einst sind in Radsport-Rente.
Etappensiege sind unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. In den Sprints könnte Phil Bauhaus für einen Paukenschlag sorgen, Nils Politt und Routinier Simon Geschke haben bereits in der Vergangenheit als Ausreißer gejubelt.
Der deutsche Meister Emanuel Buchmann ist beim deutschen Team Bora-hansgrohe als Unterstützung für den Australier Jai Hindley eingeplant. Allerdings soll der Bergspezialist je nach Rennverlauf auch Chancen auf eigene Einzelerfolge erhalten.
Auf wen ist noch zu achten?
Bei der Tour 2023 sagen einige der ganz großen Namen "Adieu". Sprinter Mark Cavendish bestreitet seine letzte Frankreich-Rundfahrt und will sich mit einem weiteren Tageserfolg den alleinigen Etappenrekord holen.
Derzeit teilt sich der Brite die Bestmarke mit Eddy Merckx (beide 34). Auch Peter Sagan, mit sieben Erfolgen der Rekordgewinner des Grünen Trikots, tritt ein letztes Mal an. Im Kampf um die Punktewertung ist der dreimalige Weltmeister nicht mehr der Top-Favorit.
Die Franzosen schauen besonders auf Thibaut Pinot. Einmal war er Dritter, ansonsten bei der Tour oft vom Pech verfolgt. Die Sehnsucht nach dem ersten französischen Tour-Sieger seit Bernard Hinault im Jahr 1985 hält an.
Welche Schlüsseletappen gibt es?
Nach dem hügeligen und durchaus fordernden Start geht es auf der 6. Etappe erstmals richtig zur Sache.
In den Pyrenäen stehen drei schwere Bergwertungen an, darunter der Col du Tourmalet. Die Auffahrt auf den Vulkan Puy de Dome im Zentralmassiv auf der 9. Etappe verspricht ein Spektakel, das einzige und vergleichsweise kurze Einzelzeitfahren steht auf der 16. Etappe an.
Die härteste Bergetappe führt einen Tag später in den Alpen nach Courchevel. Auf der letzten Etappe vor dem Finale in Paris müssen in den Vogesen noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden.
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Tour-Strecke: Der Kurs mit allen 21 Etappen von Bilbao nach Paris
Quelle: Eurosport
Wie sieht es an der Doping-Front aus?
Ruhig. Gerüchte über die slowenischen Topstars Pogacar und Giro-Champion Primoz Roglic, der nicht bei der Tour startet, kamen über den Status schierer Spekulation nicht hinaus.
Umstritten ist vor allem das schlecht beleumundete Umfeld Pogacars, zu dem Personen wie UAE-Teamchef Mauro Gianetti sowie Arzt und Trainingsplaner Inigo San Millan zählen.
Wo kann man die Tour de France im Fernsehen verfolgen?
Jede Etappe der Tour de France live und mit Start des internationalen Signals seht Ihr in voller Länge im Free-TV auf Eurosport 1 sowie live im Stream bei discovery+.
Was gibt es zu gewinnen?
Im Vergleich zu Sportarten wie Tennis und Golf fallen die Preisgelder beim bedeutendsten Radrennen der Welt relativ gering aus, für Radsport-Verhältnisse sind die finanziellen Anreize aber enorm. Insgesamt geht es um ein Preisgeld von knapp über 2,5 Millionen Euro.
Wer in Paris im Gelben Trikot auf dem Podium steht, erhält eine Siegprämie von stolzen 500.000 Euro. Die Gewinner des Grünen und Gepunkteten Trikots müssen sich mit jeweils 25.000 Euro begnügen. Der beste Jungprofi im Weißen Trikot erhält 20.000 Euro. Ein Etappensieg bringt 11.000 Euro.
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Quelle: Eurosport
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