Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar holen gleich auf Etappe 1 der Tour de France Zeit heraus - der Windkante sei Dank

Die 1. Etappe der Tour de France 2025 war rund um Lille zwar sehr flach, trotzdem aber ist der Kampf um das Gelbe Trikot und den Gesamtsieg bereits am Auftakttag entbrannt. Im Windkanten-Chaos der letzten 17 Kilometer gaben sich Titelverteidiger Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard aber beide keine Blöße und bewiesen, dass sie nicht nur fürs Gebirge und die beiden Einzelzeitfahren gewappnet sind.

Highlights: Heftige Windkanten-Klatsche für Roglic und Evenepoel

Quelle: Eurosport

Sowohl Pogacars Team UAE-Emirates-XRG als auch Vingegaards Mannschaft Visma-Lease a Bike waren im Verlauf der 184,9 ersten Rennkilometer dieser Tour immer auf der Hut und gut positioniert – so gut, dass Vingegaard sich am dritten und letzten Kategorie-4-Hügel des Tages sogar den Bergpunkt sicherte, in dem er mit einem kurzen Antritt das Peloton über die Kuppe führte.
Das war 45 Kilometer vor Schluss zwar nur eine Randnotiz, trotzdem aber nicht ganz irrelevant. Denn ab diesem letzten Bergpreis musste man vorne fahren, weil es anschließend an der A25 entlang gen Südwesten ging und Windkanten drohten.
17 Kilometer vor Schluss war es dann soweit: Das Peloton zerriss, und die Initiative dazu kam eben von jenem Visma-Team. "Das war der Plan", bestätigte Sportdirektor Grischa Niermann im Ziel gegenüber "wielerflits.nl".
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Kurzer Antritt: Vingegaard sichert sich Bergpunkt auf Etappe 1

Quelle: Eurosport

"Das Wichtigste war, heute gut durchzukommen, denn es war ein hektischer Tag mit viel Wind. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht, mit Jonas den ganzen Tag in der ersten Reihe. Im Finale wollten wir es versuchen, sonst hätte es jemand anderes gemacht – und es ist uns gelungen."
Auch wenn Vingegaard nur Tiesj Benoot, Matteo Jorgenson und Edoardo Affini schließlich noch an seiner Seite hatte, als es nach Lille hineinging, weil Giro-Sieger Simon Yates kurz vor der Teilung des Feldes einen Defekt und Wout van Aert zu weit hinten gesessen hatte, konnte man bei der niederländischen Mannschaft zufrieden sein: Plan aufgegangen.
"Wir hatten gehofft, mehr Fahrer dabei zu haben, aber unser wichtigster Fahrer war dabei. Es war ein sehr gutes Rennen für uns", meinte auch der Sportliche Leiter Frans Maassen gegenüber Eurosport.
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Windkante zerreißt Feld - Roglic und Evenepoel abgehängt

Quelle: Eurosport

Zwar konnte man Pogacar keine Zeit abnehmen, weil der Weltmeister gemeinsam mit Tim Wellens ebenfalls hellwach war und den Sprung in den ersten Split schaffte, um dort dann auch munter mit durch die Führung zu gehen, doch auf die meisten anderen Mitfavoriten für das Tour-Podium holten beide eben doch schöne 39 Sekunden heraus.

Auf Etappe 2 gleich die nächsten Vorstöße?

"Tadej war vorne dabei, von daher alles gut", gab sich auch Nils Politt mit der Situation aus UAE-Sicht zufrieden.
Neben dem reinen Zeitgewinn war vor allem eben auch die Erkenntnis wichtig, dass die beiden Top-Favoriten sicher durchkamen und ihre Teams für die chaotische erste Tour-Woche in Nordfrankreich bereit zu sein scheinen.
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Experten über Auftakt: "Wind war das entscheidende Element"

Quelle: Eurosport

"Wir haben dafür ein sehr starkes Team hier. Gestern haben wir noch darüber gesprochen: Es ist quasi ein Klassikerteam. Wenn sich eine Chance bietet, werden wir sie natürlich zu nutzen versuchen", hatte Vingegaard schon am Start der 1. Etappe zu Eurosport gesagt.
Und auf Etappe 2 könnte es ähnlich weitergehen. "Es ist ein sehr schwieriges Finale. Morgen wird es außerdem sehr windig sein und möglicherweise noch regnen. Es wird also ein anstrengender Tag", blickte Niermann auf die 209,1 Kilometer lange Etappe ans Meer nach Boulogne-sur-Mer voraus, in deren Finale es neben der Windanfälligkeit in Küstennähe außerdem hügelig wird – mit zwei Kategorie-3- und einem Kategorie-4-Anstieg innerhalb der letzten 30 Kilometer.
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Experten-Vorschau zur 2. Etappe: Wechselt das Gelbe Trikot?

Quelle: Eurosport


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