Tour de France 2024 - Remco Evenepoel gewinnt Einzelzeitfahren trotz Schrecksekunde vor Tadej Pogacar und Primoz Roglic
VonFelix Mattis
Update 05/07/2024 um 18:09 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step) hat das erste Einzelzeitfahren der 111. Tour de France gewonnen. Der Zeitfahr-Weltmeister setzte sich auf der 7. Etappe über 25,3 Kilometer von Nuits-Saint-Georges nach Gevrey-Chambertin mit 12,36 Sekunden Vorsprung vor Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) durch, der sein Gelbes Trikot verteidigte. Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe / + 34,32) wurde Dritter.
Evenepoel mit Ausrufezeichen im Zeitfahren - Roglic stark
Quelle: Eurosport
Der vierte Platz ging an Titelverteidiger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike). Der Däne verlor 37,44 Sekunden auf Evenepoel.
Der Tagessieger erlebte rund drei Kilometer vor dem Ziel noch eine Schrecksekunde, als er vermutete, einen Defekt zu haben. Er schaute nach unten, hob die Hand und hüpfte testweise kurz hoch. Der Verdacht bewahrheitete sich aber nicht und so fuhr Evenepoel weiter, verlor nur wenige Sekunden.
"Ich war mir eigentlich sicher einen Platten zu haben. Aber vielleicht hat jemand aus dem Publikum ein Glas fallen lassen oder gegen einen Zaun getreten - es war das gleiche Geräusch wie bei einem Platten und ich hatte kurz Angst. Aber nach ein paar hundert Metern wusste ich, dass alles in Ordnung ist", erzählte der 24-Jährige im ersten Sieger-Interview und freute sich über den ersten Tour-Etappensieg seiner Karriere:
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Evenepoel: "Ich war sicher, ich hätte einen Platten"
Quelle: Eurosport
"Ich habe es geschafft und zwölf Sekunden sind fantastisch. Wie ich gestern schon sagte: Tadej kann auch sehr gut Zeitfahren, vor allem in Grand Tours. Es war knapp, aber ich wollte heute vor allem gewinnen – und das habe ich. Ich bin sehr stolz!"
Krimi zwischen Campenaerts und Vauquelin wird Nebensache
Die vier großen Favoriten auf den Tour-Gesamtsieg stahlen im Zeitfahren am Ende denen die Show, die den ganzen Tag über das Bild geprägt hatten: Lange Zeit saß der Belgier Victor Campenaerts (Lotto-Dstny) auf dem Hot Seat des Zeitschnellsten, nachdem er den Franzosen Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels) vorher nur um 0,76 Sekunden von dort verdrängt hatte. Die Beiden landeten am Ende mit 52 Sekunden Rückstand auf Evenepoel auf den Plätzen fünf und sechs.
Großes Pech hatte Stefan Küng (Groupama-FDJ), dem kurz vor Rennhalbzeit die Kette heruntergefallen war. Das kostete ihn ungefährt rund 20 Sekunden, sonst wäre er wohl auf Rang fünf gefahren. Küng wurde am Ende mit einer Minute Rückstand auf Evenepoel Zehnter. Sein Landsmann Stefan Bissegger (EF Education-EasyPost / + 1:14) wurde Zwölfter.
- Gesamtwertung + Trikots: So steht's bei der Tour de France
- Ticker zur 7, Etappe: So lief das Zeitfahren
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Platten? Kurzer Schocker für Evenepoel auf dem Weg zum Sieg
Quelle: Eurosport
In der Gesamtwertung führt Pogacar nun mit 33 Sekunden Vorsprung auf Evenepoel und 1:15 Minuten vor Vingegaard. Roglic (+ 1:36) rückte auf Gesamtrang vier vor und überholte Juan Ayuso (UAE Team Emirates / + 2:16), der jetzt Fünfter ist.
Der Spanier war im Zeitfahren nicht über Platz 15 hinausgekommen und verlor dabei 21 Sekunden gegenüber seinem Teamkollegen Joao Almeida, der daher jetzt nur noch eine Sekunde hinter ihm auf Gesamtrang sechs liegt. Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers) rutschte mit 2:31 Minuten Rückstand auf Platz sieben ab, Mikel Landa (Soudal-Quick-Step / + 3:35) auf den achten Rang.
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Küsschen mitten im Rennen: Bernard feiert Party im Zeitfahren
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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024
Quelle: Eurosport
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7. Etappe | FlachetappeNuits-Saint-Georges → Gevrey-Chambertin / 25.3 km
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