Tour de France 2024 - Fred Wright verpasst auf der 11. Etappe das Zeitlimit: "Schlimmster Tag meines Lebens"
VonLukas Fegers
Update 11/07/2024 um 09:41 GMT+2 Uhr
Den Besenwagen im Nacken, das Zeitlimit verpasst: Für Fred Wright entpuppte sich die 11. Etappe der Tour de France als purer Albtraum. Nachdem der Profi vom Team Bahrain Victorious früh aus dem Peloton zurückgefallen war, quälte er sich über die bergigen 211 Kilometer im Zentralmassiv - ohne Happy End. Am Ende lag er eine Stunde, eine Minute und 50 Sekunden hinter Tagessieger Jonas Vingegaard.
Highlights: Vingegaard triumphiert bei Top-Duell im Zentralmassiv
Quelle: Eurosport
Die TV-Kameras fingen den schleichenden Wright ein, als er unter dem Beifall einer kleinen Menschentraube und mit dem Besenwagen im Schlepptau die Ziellinie in Le Lioran überquerte - weit außerhalb des Zeitlimits.
"Ich musste wirklich leiden und es hat keinen Spaß gemacht", sagte der 25-Jährige im Interview mit "ITV Cycling" und setzte noch einen drauf: "Das war der schlimmste Tag meines Lebens."
Anders als auf der 8. Etappe, als Wright mit einem achten Platz in Colombey-les-Deux-Eglises überzeugte, fühlte sich der britische Straßenmeister des Vorjahres am Mittwoch nicht wohl. Auf die Frage, was geschehen sei, antwortete Wright jedoch, dass er nichts Bestimmtes ausmachen konnte und einfach weiterfuhr.
Er sei sich nicht sicher, erklärte der gebürtige Londoner mit Blick auf seine körperliche Verfassung: "Gestern war es ein leichter Tag, aber im Ziel fühlte ich mich schrecklich. Ich konnte den Jungs nicht helfen, also habe ich gedacht: Okay, gehen wir heute mit frischem Geist an den Start."
Die Beine aber blieben nicht frisch - und dennoch kämpfte Wright bis zum Schluss.
Wright auf sich allein gestellt
"Nur am Anfang, die ersten ein oder zwei Kilometer, war ich dabei", resümierte Wright. Dann allerdings habe er sich "schrecklich" gefühlt: "Ich hatte wirklich keine Kraft mehr und war schon ziemlich früh auf mich allein gestellt."
Wright schloss sich schließlich auf den ersten 40 Kilometern mit dem Cofidis-Fahrer Ion Izagirre zusammen, wenig später stieß dessen Teamkollege Alexis Renard dazu. Doch während seine zwei Mitstreiter im Verlauf der Etappe vom Rad stiegen und aufgaben, quälte sich Wright trotz seines aussichtslosen Kampfes bis zum Zielstrich durch. Dort allerdings war seine vierte Teilnahme an der "Grande Boucle" endgültig beendet.
"Das hätte ich meinem schlimmsten Feind nicht gewünscht, nicht dass ich so viele Feinde hätte", betonte Wright nach seiner Albtraum-Etappe. Und doch sah er, am Ende seiner Kräfte, noch etwas Positives. Denn er glaube nicht, so der Bahrain-Victorious-Fahrer, dass er "noch einmal so leiden werde - was hoffentlich gut ist."
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Quelle: Eurosport
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