Tour de France 2024 - 3. Etappe: Tadej Pogacar könnte Gelbes Trikot ohne Zeitverlust an Remco Evenepoel verlieren

Nach der 3. Etappe der Tour de France könnte es im Kampf ums Gelbe Trikot zu einem Novum kommen: Sogar wenn die vier zeitgleich an der Spitze der Gesamtwertung liegenden Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), Remco Evenepoel (Soudal-QuickStep), Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) und Richard Carapaz (EF Education First-EasyPost) gemeinsam ankommen, kann die Führung wechseln.

Stage 3 profile and route map: Plaisance - Turin

Quelle: Eurosport

Das Reglement ist da eindeutig. Erstens: Die Führung übernimmt der Zeitschnellste. Zweitens: Sind einer oder mehrere zeitgleich, entscheiden die Zahlen hinterm Komma aus den Zeitfahren.
Drittens: Da es aber in dieser Austragung noch keinen Kampf gegen die Uhr gab, werden die Einzelplatzierungen der Etappen addiert. Der mit der geringsten Summe übernimmt Gelb. Und viertens: Sollten auch dann noch zwei Fahrer gleichauf liegen, führt derjenige, der auf der letzten Etappe besser platziert war.
Nach zwei Tagen ist daher Pogacar vorn, der zum Auftakt Vierter und im Finale der 2. Etappe 14. geworden war. Evenepoel kommt in der Summe der Platzierungen auf 20, Vingegaard auf 29 und Carapaz auf 32. Das heißt, würde Evenepoel die 3. Etappe am Montag zwei Plätze besser als Pogacar abschließen, wäre er der neue Mann in Gelb.

Pogacar wollte Gelb wohl noch nicht

Wäre der dritte Tagesabschnitt dieser Tour eine Bergankunft, würde es mit größerer Sicherheit Zeitunterschiede geben. Da aber alle in Turin einen Sprint Royal erwarten, dürfte das Führungsquartett wieder gemeinsam die Ziellinie erreichen und in derselben Sekunde gewertet werden.
Pogacar soll nach seiner Attacke im San-Luca-Anstieg extra nachgelassen haben, um den Belgier und den Ecuadorianer wieder aufschließen zu lassen. Laut "Cyclingnews.com" wollte der Slowene im Ziel angeblich wissen, wer denn Gelb habe und dass er beim Ausrollen der Gruppe vor dem Zielstrich noch versucht hätte, eine Lücke zu lassen, um eine Sekunde herzuschenken. Tatsächlich zog er als einziger der Gruppe nicht bis zur Linie durch.
Nach den Siegerzeremonien gab Evenepoel, der das Weiße Trikot als bester Jungprofi übernahm, zu: "Pogacar war mit dem Gelben Trikot nicht sehr zufrieden. Vor allem hatte er nicht die Absicht, es in den ersten Tagen zu übernehmen."
Offiziell feierte Pogacar aber sein 22. Gelbes Trikot seiner Karriere: "Es war eine gute Etappe. Ich habe Gas gegeben. Nun fühlt es sich gut an, wieder in Gelb zu sein. Letztes Jahr war ich so nah dran und habe es verpasst. Es ist gut, in Gelb zu sein, auch wenn das wenig Spielraum lässt. So ist es doch eine Bestätigung, dass ich stark bin."
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Test von Pogacar bestanden: Perfekter Tag für Vingegaard

Quelle: Eurosport


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