Tour de France - Ben Healy rauscht mit 42-km-Solo zum Sieg, Mathieu van der Poel holt sich das Gelbe Trikot zurück

Ben Healy hat in Vire Normandie den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 24-jährige Ire gewann die 6. Etappe der Tour de France nach einem Solo über 42,5 Kilometer mit 2:44 Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Quinn Simmons. Das Gelbe Trikot nahm Mathieu van der Poel als Teil der Ausreißergruppe des Tages Tadej Pogacar nach nur einem Tag und um genau eine Sekunde wieder ab.

Highlights: Happy End für van der Poel im Gelb-Thriller

Quelle: Eurosport

"Es ist unglaublich! Hierfür habe ich alles gegeben! Nicht nur dieses Jahr, sondern immer. Hierfür haben viele Menschen so viele Stunden für gearbeitet. Heute konnte ich es ihnen zurückzahlen. Es ist fantastisch", sagte der überglückliche Healy, der 2023 bereits eine Etappe des Giro d'Italia gewonnen hatte und 2024 bei der Tour immer wieder attackierte, nie aber Erfolg hatte.
"Letztes Jahr hat mir die Augen geöffnet. Seitdem glaubte ich, dass ich es schaffen kann. Ich habe hart gearbeitet und versucht, meinen Fahrstil noch zu verbessern. Ich habe mir viele meiner Rennen nochmal angesehen und das hat sich heute ausgezahlt", meinte er.
Healy war nach großem Kampf in der Anfangsphase in der achtköpfigen und sehr stark besetzten Ausreißergruppe des Tages gelandet, aus der heraus er 42,5 Kilometer vor dem Ziel schließlich allein davonfuhr.
Hinter Healy (EF Education-EasyPost) und Simmons (Lidl-Trek) wurde Michael Storer (+ 2:51) vom Schweizer Wildcard-Team Tudor Dritter. Van der Poel (+ 3:58) kam hinter Eddie Dunbar (Jayco-AlUla / + 3:21), Simon Yates (Visma-Lease a Bike / + 3:24), Will Barta (Movistar / + 3:29) und Harold Tejada (XDS-Astana / + 3:52) als Letzter der acht Ausreißer ins Ziel.
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Etappensieger Healy erklärt seinen Erfolgsplan

Quelle: Eurosport

Das Hauptfeld um Pogacar folgte mit 5:27 Minuten Rückstand auf Tagessieger Healy und der Slowene führte die Favoritengruppe nach der bis zu 14 Prozent steilen Schlussrampe in Vire Normandie als Etappenneunter ins Ziel - zwei Sekunden früher, und der Slowene hätte Gelb behalten.
Jonas Vingegaard, Matteo Jorgenson (beide Visma-Lease a Bike), Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step), Oscar Onley (Picnic-PostNL), Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels), Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Felix Gall (Decathlon-AG2R) folgten hinter Pogacar ohne Zeitverlust. Hinter ihnen ging eine fünfsekündige Lücke zu einer Gruppe um Red-Bull-Kapitän Primoz Roglic auf.

Van der Poel holt Gelb um eine Sekunde zurück

Van der Poel führt nun eine Sekunde vor Pogacar und 43 vor Evenepoel die Tour an. Vauquelin (+ 1:00) ist Gesamtvierter und Vingegaard (+ 1:14) Fünfter. Healy (+ 2:01) rückte hinter Jorgenson (+ 1:23) und Joao Almeida (UAE-Emirates-XRG / + 1:59) vom 33. auf den achten Gesamtrang vor. Lipowitz (+ 2:32) bleibt Neunter, hat aber Kapitän Roglic (+ 2:36) überholt, der nun Zehnter ist.
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"Überall Krämpfe": Van der Poel zum Sekundenkrimi

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Pogacar gab in Vire Normandie nicht nur die Führung in der Gesamtwertung an van der Poel ab, sondern auch jene in der Punktewertung an Jonathan Milan (Lidl-Trek), der sich zu Etappenbeginn den Zwischensprint gesichert hatte. Und auch das Bergtrikot wechselte vom Slowenen wieder zurück zu seinem belgischen Teamkollegen Tim Wellens, der unterwegs zwei Bergpunkte eingesammelt hatte.

Milan übernimmt Grün am Zwischensprint

Auf den ersten 20 Kilometern des 201,5 Kilometer langen Teilstücks durch die Normandie hielten die Teams Intermarché-Wanty und Lidl-Trek das Hauptfeld zusammen, bis nach 22 Kilometern Milan in Villers-Bogage den Zwischensprint vor van der Poel und Girmay für sich entscheiden konnte und sich so wieder an die Spitze der Punktewertung schob.
Direkt danach begann der Attackenhagel und es herrschte sehr hohes Tempo. Die Top-Sprinter verabschiedeten sich nun nach hinten aus dem Hauptfeld und bildeten ein frühes Gruppetto, während vorne der Kampf um den Etappensieg entbrannte.
Viele starke Fahrer attackierten immer wieder und es dauerte bis etwa Rennkilometer 55, das sich eine Gruppe dauerhaft lösen konnte - zunächst zu fünft und nach weiteren Konterattacken in den Steigungen der Normandie zu acht: Van der Poel, Giro-Sieger Simon Yates (Visma-Lease a Bike), Ben Healy (EF Education-EasyPost), Quinn Simmons (Lidl-Trek), Michael Storer (Tudor), Eddie Dunbar (Jayco-AlUla), Will Barta (Movistar) und Harold Tejada (XDS-Astana).
Im Hauptfeld übernahm UAE die Kontrolle und Nils Politt musste viel im Wind arbeiten, um den Abstand der acht Ausreißer nicht zu groß werden zu lassen - zunächst pendelte der um rund 1:30 Minuten, ging dann aber noch weiter bis auf knapp vier Minuten auf.

Healy setzt früh zum Solo an

42,5 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Healy aus der Spitzengruppe allein ab und hinter ihm fand sich keine Einigkeit in der Verfolgung. Hinter ihm lösten sich zwölf Kilometer später auch Simmons und Storer gemeinsam aus der Verfolgergruppe, doch da hatte der Ire bereits fast eine Minute Vorsprung - und das Duo kam dem Ire auch nicht mehr näher.
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Healy macht Ausreißer-Coup perfekt – Sekunden-Krimi um Gelb

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Healy erreichte die letzten 15 Kilometer mit 1:30 Minuten Vorsprung auf Simmons und Storer sowie zwei Minuten vor den anderen fünf Ausreißern um van der Poel und mehr als sechs Minuten vor dem Hauptfeld - Tendenz weiter steigend. So fuhr der Ire mit beeindruckender Stärke allein dem Sieg entgegen.
Hinter ihm hängte Simmons Storer in der steilen Schlussrampe noch ab und auch die anderen fünf Ausreißer kamen alle einzeln an. Das Hauptfeld beschleunigte auf den letzten Kilometern nochmal und in der Schlusssteigung gab Visma mit Jorgenson und Vingegaard Gas. Auf den letzten Metern aber sprintete Pogacar vor und führte die Favoriten ins Ziel.
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Tour-Strecke, 7. Etappe: Action an der Mûr-de-Bretagne

Quelle: Eurosport


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