Tour de France - Vingegaard nach Sieg im Zeitfahren ungläubig: "Dachte, Computer zeigt falsche Werte an"

Für eine kleine Vorentscheidung hat das Einzelzeitfahren von Combloux auf der 16. Etappe der Tour de France gesorgt: Lag Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma) nach zwei Tour-Wochen nur zehn Sekunden vor Herausforderer Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), so sind daraus nun 1:48 Minuten geworden. Der Titelverteidiger war entsprechend glücklich, warnte sich selbst aber auch: Vorbei sei die Tour noch nicht.

Vingegaard jubelt: "Nicht gedacht, dass ich so gut bin"

Quelle: Eurosport

"Ich denke heute habe ich sogar mich selbst überrascht, mit dem Zeitfahren, das ich gefahren bin. Dass ich so gut sein würde, hätte ich nicht erwartet", strahlte Vingegaard im ersten Sieger-Interview nach de 22,4 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr, den er mit 1:38 Minuten Vorsprung auf Pogacar gewonnen hatte - und 2:51 Minuten vor seinem eigenen Teamkollegen Wout van Aert.
Fast ungläubig hatte er auf der Strecke auf die Zahlen geblickt. "Mein Radcomputer hat mir so hohe Werte angezeigt dass ich dachte, er funktioniert nicht richtig", schilderte der 26-Jährige.
Er sei entsprechend "wirklich, wirklich happy mit diesem Sieg heute. Das ist mein erster Zeitfahrsieg bei der Tour de France und das macht mich stolz", sagte der Däne, stellte aber auch fest: "Nein, es ist noch nicht vorbei. Es warten noch einige harte Etappen. Wir müssen weiterkämpfen in den nächsten Tagen und freuen uns darauf."
Schon am Mittwoch wartet die Königsetappe über den brutal schweren Col de la Loze nach Courchevel. Am Samstag fällt die endgültige Entscheidung über den Tour-Sieg in den Vogesen auf einer ebenfalls sehr bergigen Etappe zum Le Markstein auf der Panoramastraße Route des Cretes.
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"Pogacar hat noch nicht aufgegeben": Analyse zum Duell um Gelb

Quelle: Eurosport

Beide Etappen könnten Herausforderer Pogacar zu Attacken einladen, wenn sich der Slowene von der Enttäuschung aus dem Zeitfahren und auch den an seinem Gesicht mit tiefen Augenringen deutlich sichtbaren Strapazen über Nacht gut erholen kann.

UAE-Teamchef verspricht: Attacke liegt in der "DNA unseres Teams"

Pogacars Teamchef José Antonio "Matxin" Fernandez versprach im Eurosport-Interview nach dem Zeitfahren jedenfalls bereits einen harten Kampf bis Paris. "Es ist nie gut, wenn dein Hauptgegner so viel Zeit gewinnt, aber er war so viel stärker. Dafür gibt es nicht viele Erklärungen und du kannst Jonas nur zu dieser Fahrt gratulieren", sagte der Spanier.
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Highlights Zeitfahren: Vingegaard schockt die Konkurrenz

Quelle: Eurosport

Er fügte an: "Entschieden ist noch nichts, es gibt noch Chancen bis Paris und das ist auch die DNA unseres Teams. Wir werden sicher noch was probieren und geben jetzt nicht auf!"
Und sollte Pogacar dort nichts ausrichten können, so wäre die entscheidende 20. Etappe in den Vogesen mit mehreren Anstiegen für eine Kamikaze-Aktion im Stile des Slowenen wie gemacht. Vorausgesetzt in beiden Fällen, dass sich der Mann im Weißen Trikot wirklich gut erholt.
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Pogacar beinahe eingeholt: Vingegaard überragt im Zeitfahren

Quelle: Eurosport

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