Tour de France 2024: Jonas Vingegaard und Visma - Lease a Bike geben sich gegen Tadej Pogacar nicht geschlagen

Man kann Jonas Vingegaard und seinem Visma-Lease a Bike-Team nicht vorwerfen, sie hätten es nicht versucht. Die niederländische Equipe forcierte über den ganzen, extrem harten Tag in den Pyrenäen das Tempo, zehn Kilometer vor dem Ziel übernahm der Kapitän. Doch gegen Tadej Pogacar scheinen bei dieser Tour de France alle Versuche zu scheitern, wie das Team am Ende der 15. Etappe zugeben musste.

Kein Vorwurf an Vingegaard und Visma: "Sie haben alles probiert"

Quelle: Eurosport

Die Enttäuschung stand den Verantwortlichen bei Visma-Lease a Bike ins Gesicht geschrieben. 1:08 Minuten kam Vingegaard nach seinem Kontrahenten Pogacar auf 1760 Metern Höhe am Plateau de Beille an. Der Rückstand in der Gesamtwertung beträgt jetzt 3:09 Minuten.
Enttäuschung und ein wenig Ratlosigkeit angesichts der Dominanz des Slowenen. "Wir hatten einen Plan, wir wollten Pogacar heute attackieren, ihn müde machen", sagte der sportliche Leiter Grischa Niermann im Ziel gegenüber der "ARD".
"Das hat auch geklappt, aber er ist immer noch zu stark. Dann ist er weggefahren, wir wussten, dass das im Bereich des Möglichen liegt, aber wir wollten es trotzdem versuchen."
Das gesamte Team ging fast die gesamten 197 Kilometer dieser brutalen Pyrenäen-Etappe in die Offensive. War an den vorherigen Tagen meist UAE Team Emirates um den Mann im Gelben Trikot die tempobestimmende Mannschaft, zeigte sich am französischen Nationalfeiertag ein anderes Bild. Die Ausreißergruppe bekam kaum Luft zum Atmen, Visma rieb sich für den Angriff auf Pogacar auf.

Vingegaard: "Eine der besten Leistungen meines Lebens"

Auch die Konkurrenz lobte diese Leistung. UAE-Teammanager Matxin Fernandez sagte: "Großes Lob an Visma dafür, dass sie heute auf Sieg gefahren sind. Tadej ist sehr stark. Für uns war die Visma-Taktik natürlich perfekt."
5,4 Kilometer vor dem Ziel - die beiden großen Rivalen waren nur noch zu zweit - mussten sich Vingegaard und das Team auf das wohlwollende Schulterklopfen der Gegner verlassen. Pogacar zog einfach davon.
"Ich bin stolz darauf, wie ich gefahren bin und wie das Team gefahren ist", sagte der Zweite der Gesamtwertung im Ziel. "Sie waren superstark und haben das Rennen super hart gemacht. Auch am letzten Berg war ich super, super stark. Das war wahrscheinlich eine der besten Leistungen meines Lebens. Aber Tadej war einfach stärker. Deshalb kann ich nicht wirklich enttäuscht sein, um ehrlich zu sein."
Dem niederländischen Team blieb nach diesem Tag nur, die Stärke des Mannes in Gelb anzuerkennen. Und die Hoffnung auf die dritte Woche.
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Gnadenlose Attacke: Pogacar lässt Vingegaard einfach stehen

Quelle: Eurosport

Hoffnung auf einen Einbruch

Visma gibt sich nämlich weiter angriffslustig: "Die Tour ist noch nicht vorbei, es gibt immer noch eine Chance", sagte Vingegaard. "In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass Tadej auch einmal einen schlechten Tag haben kann und darauf müssen wir jetzt hoffen."
Auch Niermann gab die Tour natürlich nicht nach 15 von 21 Etappen verloren: "Die Tour ist erst in Nizza zu Ende. Aktuell sieht es so aus, als wäre Pogacar der Stärkere. Wenn das so ist, dann akzeptieren wir das. Es kann sich im Verlauf einer Tour alles ändern, aber es sieht nicht danach aus."
Ob diese Aussagen mehr als Durchhalteparolen sein können, werden die drei schweren Alpen-Etappen in der kommenden Woche zeigen.
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Nächste Pyrenäen-Show: Pogacar in eigener Liga - Highlights

Quelle: Eurosport


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