Tour de France 2024: Mark Cavendish holt in Saint-Vulbas seinen 35. Etappensieg und schnappt sich damit den Tour-Rekord
VonFelix Mattis
Update 03/07/2024 um 20:47 GMT+2 Uhr
Mark Cavendish hat es geschafft! Der 39-jährige Brite hat in Saint-Vulbas die 5. Etappe der 111. Tour de France gewonnen und sich damit den Rekord mit insgesamt 35 Karriere-Etappensiegen bei der Frankreich-Rundfahrt gesichert. Cavendish setzte sich mit einem bärenstarken Sprint nach 177 Kilometern vor Jasper Philipsen und Alexander Kristoff durch. Pascal Ackermann wurde Sechster.
Historisch! Cavendish triumphiert in Saint-Vulbas - Highlights
Quelle: Eurosport
Vor dem deutschen Sprinter kamen der Belgier Arnaud De Lie (Lotto-Dstny) und der Niederländer Fabio Jakobsen (dsm-firmenich-PostNL) auf die Plätze vier und fünf.
Ackermann (Israel-Premier-Tech) hatte den Sprint um den Sieg trotz Gegenwinds früh eröffnet und im Pulk hinter ihm wühlte sich Cavendish frei, um dann auf die linke Straßenseite davonzuspringen und in Richtung Ziellinie durchzuziehen.
Philipsen kam im Windschatten zwar nochmal näher, musste sich trotzdem aber deutlich um eine Radlänge geschlagen geben.
"Wir waren als Team heute nicht da, wo wir sein wollten. Aber die Jungs haben improvisiert und ich konnte schauen, wo ich mich am besten platziere und ich war in der Lage zu gewinnen", sagte Cavendish.
Cavendish siegt mit dem Verstand
"Ich bin physisch nicht der Allerstärkste. Da hilft es, wenn man in der Lage ist, seinen Kopf zu benutzen", meinte der mit 39 Jahren und 43 Tagen nun zweitälteste Etappensieger der Tour-Geschichte, der sich den freien Weg auf der Zielgeraden mit all seiner Erfahrung gesucht hatte.
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"Kann es nicht glauben": Cavendish überwältigt - Girmay gratuliert
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In Sachen Tour-Etappensiege ist der Brite nun alleiniger Rekordhalter, nachdem er sich die alte Bestmarke drei Jahre lang mit Eddy Merckx hatte teilen müssen.
"Astana ist ein Risiko mit mir eingegangen dieses Jahr, um zur Tour zu kommen und wenigstens eine Etappe zu gewinnen. Das ist ein sehr großes Risiko für meinen Chef Alexander Vinokourov. Aber er ist selbst Ex-Profi, er weiß, was die Tour de France bedeutet. Und wir haben es geschafft! Wir kamen hierher, um es zu tun, und wir haben es wirklich geschafft", strahlte Cavendish im Sieger-Interview nach seinem Sensationscoup.
Die Rekordjagd des Briten begann 2008 mit vier Tour-Siegen. Im letzten Jahr schien sie beendet, nachdem er sich bei seiner vermeintlich letzten Tour das Schlüsselbein brach.
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Brillante Leistung: Cavendish spielt seine ganze Klasse aus
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Girmay übernimmt Grünes Trikot
Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Lidl-Trek) kam rund 100 Meter vor dem Zielstrich am linken Straßenrand an der Bande zu Fall.
Während Cavendish seinen Rekordsieg feierte, behauptete Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Biniam Girmay (Intermarché-Wanty), Etappensieger von Turin am Montag, übernahm als Etappenneunter das Grüne Trikot.
Das Bergtrikot blieb im Besitz des Norwegers Jonas Abrahamsen (Uno-X) und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers trägt weiterhin Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step).
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Bei voller Fahrt: Russo versucht sich im Flaschen-Basketball
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Russo und Vercher lange an der Spitze unterwegs
Nach dem Start in Saint-Jean-de-Maurienne blieb es im Peloton zunächst ruhig. Es drohte nach dem Montag die nächste Bummeletappe, doch dann zogen Tim Declercq (Lidl-Trek) und Silvan Dillier (Alpecin-Deceuninck) das Tempo zum Wohle aller doch an.
Nach knapp 30 Kilometern bildete sich sogar doch noch ein Ausreißer-Duo: Clément Russo (Groupama-FDJ) und Mattéo Vercher (TotalEnergies) setzten sich bis auf 4:30 Minuten vom Feld ab, das die Lage aber stets unter Kontrolle hatte.
Russo sicherte sich unterwegs den ersten Bergpreis und auch den Zwischensprint, doch bei einsetzendem Regen wurden die beiden Franzosen 36 Kilometer vor Schluss im zweiten und letzten Anstieg des Tages wieder eingeholt.
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Haarscharf! Pogacar entgeht Crash an Verkehrsinsel mit Vollbremsung
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Hektische Schlussphase
Dort nahm Jonas Abrahamsen (Uno-X) den Bergpunkt mit, um sein Gepunktetes Trikot weiter abzusichern, weil seit dem Zwischensprint klar war, dass er das Grüne Trikot im Tagesziel würde abgeben müssen.
Da nämlich zogen sowohl Pedersen als auch Girmay in der Punktewertung schon an ihm vorbei.
Auf den letzten 30 Kilometern blieb das Peloton beisammen und fuhr geschlossen auf den Zielort zu. Dort wurde es dann hektisch. Bei Gegenwind verhungerten einige Sprintzüge und es entstand ein regelrechter Sprinter-Pulk.
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Watch every single one of Cavendish's 35 Tour de France wins
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Ackermann zieht Sprint für Cavendish an
Aus dem heraus lancierte Ackermann seinen Sprint früh und Cavendish befreite sich nach links, spurtete dort an der Bande entlang allen davon und behielt seine Spitzenposition trotz des Gegenwindes deutlich vor Philipsen.
Der zweite deutsche Sprinter, Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), konnte nicht eingreifen, nachdem er von Cavendish und Fernando Gaviria (Movistar) in die Zange genommen wurde. Doch ganz so genau schaute die Jury am Tag des Cavendish-Rekords nicht hin.
Dafür relegierte sie am Abend noch den Deutschen, der nur noch als 171. im Ergebnis gelistet wird.
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Cavendish-Sieg analysiert: "Philipsen trotz Windschatten chancenlos"
Quelle: Eurosport
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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024
Quelle: Eurosport
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5. Etappe | FlachetappeSaint-Jean-de-Maurienne → Saint-Vulbas / 177.4 km
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