Tour de France 2025: Remco Evenepoel und Soudal Quick-Step auf Windkante abgehängt - "Kollektiver Fehler von uns"

Eine Windkante hat das Peloton auf der 1. Etappe der Tour de France 2025 ordentlich durcheinandergewürfelt. Während sich die Top-Favoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard schadlos hielten, verlor Remco Evenepoel mit seinem Team Soudal-Quick-Step den Anschluss und damit bereits zum Auftakt wichtige Sekunden im Kampf um das Gelbe Trikot. Dementsprechend bedient war der Belgier.

Highlights: Heftige Windkanten-Klatsche für Roglic und Evenepoel

Quelle: Eurosport

"Wir hatten nicht das Gefühl, dass es besonders schnell war. Aber dann riss es plötzlich auseinander", analysierte Evenepoel gegenüber dem niederländisch-belgischen Online-Portal "Wielerflits" die für ihn und sein Team verhängnisvolle Situation knapp 17 Kilometer vor dem Etappenziel in Lille:
"Wir waren den ganzen Tag sehr gut unterwegs, aber wir haben uns von der Ruhe im Peloton einschläfern lassen. Dann ist das Feld auseinandergerissen. Das war ein kollektiver Fehler von uns."
Genau wie das Team Red Bull-Bora-hansgrohe um Teamkapitän Primoz Roglic und die deutsche Hoffnung Florian Lipowitz fand sich das Team Soudal-Quick-Step nach der Windkante mit allen acht Fahrern im abgehängten Teil des Feldes wieder. Am Ende büßte Evenepoel auf seine großen Konkurrenten Tadej Pogacar und Remco Evenepoel 39 Sekunden ein.
Ein früher Rückschlag, der auch dem neuen CEO Jurgen Foré sauer aufstieß. "Dafür sind wir nicht hergekommen. Wir waren zu weit hinten, als das Feld auseinandergerissen ist. Dann passiert sowas und du denkst dir: 'Mist'", sagte der Nachfolger von Patrick Lefevere im Interview mit "Sporza": "Ich werde jetzt nichts groß analysieren, aber wir waren nicht so positioniert, wie wir sollten."
Doppelt bitter für Soudal: Durch den Fauxpas ging dem Team auch ein möglicher Etappensieg durch die Lappen. "Das große Ziel war es, dass Tim (Merlier, Anm. d. Red.) die Etappe gewinnt", so Evenepoel. Merlier galt neben dem späteren Etappensieger Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) und Jonathan Milan (Lidl-Trek) als einer der Favoriten auf einen Sprintsieg in Lille.
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Windkante zerreißt Feld - Roglic und Evenepoel abgehängt

Quelle: Eurosport

Zeitfahren eine große Chance für Evenepoel

Zu lange ärgern wollte sich Evenepoel aber nicht: "Wir müssen jetzt damit leben und uns auf morgen konzentrieren", sagte der Doppel-Olympiasieger. "Das sind dumme Sekunden, die wir hier verloren haben, aber letztes Jahr war ich nach ein paar Etappen auch 40 Sekunden hinten." Am Ende reichte es dennoch für den dritten Platz im Gesamtklassement.
Die große Chance, den Rückstand wettzumachen, bietet sich für Evenepoel am kommenden Mittwoch in Caen. Dann steht mit einem 33 Kilometer langen Zeitfahren die Parade-Disziplin des 25-Jährigen auf dem Programm.
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Experten über Auftakt: "Wind war das entscheidende Element"

Quelle: Eurosport


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