Tour de France - "Falscher Tour-Fahrer" meldet sich nach Verurteilung zu Wort: "Macht, Stars und Medien …"
Update 26/07/2025 um 19:33 GMT+2 Uhr
Die Bilder gingen um die Welt: Am Mittwoch, den 23. Juli, durchbrach ein Mann kurz vor dem Zieleinlauf der 17. Etappe der Tour de France in Valence die Absperrungen und fuhr auf seinem eigenen Rad über die Ziellinie – wenige Minuten vor dem Peloton. Jetzt spricht der "Rad-Flitzer" über seine Aktion und erklärt die Hintergründe.
Tour-Flitzer spricht über umstrittene Aktion: "Wie damals mit Ronaldo"
Fotocredit: Getty Images
Der 31-jährige Sofian Aissaoui aus Montélimar wurde nach 44 Stunden in Polizeigewahrsam in Valence zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Zusätzlich muss er 500 Euro Geldstrafe sowie 500 Euro Schmerzensgeld an einen Polizisten, der sich bei seiner Festnahme verletzte, zahlen. Zudem wurde ihm der Zutritt zu Sportstätten für die nächsten fünf Jahre untersagt.
Aissaoui sieht seinen "Streich" im Gespräch mit "Le Dauphiné" als gelungene Aktion: "Es war eine verrückte Idee, um für Aufmerksamkeit zu sorgen - und einen Adrenalinkick. So wie bei Cristiano Ronaldo", sagte er. Für ihn sei es das Ziel gewesen, mit der Aktion viral zu gehen.
Bereits 2019 hatte Aissaoui in Portugal für Schlagzeilen gesorgt, als er während eines Fußballspiels in Faro auf den Rasen stürmte, um ein Selfie mit seinem Idol Ronaldo zu machen. "Stars und Medien haben mich schon immer fasziniert", erklärte er seinen Antrieb.
Kritik an rabiater Polizei
Auch wenn seine Aktion Konsequenzen hatte - bereut hat sie Aissaoui nicht: "Ich habe mir extra das offizielle Trikot gekauft und die Startnummer drucken lassen. Ich bin stolz – mein Video ist um die Welt gegangen."
Einziger Wermutstropfen aus seiner Sicht: die rabiate Art und Weise seiner Festnahme. "Ich hätte damit gerechnet, festgenommen zu werden, aber nicht mit so viel Gewalt. Die Polizei hätte mich auch weiter hinten aufhalten können."
In Zukunft wolle er sich besser überlegen, welche Art von Aktion er wagt. "Ich mache weiter Witze – aber keine mehr, die mich in Polizeigewahrsam bringen. Das war mir eine Lehre."
Das könnte Dich auch interessieren: Klöden ärgern Doping-Vorwürfe: "War immer mit mir im Reinen"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/25/image-53779a40-d7ca-4c22-9aef-b1696ea1a2bf-85-2560-1440.png)
Onboard durch die Alpen bei Nebel und Regen auf der 19. Etappe nach La Plagne
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung