Tour de France 2024 - Bora-Ass Nico Denz poltert nach Gravel-Etappe: "Das hat in einer Grand Tour nichts verloren"
VonJan Zesewitz
Update 07/07/2024 um 22:58 GMT+2 Uhr
Für Red Bull-Bora-hansgrohe verlief die Gravel-Etappe der Tour de France 2024 rund um Troyes hektisch - aber abgesehen von dem Sturz von Aleksander Vlasov endete sie glimpflich. Primoz Roglic verlor keine weitere Zeit auf seine Kontrahenten. Dennoch schimpfte deren Teamkollege Nico Denz im Ziel über die Organisatoren - und auch die sportliche Leitung ist kein Fan der Schotterabschnitte.
Highlights: Epischer Fight der Favoriten auf Schotter
Quelle: Eurosport
"Ich finde es eigentlich frech, uns so was fahren zu lassen", sagte Denz im Ziel der "ARD". "Da war teilweise loser Kies auf den Straßen bergauf - das ist fast wie im Zirkus. Man rutscht nur herum, hat überhaupt keinen Grip, das hat in einer Grand Tour nichts verloren."
Das Team um Primoz Roglic hatte keinen leichten Tag während dieser 199 Kilometer langen neunten Etappe. Bei der Einfahrt in den zweiten Gravel-Sektor war die Equipe schlecht platziert und musste auf die anderen Favoriten um Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard aufholen.
Aleksander Vlasov stürzte bei hohem Tempo in einem Straßengraben und fuhr mit schweren Hautabschürfungen weiter. Am Ende verlief der Tag glimpflich: Roglic fuhr gemeinsam mit den anderen Favoriten ins Ziel.
Das Fazit des Teamchefs Ralph Denk ist trotzdem ernüchtert: "Am Ende ist es Glück und etwas Wohlwollen der anderen Teams, dass Primoz heute ohne Zeitverlust durchgekommen ist. Das war kein guter Tag von uns heute."
Die Teamchefs sind "kein Fan solcher Etappen"
"Den Favoriten ist heute nichts passiert, aber ich bleibe bei meiner Meinung, dass ich kein Fan von solchen Etappen bin", sagte Denk weiter gegenüber der "ARD".
Auch der sportliche Leiter Rolf Aldag ist nicht begeistert von solchen Etappen, ist aber mit dem Ergebnis soweit einverstanden: "Es ist ein superspektakulärer und spannender Tag, wenn Pogacar attackiert, Vingegaard ist dabei, dann kommt Remco Evenepoel", sagte er zu "radsport-news.com".
"Für das Ende in Nizza ist das aber alles egal, wenn dann alle mit der gleichen Zeit ins Ziel kommen. Unser Ziel war es heute zu kontrollieren, anstatt zu versuchen, Zeit gutzumachen."
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Roglic kommt auf der Gravel-Etappe mit dem blauen Auge davon
Quelle: Eurosport
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