Tour de France - Jonas Vingegaards "komische Tour": "Besser als je zuvor" und dennoch ohne Chance gegen Tadej Pogacar
Publiziert 27/07/2025 um 22:32 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard reiste mit dem großen Ziel an, nach 2022 und 2023 zum dritten Mal die Tour de France zu gewinnen. Stattdessen musste er wie bereits im Vorjahr seinem Erzrivalen Tadej Pogacar den Vortritt lassen. Der Däne bilanzierte noch vor der finalen Etappe nach Paris seine "komische Tour" und sagte: "Ich war noch nie so stark". Zum Sieg reichte es hinter dem "Kannibalen" dennoch nicht.
Vingegaard über "komische Tour": "War besser als je zuvor"
Quelle: Eurosport
Im vergangenen Jahr reiste Vingegaard nach einem schweren Sturz bei der Baskenlandrundfahrt schwer gezeichnet zur Tour de France.
Trotz aller Widerstände wurde der 28-Jährige vom Team Visma-Lease a Bike dennoch Zweiter. Auch in diesem Jahr musste er erneut den schier unbezwingbar erscheinenden Slowenen Pogacar an sich vorbeiziehen lassen.
Dabei ließ der Kletterspezialist nichts unversucht. Mal attackierte er, mal taktierte er - mal fiel er aber auch signifikant zurück. So beispielsweise beim ersten Zeitfahren auf 5. Etappe in Caen, wo er bereits 1:05 Minuten auf Pogacar verlor.
"Es war eine merkwürdige Tour de France für mich, um ehrlich zu sein", sagte Vingegaard im Interview vor der finalen Etappe nach Paris. "Ich bin besser als je zuvor. Das habe ich immer wieder gezeigt."
Vingegaard: "Was wäre gewesen, wenn..."
Dennoch gab der Däne zu: "Gleichzeitig hatte ich aber auch einige schwarze Tage, die ich so noch nie zuvor erlebt habe."
Kurz vor dem Ende der Frankreich-Rundfahrt stelle er sich schon die Frage "was gewesen wäre, wenn ich die schlechten Tage nicht gehabt hätte. Wir werden es nie erfahren. Aber ich wäre mindestens näher dran gewesen."
Nach dem Finale in der französischen Hauptstadt verlieh der Däne seiner Enttäuschung noch einmal Ausdruck: "Um ehrlich zu sein, bin ich (mit diesem zweiten Platz im Vergleich zum vorherigen, d. Red.) etwas enttäuschter. Ich bin hierhergekommen, um die Tour de France zu gewinnen, was ich in gewisser Weise für realistisch hielt. Aber durch meine beiden schlechten Tage habe ich viel Zeit verloren. Von meinen fünf Podiumsplätzen bei der Tour de France ist dies derjenige, mit dem ich am wenigsten zufrieden bin, wenn ich das so sagen darf."
Der Abstand zu seinem größten Widersacher betrug auf dem Podium in Paris schließlich 4:24 Minuten - immerhin konnte er als einziger Fahrer im Gesamtklassement den Rückstand auf eine einstellige Zahl begrenzen.
Und im nächsten Jahr wird Vingegaard das Gelbe Trikot erneut angreifen.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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