Tour de France - Fabio Jakobsen kritisiert Jasper Philipsens Sprintzug: "Dumm" und "gefährlich"

Fabio Jakobsen hat sich gegenüber Eurosport am Start der 4. Etappe der Tour de France noch einmal zum chaotischen Sprint-Finale von Bayonne geäußert und dabei sowohl Tagessieger Jasper Philipsen und dessen Team Alpecin - Deceuninck kritisiert, als auch die ASO aufgrund der Streckenplanung mit einer S-Kurve auf den letzten 200 Metern. "Dumm" und "gefährlich" nannte er, was am Montag passiert war.

Tour de France 2023 - Stage 4 : Fabio Jakobsen - Start line interview ENG

Quelle: Eurosport

Der Europameister aus der Niederlande hatte bereits nach der 3. Etappe in Bayonne die Frage aufgeworfen, warum die erste Sprint-Ankunft der Tour nicht mit einer passenden, langen Zielgeraden sondern mit einem solch kurvigen Finale endete.
"Die Streckenbauer und Organisatoren müssen sich das wirklich anschauen, damit es beim ersten Massensprint mit so vielen Jungs nicht so aussieht. Das ist fast kein fairer Sprint mehr", wiederholte er diese Kritik auch am Morgen danach nochmal.
Allerdings wurde der 26-Jährige, der in Bayonne als Vierter über den Zielstrich gekommen war, auch in Bezug auf das Leadout von Alpecin - Deceuninck und die Fahrweise von Philipsen deutlich:
"Man sieht auf den Videos, dass erst Rickaert ganz rechts rüber zieht und beinahe Kasper Asgreen über den Haufen fährt. Dann fährt Mathieu ganz nach links rüber, was schon das erste Kreuzen der Straße ist. Und dann muss Jasper Philipsen von links wieder ganz rüber nach rechts, um den kürzesten Weg zu fahren und kreuzt die Straße dadurch wieder", schilderte er den Anfang des Sprints und sagte dann:
"Das ist etwas dumm, denke ich. Es ist auch nicht schön fürs Rennen, wenn man im Positionskampf so rechts-links-rechts fährt. Wir wollen alle Sprinter an der Linie sehen und so ist es einfach gefährlich."
picture

"Das kann nicht sein": Experten mit Kritik an Zielankunft

Quelle: Eurosport

Philipsen macht die Tür im Sprint zu

Jakobsen und sein Team Soudal - Quick-Step hatten auf dem Weg zum Sprintfinale das Geschehen kontrolliert, verloren im Positionskampf eingangs des Schlusskilometers aber einige Meter. Der Niederländer befand sich dann mit seinem Anfahrer Michael Morkov hinter dem Alpecin-Zug sowie Wout van Aert (Jumbo - Visma), bevor der Sprint mit dem Antritt von Philipsens Anfahrer Mathieu van der Poel eröffnet wurde und beobachtete das Geschehen daher aus nächster Nähe.
Als van Aert dann rechts neben Philipsen knapp 100 Meter vor dem Ziel der Platz zur Bande ausging, war Philipsen direkt dahinter und hatte deshalb schon nach der Ankunft erklärt, dass Philipsen die Tür etwas zu sehr zugemacht habe.
Am Morgen nun weitete er seine Kritik aber auf die Fahrweise des gesamten Sprintzuges von Philipsen aus, gab gleichzeitig aber auch zu: "Ich verstehe, warum sie das tun, weil sie so gewinnen - und wahrscheinlich sollten oder würden wir dasselbe tun. Aber das ist einfach nicht gut für den Radsport."
Deshalb sei es in der Verantwortung der Streckenplaner, die Ankünfte anders anzulegen, damit es nicht zu solchen Szenen komme.
picture

Highlights: Erst Bummeltempo, dann Finale furioso

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung