Tour de France: Georg Zimmermann jagt erstem Etappensieg hinterher - deutscher Profi als geborener Etappenjäger

Georg Zimmermann hat seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France denkbar knapp verpasst. Die Hoffnung aber lebt und ist durchaus berechtigt. So bringt Zimmermann alle Anlagen mit, die Voraussetzung für einen Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt sind - der geborene Etappenjäger also. Zusätzlichen Druck will sich der Deutsche aber nicht aussetzen und vertraut ganz auf seine "Haxen".

"Zimmermann war unglaublich": Die Analyse der Eurosport-Experten

Quelle: Eurosport

Der Ärger war in der sengenden französischen Sommerhitze noch nicht ganz verraucht, da gab sich Georg Zimmermann schon wieder gewohnt angriffslustig.
"Ich habe gute Beine und will meine Chance nutzen", sagte der 25 Jahre alte Radprofi nach seinem zweiten Platz in Issoire.
Man habe, stellte Zimmermann in feinstem Bayerisch fest, "einen guten 'Haxen' gebraucht, um da vorne mitzufahren".
Die Form also ist gut beim Augsburger, der sich auf der zehnten Etappe in einer prominent besetzten Spitzengruppe nur dem Spanier Pello Bilbao geschlagen geben musste. Der Traum vom Etappensieg bei der Tour de France, er lebt völlig zu Recht.

Zimmermann: "Darf keine Chance liegen lassen"

Denn Zimmermann, der 2005 mit dem Radrennsport begann und seit 2021 für sein jetziges Team Intermarche-Circus-Wanty fährt, bringt alle Anlagen für einen geborenen Etappenjäger mit. Beim Critérium du Dauphiné im Vorfeld der Tour triumphierte er als Ausreißer.
Zimmermanns erfrischend aggressive Fahrweise könnte sich in den kommenden Jahren in Form noch größerer Siege auszahlen, sollte er seine gelegentliche Unbedarftheit in den Griff bekommen. Denn hier und da steht sich Zimmermann ein wenig selbst im Weg: Auf der ersten Tour-Etappe verpasste er das Bergtrikot, weil er seinen Spurt zu spät anzog, im Finale am Dienstag wählte er einen zu hohen Gang.
"Man darf bei der Tour eigentlich keine Chancen liegen lassen", stellte Zimmermann verärgert fest - und doch bietet sich schon am Donnerstag die nächste Gelegenheit. Die zwölfte Etappe nach Belleville-en-Beaujolais weist ein ähnlich hügeliges Profil auf wie die zehnte, Ausreißer dürften erneut auf ihre Kosten kommen.
Und wenn es doch nichts wird mit dem Tagessieg in diesem Jahr? Für Zimmermann auch kein Beinbruch: "Mein Ziel ist es, in meiner Karriere eine Tour-de-France-Etappe zu gewinnen. Wenn es erst in zehn Jahren soweit ist, dann ist auch gut."
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(SID)
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Quelle: Eurosport

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