Tour de France 2024 - Pascal Ackermann nach Platz drei auf der 12. Etappe völlig bedient: "Das war kriminell"

Pascal Ackermann muss weiter auf seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France warten. Auf der 12. Etappe lag der deutsche Sprinter erneut aussichtsreich in Position, wurde am Ende allerdings Dritter. Der 30-Jährige vom Team Israel-Premier Tech fluchte anschließend über die wilde Fahrweise seiner Konkurrenten: "Das war kriminell." Den Tagessieg fuhr einmal mehr der Eritreer Biniam Girmay ein.

"Er nimmt die Arme hoch": Girmays dritter Sprint-Streich

Quelle: Eurosport

Pascal Ackermann schlug frustriert auf seinen Lenker, Primoz Roglic rollte mit blutender Schulter und leerem Blick ins Ziel: Der deutsche Radsport hat auf der zwölften Etappe der Tour de France einen ganz bitteren Nachmittag erlebt.
Während Ackermann im Sprint seinen ersten Tour-Etappensieg erneut knapp verpasste, muss Roglic, slowenischer Kapitän des deutschen Teams Red Bull-Bora-hansgrohe, nach einem weiteren Sturz wohl den Traum vom Gesamtsieg begraben.
Ackermann war im Ziel ebenfalls bedient. "Ich hatte richtig geile Beine. Wir waren perfekt positioniert", sagte der Sprinter am "ARD"-Mikrofon. Warum es trotzdem wieder nicht reichte mit Erfüllung des Lebenstraumes?
Im hektischen Finale wurde dem Kraftpaket aus Kandel die wilde Fahrweise seines Kontrahenten Alexander Kristoff zum Verhängnis. "Das war kriminell", sagte Ackermann, der beim dritten Tagessieg des Sprint-Dominators Biniam Girmay Vierter wurde. "Es wäre definitiv meine Zielgerade gewesen", war sich Ackermann sicher.

Girmay weiter in Grün

Stattdessen schrieb Girmay sein Radsportmärchen fort. Er sicherte sich im Massensprint in Villeneuve-sur-Lot den Tagessieg vor dem Belgier Wout van Aert (Visma-Lease a bike) - Arnaud Demare aus Frankreich, ursprünglich Dritter im Ziel, wurde strafversetzt.
Das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers ist dem Eritreer Girmay, der dieser Tage den afrikanischen Kontinent elektrisiert, kaum mehr zu nehmen. Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) wurde Siebter.
Die Top Drei des Gesamtklassements waren in den Sturz, der Roglic zum Verhängnis wurde, nicht verwickelt. Der Slowene Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) liegt noch immer 66 Sekunden vor Remco Evenepoel (Belgien/Soudal Quick-Step) und dem dänischen Titelverteidiger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike/+ 1:14 Minuten).

Corona bei der Tour: Däne muss aussteigen

Begonnen hatte der Tour-Tag mit einer schlechten Nachricht. Vingegaards Landsmann Michael Morkov trat die 203,6 km lange Etappe wegen eines positiven Corona-Tests vom Mittwochabend gar nicht erst an. Es ist der offiziell erste Fall im Peloton - die Problematik scheint sich jedoch zunehmend zu vergrößern, die Nervosität im Fahrerlager steigt.
"Ich weiß, dass einige Fahrer im Feld mit Covid fahren. Es kann jetzt jeden treffen", sagte Morkovs Teamkollege, der Rekord-Etappensieger Mark Cavendish, am Start. Einige Teams reagierten bereits und ließen ihre Fahrer vor und nach dem Rennen Masken tragen.
Am Wochenende dürfte sich der Kampf ums Gelbe Trikot zwischen den beiden Kontrahenten aber erneut zuspitzen. In den mächtigen Pyrenäen warten zwei ganz schwierige Etappen auf die Fahrer. Zuvor steht jedoch erst einmal die Überführungsetappe nach Pau am Freitag auf dem Programm - wohl die nächste und insgesamt vorletzte Chance für die Sprinter.
(SID)
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Girmay jubelt erneut, Roglic-Sturz mit Folgen - Highlights

Quelle: Eurosport


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