Tour de France - Jonas Vingegaard warnt vor der 16. Etappe: "Das Zeitfahren wird entscheidend sein"

Jonas Vingegaard spricht nicht viel. Aber der Träger des Gelben Trikots muss nicht stundenlang palavern, um seine Ambitionen zu untermauern und Botschaften zu vermitteln. Am Ruhetag der Tour de France warnte der Däne vom Team Jumbo-Visma vor der 16. Etappe über 22,4 Kilometer von Passy nach Combloux vor den Tücken im Kampf gegen die Uhr: "Ich denke, das Zeitfahren wird entscheidend sein."

Stage 16 profile and route map: Passy - Combloux

Quelle: Eurosport

Die dritte und entscheidende Woche ist angebrochen. Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma) und Tadej Pogacar (UAE Emirates) sind in der Gesamtwertung immer noch wie eineiige Zwillinge vereint. Der introvertierte Däne blieb seiner schweigsamen Art am zweiten Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt treu und versuchte erst gar nicht, bei der traditionellen Pressekonferenz am Montag großartig ins Detail zu gehen.
"Vingo" konzentriert sich voll und ganz auf sein Ziel - die Titelverteidigung bei der Großen Schleife und ließ es sich dennoch nicht nehmen, die eine oder andere Botschaften zu übermitteln.
Der gertenschlanke Kletterer gab seine Einschätzung zur dritten Woche ab, wobei er eine Etappe besonders ins Visier nahm. "Das Zeitfahren wird sehr wichtig. Es liegen nur zehn Sekunden zwischen uns beiden. Ich werde mein Bestes geben. Auch wenn es zwei weitere sehr harte Tagesabschnitte gibt (17. und 20. Etappe am Mittwoch und Samstag, Anm. d. Redaktion), wo wir große Unterschiede herausfahren können. Aber ich denke, das Zeitfahren wird entscheidend sein".
Während viele Experten davon ausgingen, dass Jumbo-Visma auf der Königsetappe am Mittwoch im gefürchteten Anstieg zum Col de la Loze ähnlich wie beim Husarenritt im vergangenen Jahr in Granon ein Feuerwerk abfackeln würde, erwischte Vingegaard die anwesenden Journalisten auf dem falschen Fuß.
Der 26-Jährige hat allen Grund, im einzigen Zeitfahren der diesjährigen Ausgabe der Tour de France an sich zu glauben. Schließlich ist ihm das Terrain mit dem 2,5 Kilometer langen Schlussanstieg, der eine durchschnittliche Steigung von 9,5 Prozent aufweist, quasi auf dem Leib geschneidert. "Die Strecke des Zeitfahrens gefällt mir gut", gesteht er und fügt hinzu. "Ich mag Strecken mit vielen Tempoverschärfungen".

Vingegaard erwartet gernige Zeitabstände

Natürlich blieb Vingegaard die Frage nach seinem großen Rivalen Tadej Pogacar nicht erspart. Der Träger des Gelben Trikots gab indes eine lakonische Antwort. "Ich denke, dass wir uns von Anfang an auf einem gleichen Niveau bewegen, ich wäre nicht überrascht, wenn die Abstände im Zeitfahren minimal bleiben", erklärte er. "Es ist schwer zu sagen, wer letztendlich vom Einzelzeitfahren profitiert."
Auch wenn die Zeitdifferenzen nur gering ausfallen dürften, wird der Kampf der Titanen gegen die Uhr eine Menge Antworten liefern. Vingegaard hat sich nicht geirrt.
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Experten-Talk zur Schlusswoche: Der große Check zum Duell um Gelb

Quelle: Eurosport

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