Florian Lipowitz vor Duell mit Remco Evenepoel um Kapitänsrolle? Teamchef Ralph Denk nimmt Stellung und gibt Ziele vor

Für Florian Lipowitz ist der Wechsel von Remco Evenepoel als neuer Kapitän zur Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe nach Meinung von Ralph Denk kein Problem. Der Wechsel des belgischen Olympiasiegers zur Saison 2026 sei mit dem Tour-de-France-Dritten Lipowitz ausführlich besprochen worden, sagte der Teamchef dem "Deutschlandfunk". "Ich will behaupten, dass für Florian das passt", so Denk.

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Es sei noch zu früh, die Aufteilung der Kapitänsrollen für die dreiwöchigen Rundfahrten zwischen Lipowitz, Evenepoel und auch Primoz Roglic für 2026 festzulegen. "Wir brauchen die Strecken", betonte Denk, daher wolle er jetzt "die Diskussion nicht zulassen", man sei "elf Monate vor der Tour de France und wir werden sicher nicht jetzt die Diskussion anfangen".
Zur künftigen Rollenverteilung im Team machte Denk keine konkreten Angaben. Das werde man "vielleicht für das eine Rennen irgendwann noch intern" diskutieren müssen. "Wir werden die Grand Tours, glaube ich, ganz gut aufteilen." Lipowitz (24) hatte die vergangene Tour de France überraschend auf Rang drei beendet, doch auch Evenepoel (25) ist ein Mann für die Kapitänsrolle. Denk deutete aber an, dass es nicht nur eine "Ein-Mann-Kapitänstrategie" für die Tour geben müsse.
Red Bull-Bora-hansgrohe wolle "das beste Radteam der Welt" werden, gab Denk als Fernziel vor. Evenepoel sei daher eine logische Verpflichtung. "Wir sind stolz, dass wir so einen Fahrer, der in seinen jungen Jahren schon so viel erreicht hat, von dem wir aber auch glauben, dass noch viel, viel mehr kommen wird, jetzt bei uns in den Reihen haben", sagte Denk.
Man habe sich Evenepoel leisten können, so Denk weiter, weil man immer auch in den letzten Jahren eher was auf der Haben-Seite gehabt" habe und mit den Sponsoring-Partnern inzwischen ein "sehr gutes Budget" habe.

Evenepoel-Wechsel "Riesenchance für alle"

Evenepoel, der bei Olympia 2024 in Paris Gold im Straßenrennen und im Zeitfahren gewonnen hatte und zudem Zeitfahr-Weltmeister ist, war ursprünglich noch bis Ende 2026 an die belgische Mannschaft Soudal Quick-Step gebunden gewesen. Er sei nicht nur für die Tour de France wichtig, so Denk, sondern auch für "sehr viele Eintagesrennen".
Die Ankunft des Topstars sein "Riesenchance für alle, sich im Windschatten zu entwickeln", betonte Denk und erinnerte an den Wechsel von Peter Sagan, der für 2019 genau einen solchen Effekt gehabt habe: "Wir haben 47 Rennen gewonnen - aber davon nur vier mit Peter", den Rest hatten die anderen Fahrer des Teams beigesteuert. "Remco wird den Druck aushalten müssen, er wird ihn aber auch annehmen und ich bin sehr zuversichtlich, dass das Projekt funktionieren wird."
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Denk: Klare Ziele für 2026 mit Evenepoel

Man wolle das "attraktivste Radteam der Welt werden, nicht das erfolgreichste. Wir definieren uns nicht nur über sportliche Erfolge - wir wollen inspirieren, wir wollen unseren Sport größer machen", so der Plan des Teamchefs. Den Abstand zu den Topteams Visma und UAE gelte es nun "in den nächsten Jahren zu schließen".
Für 2026 gebe es mit Evenepoel auch ganz konkrete Ziele für den Rennstall: "Wir wollen definitiv ein Monument gewinnen, wir wollen irgendwann wieder eine GrandTour gewinnen und wir wollen auch viele Siege haben - und da kann Remco Evenepoel uns sehr gut helfen", so Denk. Auch "mal wieder ein Weltmeistertitel" sei wichtig.
Der 51-Jährige ließ durchblicken, dass es durchaus noch weitere Transfers geben dürfte, dazu werde man sich "zu gegebener Zeit äußern, einiges hängt noch in der Luft".
(mit SID)
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Quelle: SID


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