Mathieu van der Poel schlägt Tadej Pogacar im Sprintduell der Stars ums Gelbe Trikot bei der Tour de France 2025
VonFelix Mattis
Update 06/07/2025 um 18:18 GMT+2 Uhr
Mathieu van der Poel hat sich im ansteigenden Finale der 2. Etappe bei der Tour de France 2025 in Boulogne-sur-Mer im Sprint eines stark dezimierten Feldes vor Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard durchgesetzt. Damit übernahm der Niederländer auch das Gelbe Trikot von seinem abgehängten Teamkollegen Jasper Philipsen. Die Podiumskandidaten der 112. Tour kamen alle zeitgleich ins Ziel an der Küste.
Highlights: Van der Poel bezwingt Pogacar nach hektischer Etappe
Quelle: Eurosport
Vierter wurde der Franzose Romain Grégoire (Groupama-FDJ) vor seinem Landsmann Julian Alaphilippe (Tudor).
"Das Finale war härter, als ich erwartet habe. Ich war aber sehr motiviert, nachdem mein letzter Etappensieg vier Jahre her ist. Es wurde langsam Zeit, dass ich eine zweite Etappe gewinne", sagte van der Poel im Sieger-Interview. 2021 hatte er an der Mur-de-Bretagne ebenfalls bergauf triumphiert. Dort führt die 7. Etappe am kommenden Freitag hin.
"Ich wurde heute als Favorit gehandelt, aber wenn man sieht, welche Fahrer in den Anstiegen vorne waren, habe ich einen guten Job gemacht. Für die Anstiege war Gegenwind angesagt, aber es war dann härter als gedacht."
Insgesamt 26 Mann erreichten den Zielstrich in der ersten Gruppe, darunter auch der Schweizer Marc Hirschi (Tudor / 14.), der Österreicher Felix Gall (Decathlon-AG2R / 21.) und die beiden Deutschen Emanuel Buchmann (Cofidis / 20.) und Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe / 24.) sowie Red-Bull-Kapitän Primoz Roglic (22.).
Auch der Vorjahresdritte Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step / 17.) sowie die Top-5-Kandidaten Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike / 18.), Enric Mas (Movistar / 12.) und Mattias Skjelmose (Lidl-Trek / 23.) gaben sich keine Blöße im Küstenort Boulogne-sur-Mer und blieben nach 209 Kilometern ohne Zeitverlust.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/06/image-0be5920b-ccbc-4824-aa3d-5447fa63160d-85-2560-1440.jpeg)
Lipowitz attackiert umsonst: Superstars klären Tagessieg unter sich
Quelle: Eurosport
Auftaktsieger Philipsen führte mit 31 Sekunden Rückstand im Gelben Trikot die zweite Gruppe ins Ziel, in der aus dem Kreis der Top-10-Kandidaten dieser Frankreich-Rundfahrt Carlos Rodriguez und Geraint Thomas (beide Ineos Grenadiers) sowie Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) und Ben O'Connor (Jayco-AlUla) ankamen.
In der Gesamtwertung führt van der Poel nun mit vier Sekunden Vorsprung auf Pogacar und sechs auf Vingegaard sowie zehn auf Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels), Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) und Enric Mas (Movistar). Buchmann ist mit 49 Sekunden Rückstand Gesamt-14. und damit bester Deutscher.
Begonnen hatte die 2. Etappe wegen eines Verkehrschaos' rund um den Startort Lauwin-Planque mit 15 Minuten Verspätung bei Regen. Später aber trocknete es ab. Die Ausreißergruppe des Tages spielte auf dem längsten Teilstück der Rundfahrt in Richtung Meer nicht besonders lange eine Rolle: Direkt nach dem Start setzte sich ein Quartett um Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), Bruno Armirail (Decathlon – AG2R), Brent Van Moer (Lotto) und Yevgeniy Fedorov (XDS – Astana) ab und fuhr bis zu drei Minuten Vorsprung heraus. Schon nach 110 Kilometern aber verkleinerte das Hauptfeld seinen Rückstand und 52 Kilometer vor Schluss wurden die Ausreißer gestellt.
Unterwegs hatte Leknessund den ersten Bergpreis der 4. Kategorie für sich entschieden und Fedorov gewann kurz vor dem Zusammenschluss den Zwischensprint. Dort wurde Jonathan Milan (Lidl-Trek) aus dem Peloton heraus Fünfter vor Tim Merlier (Soudal-Quick-Step), Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) sowie Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) und beschwerte sich anschließend lautstark und gestikulierend über Girmay. Der Grund für die Diskussionen war im TV-Bild aber nicht ersichtlich.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/06/image-4c865b6f-f95c-4ea7-8e8a-8a5a7c59a2df-85-2560-1440.jpeg)
Beef beim Zwischensprint: Milan und Girmay bekommen sich in die Haare
Quelle: Eurosport
Nachdem anschließend die Ausreißer gestellt waren, fuhr das Feld geschlossen auf die Hügel im Finale an der Küste zu. Zehn Kilometer vor Schluss ging es in die steile Cote de Saint-Etienne-au-Mont hinein und dort explodierte das Rennen unter dem Tempodiktat von Visma mit erst Tiesj Benoot sowie dann Matteo Jorgenson. Kurzzeitig blieben nur sechs Mann vorne beisammen: Jorgenson, Vingegaard, Pogacar, van der Poel, Evenepoel und Gregoire.
Attackenhagel im Finale - auch Lipowitz versucht es
Pogacar führte das Sextett 8,7 Kilometer vor dem Ziel über den Bergpreis, in der Abfahrt aber kamen mehr und mehr Fahrer von hinten wieder heran – dabei auch Lipowitz. Im direkt folgenden Anstieg zur Cote d'Outreau bestimmte Jhonatan Narvaez (UAE-Emirates-XRG) das Tempo und hielt alles beisammen, bis dort 5,5 Kilometer vor dem Ziel und 200 Meter vor der Kuppe Vauquelin nochmal das Tempo verschärfte, aber nicht wegkam.
Nach dem Bergpreis lancierte Vingegaard eine Attacke, doch Evenepoel und Pogacar sprangen sofort ans Hinterrad des Dänen und der Angriff verpuffte. Vauquelin konterte und nahm Jorgenson mit, doch auch sie wurden 2,5 Kilometer vor Schluss wieder gestellt. Nun attackierte Lipowitz und riss allein eine kleine Lücke, wurde aber von UAE 800 Meter vor dem Ziel ebenfalls wieder zurückgeholt, so dass es dann bergauf im Sprint um den Etappensieg ging.
Dabei setzte sich van der Poel bereits 450 Meter vor dem Ziel an die Spitze und spurtete dann auf den letzten 150 Metern von vorne los, um den an seinem Hinterrad lauernden Pogacar in Schach zu halten und auf Rang zwei zu verdrängen.
Das könnte Dich auch interessieren: Cofidis-Team werden über Nacht elf Rennräder geklaut
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/06/image-717bd520-c472-43a8-accf-250eef300e22-85-2560-1440.png)
Tour-Strecke, 3. Etappe: Neue Sprint-Chance in Dünkirchen
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/timejudgesports/competition/logo/300/20433.png)
2. Etappe | Wellige EtappeLauwin-Planque → Boulogne-sur-Mer / 209.1 km
1
M. van der PoelBeendet
Kommentar
Werbung
Werbung