Eurosport
Tour de France - Mark Cavendish scheidet nach Sturz auf 8. Etappe aus: Stars im Pelotom reagieren betroffen
Von
Publiziert 08/07/2023 um 20:42 GMT+2 Uhr
Was für ein bitteres Ende für Mark Cavendish bei der Tour de France. Der Brite kam auf der 8. Etappe zu Fall und musste die Frankreich-Rundfahrt mit einem Schlüsselbeinbruch beenden. Die Kollegen um Tadej Pogacar sprechen dem 34-fachen Etappensieger bei der Tour de France ihr Mitgefühl aus und zeigen Anteilnahme. "Es ist schade, wenn eine Legende die Tour so verlassen muss", sagt Mads Pedersen.
Mark Cavendish muss die Tour de France nach der achten Etappe aufgeben
Fotocredit: Getty Images
Mark Cavendish (Astana – Qazaqstan) war die tragische Gestalt der 8. Etappe der Tour de France 2023.
60 Kilometer vor dem Ziel in Limoges stürzte der Brite in einer harmlos scheinenden Rennsituation und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Dort bestätigte sich der Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch beim 38-Jährigen, der bei seiner letzten Tour de France den alleinigen Rekord von 35 Etappensiegen jagte und den er noch auf dem siebten Abschnitt denkbar knapp gegen Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) verpasst hatte. Diesen Traum muss der nun begraben.
Der Belgier Philipsen gehörte im Ziel in Limoges dann auch zu den zahlreichen Fahrern, die auf die Nachricht mit großem Bedauern reagierten.
Die Stimmen zum Cavendish-Aus:
Mads Pedersen (Trek – Segafredo) exklusiv bei Eurosport: "Für mich war es immer ein Genuss, mit Mark zu fahren. Ich hatte eine gute Beziehung zu ihm. Es ist schade, wenn eine Legende die Tour so verlassen muss. Er schuldet mir übrigens noch einen Trikotwechsel. Ich wünsche ihm das Beste. Hoffentlich kann ich sein absolut letztes Rennen dann auch mit ihm fahren, um ihm meine Ehre zu erweisen."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/08/3740629-76102508-2560-1440.jpg)
Trauriges Aus von Cavendish: "So will er auf keinen Fall aufhören"
Quelle: Eurosport
Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) bei "letour.fr": "Ich war überrascht zu hören, dass Mark Cavendish gestürzt war. Er war auf einem guten Weg, eine Etappe zu gewinnen und den Rekord von Merckx zu brechen, und es ist sehr bedauerlich, dass seine Geschichte bei der Tour de France auf diese Weise zu Ende geht. Es tut mir leid für ihn und ich wünsche ihm alles Gute. Er hat mich wirklich inspiriert, denn er ist der beste Sprinter aller Zeiten. Er ist eine Legende und ein großes Vorbild für mich."
Peter Sagan bei "velon.cc": "Wir haben einige gemeinsame Erinnerungen. Wenn wir 100 Mal gegeneinander sprinten, schlägt er mich 100 Mal. Ich habe ihn nur einmal geschlagen (Straßen-WM 2016 in Doha – und das war ein sehr wichtiges Rennen für mich!"
Mark Renshaw (Ehemaliger Teamkollege und Astana-Sprintberater): "Das tut heute mehr weh als gestern. Ich dachte nicht, dass das noch möglich ist. Wir wussten, dass seine Form gut genug für einen Sieg war. Er ist – wie das ganze Team – sehr enttäuscht, denn wir waren hier mit einem klaren Ziel. Ich werde nicht lügen. Ich habe geweint."
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) bei "letour.fr.": "Es ist schade, dass Mark sich das Schlüsselbein gebrochen hat und nach Hause fahren muss, besonders, nachdem er gestern so nah am Etappensieg dran war. Alle wollten ihn noch einmal um einen Sieg kämpfen sehen, zumal er gesagt hat, dass dies sein letztes Jahr sei."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/08/3740513.jpg)
Mark Cavendish stürzte auf der achten Etappe der Tour de France
Fotocredit: Getty Images
Marcel Kittel (ehemaliger Konkurrent) im "ZDF": "Es ist absolut dramatisch, durch einen vermeintlich so kleinen Sturz die Tour beenden zu müssen, das hat mir weh getan. Die Enttäuschung sitzt tief bei ihm, aber auch bei seinen Fans. Jeder hat gehofft, dass er vielleicht doch noch den Merckx-Rekord bricht. Was bleibt ist ein großer Sportler, der viel erreicht hat. Er ist eine gute Erinnerung für mich, als ich mich mit ihm messen konnte."
André Greipel (ehemaliger Konkurrent): "Es war natürlich nicht schön, so bei der Tour rauszugehen. Er ist Sportsmann genug, um einzuordnen, dass das ein Unfall war. Aber ich glaube, vom Kopf her ist es schwer, jetzt nochmal ein Jahr dranzuhängen."
Gianni Moscon (Teamkollege bei Astana Qazaqstan): "Wir waren nach dem ersten Anstieg des Tages am Ende des Feldes. Dann gab es einen Crash oder so etwas weiter vorne. Wir mussten voll bremsen und dann hat jemand vor ihm die Linie gewechselt. Er hat dessen Hinterrad berührt und ist ziemlich schwer gestürzt. Ich bin bei ihm geblieben, um zu sehen, wie es ihm geht. Aber es war schnell klar, dass er das Rennen nicht würde fortsetzen können. Er hat sehr gelitten. Es gab nicht viel zu sagen. Ich habe nur geschaut, ob ich etwas für ihn tun kann, bevor ich dann dem Feld hinterhergefahren bin."
Fred Wright (Bahrain Victorious): "“Ich habe im Tourfunk nicht viel verstanden. (Nach der Bestätigung des Ausscheidens von Cavendish): "Wirklich, ist das wahr? Er sagte mir heute, wie das gestern mit der Kette lief, und er hoffte auf mehr Glück. Ich wünsche ihm das Beste."
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Pedersen bezwingt Philipsen - Cavendish muss die Tour aufgeben
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/08/3740626-76102448-2560-1440.png)
Highlights: Drama um Cavendish - wieder kein Tag für van Aert
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung