Tour de France 2024 - Ex-Stundenweltrekordler Victor Campenaerts mit Ausreißersieg auf der 18. Etappe in Barcelonnette

Victor Campenaerts hat in Barcelonnette die 18. Etappe der Tour de France gewonnen und sich im elften Profijahr seinen ersten Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt gesichert. Der Belgier setzte sich nach 178,8 Kilometern im Sprint eines Ausreißertrios vor dem Franzosen Mattéo Vercher und Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski durch. Das Hauptfeld mit allen Favoriten kam mit 13:38 Minuten Rückstand an.

Highlights: Ausreißer-Trio macht Sieg unter sich aus

Quelle: Eurosport

"Als Profi-Radfahrer ist es ein Privileg, eine Tour zu fahren und zu finishen, eine Etappe zu gewinnen, ist der Traum von jedem. Ich bin kein Jungprofi mehr, ich träume davon schon eine sehr lange Zeit", sagte Tagessieger Campenaerts mit Freudentränen in den Augen im ersten Sieger-Interview und erzählte dann seine Geschichte der letzten Monate:
"Nach den Klassikern hatte ich eine schwere Zeit. Ich habe mit dem Team über eine Vertragsverlängerung gesprochen, aber das wurde lange ignoriert. Ich habe ein sehr langes Höhentrainingslager gemacht, meine Freundin hat mich immer unterstützt, während sie hochschwanger war", so Campenaerts, dessen Sohn zwei Wochen vor Tour-Start in Spanien in Granada geboren wurde, am Fuß der Sierra Nevada, wo Campenaerts und seine Partnerin das Höhencamp bezogen hatten.
"Ich muss auch dem Team danken, dass ich aus diesem Grund kein Vorbereitungsrennen gefahren bin, aber sie haben mir vertraut und jetzt ist dies das Highlight meiner Karriere", setzte Campenaerts fort, der schon in der ersten Tour-Woche mit Rang fünf im Einzelzeitfahren überzeugt hatte.
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Die Campenaerts-Story: Von Geburt im Höhentrainingslager zum Etappensieg

Quelle: Eurosport

Der Tag zwischen Gap und Barcelonnette war von Beginn an einer für die Ausreißer und so bildete sich früh eine 36-köpfige Spitzengruppe, aus der heraus sich Campenaerts, Kwiatkowski und Vercher knapp 40 Kilometer vor Schluss absetzten und von da an den Sieg unter sich ausmachten.
22 Sekunden hinter ihnen fuhr der Lette Toms Skujins (Lidl-Trek) vor Oier Lazkano (Movistar) auf den vierten Etappenrang. Georg Zimmermann (Intermarché-Wanty) fuhr in der nächsten Gruppe als einziger Deutscher unter den 36 Ausreißern des Tages mit 37 Sekunden Rückstand als 23. über den Zielstrich.

Ruhiger Tag für die Favoriten

Vor den beiden letzten schweren Bergetappen nach Isola 2000 und zum Col de la Couillole gab es in den Top 10 der Gesamtwertung keine Veränderung, weil alle Mitfavoriten im Hauptfeld mit 13:38 Minuten Rückstand ins Ziel kamen:
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) bleibt im Gelben Trikot und hat weiter 3:11 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) sowie 5:09 Minuten auf Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step).
Wie der Männer im Kampf um Gelb, so kam auch Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) mit seinem Grünen Trikot im Hauptfeld ins Ziel. Er büßte auf der 18. Etappe keine Punkte auf Verfolger Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) ein und führt die Punktewertung mit noch immer 33 Zählern Vorsprung an.
Das Bergtrikot gehört weiterhin Pogacar und wird stellvertretend von Vingegaard getragen, das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers behielt Evenepoel und die Teamwertung dominiert nach wie vor das UAE Team Emirates.
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Großer Jubel im Ziel: Campenaerts feiert ersten Tour-Etappensieg

Quelle: Eurosport

Nach erneut schnellem Etappenbeginn dauerte es bis zum ersten kategorisierten Anstieg zum Col du Festre nach rund 30 Kilometern, dass sich eine Spitzengruppe absetzte. Die umfasste dann aber ganze 36 Mann und baute ihren Vorsprung in der Folge immer weiter aus – mit dabei: Georg Zimmermann (Intermarché-Wanty), aber auch Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) und der am Vortag erfolgreiche Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) sowie Geraint Thomas (Ineos Grenadiers).
Knapp 65 Kilometer vor dem Ziel begannen sich die Spitzenreiter im sieben Kilometer langen Anstieg zur Cote de Saint-Apollinaire (3. Kat.) gegenseitig zu attackieren und es konnte sich zwar niemand absetzen, doch durch das hohe Tempo schmolz die Gruppe langsam etwas zusammen. Das Hauptfeld lag am Bergpreis bereits mehr als zehn Minuten zurück und es war klar, dass der Etappensieg unter den Ausreißern ausgemacht werden würde.
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Analyse zur 18. Etappe: Campenaerts war der Cleverste und der Stärkste

Quelle: Eurosport

Nach der Überquerung des malerischen Lac de Serre-Poncon ging der Angriffshagel weiter und kurz vor dem Bergpreis an der Cote des Demoiselles Coiffées (3. Kat.) setzte sich schließlich Michal Kwiatkowski (Ineos Grenadiers) alleine ab, bevor in der Abfahrt auch Victor Campenaerts (Lotto-Dstny) und Mattéo Vercher (TotalEnergies) zu ihm nach vorn sprangen.
Das Trio arbeitete anschließend gut zusammen und fuhr auf den ansteigenden 25 Schlusskilometern Sekunde um Sekunde heraus. Zehn Kilometer vor Schluss hatten sie 45 Sekunden Vorsprung auf ein Quintett um Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe) sowie 1:10 Minuten auf den Rest der großen Ausreißergruppe des Tages um van Aert und Zimmermann.
Campenaerts, Kwiatkowski und Vercher arbeiteten bis zum Schlusskilometer gut zusammen und hielten ihren Vorsprung lange konstant. Dann eröffnete der 21-jährige Franzose Vercher das Finale mit einem frühen Antritt 900 Meter vor dem Zielstrich. Kwiatkowski schloss die Lücke und führte das Rennen um die letzte Kurve 300 Meter vor dem Ziel. Dann aber lancierte Campenaerts aus dritter Position seinen Sprint und setzte sich deutlich durch.
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Kleiner Snack zwischendurch: Stuyven verteilt M&Ms

Quelle: Eurosport


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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport


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