Lennard Kämna spricht über senen Abschied vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe: "Das lasse ich jetzt mal so stehen"
Publiziert 18/07/2024 um 16:37 GMT+2 Uhr
Lennard Kämna verlässt den Radrennstall Red Bull-Bora-hansgrohe zum Jahresende. Im Interview mit der "Deutschen Presse-Agentur" sprach der 27-Jährige nun über seine Entscheidung. "Es fiel mir nicht leicht, aber ich stehe hundert Prozent dazu", meinte Kämna, der seit 2020 für das deutsche Team fährt. Anfang April hatte sich der Radprofi bei einem Trainingssturz auf Teneriffa schwer verletzt.
Lennard Kämna
Fotocredit: Getty Images
Kämna erlitt ein schweres Thoraxtrauma mit Rippen-Frakturen und einer Lungenprellung. Erst nach vier Wochen konnte er das Krankenhaus verlassen.
Danach blieb die Zukunft des Radprofis in der Schwebe. "Ralph Denk (Teamchef, d. Red.) hat ja gesagt, dass die Verhandlungen nach dem Unfall auf Eis gelegt wurden. Und wenn die Reha in die richtige Richtung läuft, er mit mir zu verlängern beabsichtigt. Das lasse ich jetzt mal so stehen", erzählte Kämna vielsagend.
Denk erklärte im Podcast "Inside Red Bull-Bora-hansgrohe", Verhandlungen habe es gar nicht mehr gegeben, da sich der Radprofi bereits "für etwas anderes" entschieden habe.
Wo es für den 27-Jährigen zur kommenden Saison hingeht, ist noch nicht offiziell. Es wird allerdings über einen Wechsel zu Lidl-Trek spekuliert.
Kämna hat große Ziele für die Zukunft
Kämna zeigte sich dankbar für die Zeit bei Red Bull-Bora-hansgrohe. "Das Team hat mir viel gegeben, und ich konnte dem Team viel geben. Aber man muss auch schauen, wie meine Rolle gesehen wird und wie es andere Teams tun", erklärte der Norddeutsche.
Sein großes Ziel für das kommende Jahr sei, "bei der Tour zu sein. In welcher Rolle kann ich gerade schwer sagen, das war vor dem Unfall einfacher."
Und noch weitere Wünsche hat Kämna für die Zukunft: "Mein großes Fernziel ist es, bei einer der drei großen Rundfahrten auf Gesamtwertung zu fahren." Nach seinem Unfall gestand er aber auch: "Momentan ist das ein Stück weit weg."
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