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Tour de France - Jumbo-Visma-Teamchef Richard Plugge wütet gegen leichtsinnige Fans: "Bleibt zuhause!"
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Publiziert 17/07/2023 um 12:46 GMT+2 Uhr
Richard Plugge, Teamchef von Jumbo Visma, hat sich über die Fans, die bei der Tour de France leichtsinnig Stürze verursacht haben, echauffiert. Auf Twitter schrieb er: "Was zur Hölle macht ihr da? Einfach ein paar Leute vom Rad stoßen. Bleibt zuhause, wenn ihr die Fahrer nicht respektiert." Der Gesamtführende Jonas Vingegaard bat darum, das Rennen einfach nur zu genießen und die Fahrer anzufeuern.
Nächster Sturz-Schock: Zuschauer löst schweren Massencrash aus
Quelle: Eurosport
. Dieser hatte sich am Straßenrad zu weit nach vorne gelehnt und Kuss gestreift, der aus der Balance kam und rund 20 Fahrer mitriss, von denen sich einige verletzten.
Nach diesem weiteren Vorfall von Fan-Fehlverhalten bei der Tour konnte sich Jumbo-Visma-Teamchef Richard Plugge nicht mehr bremsen.
Auf Twitter retweetete er eine Zeitlupe des Sturzes und giftete: "Meine Güte! Es ist eindeutig, was hier passiert ist. Was zur Hölle macht ihr da? Einfach ein paar Leute vom Rad stoßen. Bleibt zuhause, wenn ihr die Fahrer nicht respektiert."
Jumbo-Visma-Fahrer Dylan van Baarle schimpfte: "Sie sollten in den Spiegel schauen. Zuschauer wie diese sollten zuhause bleiben. Wenn sie den Radsport nicht mögen, sollen sie wegbleiben."
Fan-Chaos bei der Tour
Die Gefahr durch unvorsichtige Fans versetzt momentan den ganzen Tour-Tross in Aufruhr. Die Tour lebt von der Nähe zwischen Fahrern und Fans. Dies hatte aber gegen Ende der zweiten Tourwoche einige unschöne Nebenprodukte - mit dem Massensturz am Sonntag als Tiefpunkt.
Am Freitag mussten die Fahrer nach der Bergankunft am Col du Grand Colombier den gleichen Weg wieder hinunterrollen, um zu ihren Teambussen zu gelangen. Dies sei laut Jumbo-Visma-Star Wout van Aert im allgemeinen Chaos zwischen teils schwer alkoholisierten Anhängern und Autos "tatsächlich lebensgefährlich" gewesen.
Am Samstag gab es eine Wettbewerbsverzerrung, als der Tourzweite Pogacar am Col de la Joux Plane gegen den Tourersten Jonas Vingegaard zur Attacke ansetzte, jedoch sofort von einem Begleitmotorrad ausgebremst wurde. Dessen Fahrer hatte im engen Fan-Spalier nicht schnell genug Platz machen können.
Aldag fordert Konsequenzen
Rolf Aldag, Sportlicher Leiter des Rennstalls Bora-hansgrohe, forderte gegenüber dem "SID" am Montag Konsequenzen. "Es gab ja schon einmal diese Lehrfilme der ASO [der Tour-de-France-Veranstalter, Anm.d.Red.]. Man wolle in Fernseh-Spots zeigen, "was passieren kann und welche Verantwortung man auch als Zuschauer hat".
Jonas Vingegaard mahnte die Fans auf der Pressekonferenz: "Stehen Sie nicht auf der Straße und machen Sie keine Fotos." Sein ärgster Rivale Tadej Pogacar warnte: "Auf Abfahrten kann so etwas zum Desaster werden."
Vingegaard appelliert: "Bitte genießt einfach das Rennen"
In einem Interview des Veranstalters appellierte der Däne weiter an die Fans: "Worum ich die Zuschauer bitten möchte, ist, das Rennen zu genießen und da zu sein, um diesen Moment mit uns zu teilen, aber nicht die Straße komplett zu besetzen und uns mit Bier zu bewerfen! Bitte genießt einfach das Rennen."
Sturzopfer Kuss gestand aber ein, dass bei allen Appellen an die Vernunft des Publikums gefährliche Situationen nie zu vermeiden seien. Das sei wohl leider "Teil der Tour".
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Fehlender Respekt vor den Fahrern: Experten üben Kritik an Fans
Quelle: Eurosport
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