Tour de France 2024: Jonas Vingegaard verlor Zeit gegen seinen Kontrahenten Tadej Pogacar und ist trotzdem zufrieden

Jonas Vingegaard hat einen ersten Rückschlag im Kampf um das Gelbe Trikot bei der Tour de France 2024 hinnehmen müssen. Sein großer Rivale Tadej Pogacar konnte ihn am Col du Galibier knapp distanzieren, bis zum Ziel verlor der Däne 37 Sekunden. Dass er nach drei anspruchsvollen Etappen überhaupt derart in Schlagdistanz liegt, verbucht der Däne als moralischen Sieg - und bleibt angriffslustig.

Vingegaard-Ansage trotz Rückstand: "Unsere Zeit wird kommen"

Quelle: Eurosport

"Wir haben erwartet, dass wir zu diesem Zeitpunkt 0:3 hinten liegen, also ist das vielleicht ein kleiner Sieg", sagte Vingegaard nach der 4. Etappe im Ziel und war sich sicher: "Unsere Zeit wird kommen."
Am Anstieg zum Col du Galibier lag er nur wenige Sekunden hinter seinem Kontrahenten, in der Abfahrt baute dieser seinen Vorsprung allerdings immer weiter aus.
"Ich hatte Selbstzweifel am Tour-Start, aber es ist nicht so, dass Pogacar am Berg viel stärker wäre", fügte der Titelverteidiger an.
Nach seinem schweren Sturz bei der Baskenlandrundfahrt Anfang April konnte sich Vingegaard nur sechs Wochen zielgerichtet auf die Tour vorbereiten.

Vingegaard hatte mit größeren Abständen gerechnet

Aus seiner Sicht - und der seines Teams - steht er mit jetzt 50 Sekunden Rückstand auf den Giro-Sieger gut da (Gesamtwertung). "Mit den 50 Sekunden kann man umgehen", wird er in einer Pressemitteilung von Visma-Lease a Bike zitiert: "Es ist nie schön Zeit zu verlieren, aber um ehrlich zu sein habe ich mit größeren Abständen gerechnet."
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Quelle: Eurosport

Weder Vingegaard noch sein Team gingen darauf ein, ob der schwere Sturz Auswirkungen auf die Abfahrtskünste des 27-Jährigen hatte.
Pogacar konnte seinen Vorsprung ausbauen, Remco Evenepoel, Primoz Roglic, Juan Ayuso und Carlos Rodríguez konnten aufschließen, am Ende verpasste der Visma-Fahrer sogar die Zeitbonifikationen im Ziel.

Visma-Lease a Bike vertraut auf die Zeit

Vingegaards Theorie für den Zeitverlust ist eine andere: "Ich habe am meisten Zeit im zweiten Teil der Abfahrt verloren, da spielt das Gewicht eine größere Rolle. Pogacar hat ein bisschen mehr Schwerkraft auf seiner Seite, so konnte er Zeit gutmachen. Das muss ich akzeptieren."
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Zudem war der Däne am Ende des Anstiegs gegen vier UAE-Fahrer isoliert. Die Teamstärke war in früheren Jahren ein klarer Vorteil gegenüber Pogacar.
Die Visma-Führung bleibt dennoch gelassen. "Wir wussten, dass dieses Szenario möglich ist", sagte der sportliche Leiter Grischa Niermann in der Pressemitteilung.
Niermann weiter: "Wir haben erwartet, dass Jonas in den ersten Tagen Zeit verlieren wird. Er war sehr gut bergauf heute, leider musste er eine kleine Lücke zu Pogacar lassen. Tadej war der bessere Fahrer heute. Wir sind überzeugt, dass Jonas im Verlauf der Tour stärker wird."
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