Jasper Philipsen muss Tour de France nach einem schweren Sturz auf 3. Etappe aufgeben - Knochenbrüche bereits operiert

Zwei Etappensiege für das Team Alpecin zum Auftakt und dann der große Schock 60 Kilometer vor dem Ziel der 3. Etappe: Jasper Philipsen hat die Tour de France 2025 nach einem schweren Sturz am Zwischensprint in Isbergues aufgegeben. Der Gewinner der 1. Etappe in Lille zog sich mehrere Knochenbrüche zu, wie sein Rennstall nach der Etappe bestätigte. Eine Operation werde nötig sein, erklärte man.

Übler Sturz bei 60 km/h: Tour-Aus für Sprint-Star Philipsen

Quelle: Eurosport

Philipsen konnte nicht ausweichen, als Bryan Coquard beim Lancieren seines Spurts an der Zwischensprintwertung nach einer Berührung mit Laurenz Rex ins Straucheln kam, und fiel hart auf die Schulter.
Wie Alpecin-Deceuninck später bestätigte, zog sich der Belgier dabei einen verschobenen Schlüsselbeinbruch sowie auch Frakturen an mindestens einer Rippe, "möglicherweise auch an zwei", zu.
Philipsen wurde mittlerweile in Herentals in seiner belgischen Heimat erfolgreich operiert. Das gab sein Team am Dienstag bekannt. Die Operation am Schlüsselbein und Schultereckgelenk wurde am Montagabend durchgeführt.
Wie lange der 27-Jährige ausfallen wird, ist noch unklar.

Philipsens Tour-Aus "sofort deutlich"

Nach dem Sturz war Philipsens Grünes Trikot am Rücken völlig zerrissen und er hielt seinen rechten Arm sofort in verdächtiger Schonhaltung. Es schien sofort klar: Für ihn ist die Tour vorbei.
Das bestätigte auch Team-Manager Philip Roodhooft gegenüber "Sporza".
"Es war sofort deutlich, dass es ernst war und im Krankenhaus wurde deutlich, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hat. Das wussten wir aber eigentlich gleich", sagte der Belgier, der aber niemand die Schuld in die Schuhe schieben wollte.
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Jasper Philipsen

Fotocredit: Imago

Alpecin-Team sucht keinen Schuldigen

"Es gibt einen Unterschied zwischen Ursache und Schuld. Im Endeffekt hatte Jasper aber keine Chance. Natürlich wird gesprintet, wenn irgendwo ein Strich gezogen wurde. Und dann kann so etwas passieren. Die Folgen sind für uns leider desaströs, für Jasper und auch für die Mannschaft", so Roodhooft weiter.
Zuvor hatte sich auch Coquard bereits gegenüber Eurosport wie folgt geäußert: "Es war natürlich nicht meine Absicht, einen Sturz zu verursachen", sagte er. "Ich möchte mich entschuldigen, auch wenn das keine Absicht war und ich kein schlechter Kerl bin. Das ist einfach nicht schön."
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Musste abtransportiert werden: Jasper Philipsen

Fotocredit: SID

Der Franzose war direkt nach dem Vorfall am Zwischensprint von Philipsens Teamkollege Jonas Rickaert wild gestikulierend angeschrien worden. Insgesamt aber schien die einhellige Meinung nach der Etappe zu sein, dass es sich um einen normalen Rennunfall gehandelt habe - außer bei der UCI-Jury. Die nämlich bestrafte Coquard mit einer Gelben Karte und gab ihm somit ganz offiziell die Schuld am Sturz des Grünen Trikots.
Nachdem Philipsen vor zwei Jahren das Grüne Trikot bis Paris getragen hatte, sich 2024 in der Punktewertung aber im Duell mit Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) geschlagen geben musste, hatte er einen perfekten Start in die Tour 2025 geschafft:
Er gewann die 1. Etappe in Lille und trug am Sonntag das Gelbe Trikot, das er dann an seinen Teamkollegen Mathieu van der Poel weiterreichte.
Nach zwei Tagen hatte Philipsen bereits 71 Punkte auf seinem Konto fürs Grüne Trikot und damit 17 mehr als Girmay, 21 mehr als van der Poel und 40 mehr als Jonathan Milan (Lidl-Trek) sowie 58 Punkte mehr als Tim Merlier (Soudal-Quick-Step). Nun übernahm Milan die Führung in der Punktewertung mit 81 Zählern durch seinen zweiten Platz in Dünkirchen.
Nach der Etappe meldete sich auch van der Poel zu Wort: "Wie ich Jasper kenne, wird er jetzt sehr enttäuscht sein. Aber er wird auch in der Lage sein, den Schalter bald umzulegen und sich seinen nächsten Zielen zu widmen", meinte der Niederländer. "Vor allem sollte er stolz auf seinen Sieg auf der 1. Etappe sein und darauf, dass er das Gelbe Trikot getragen hat."
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Milan erklärt Hintergrund zum Zoff mit Girmay und bekundet Respekt

Quelle: Eurosport


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