Tour de France: Tadej Pogacar krallt sich Sieg und Gelb an der Mur-de-Bretagne - Roglic und Lipowitz verlieren Sekunden
VonFelix Mattis
Update 11/07/2025 um 19:50 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar hat sich im Sprint der besten Kletterer an der berüchtigten Mur-de-Bretagne den Sieg auf der 7. Etappe der Tour de France 2025 gesichert. Damit übernahm der Weltmeister auch das Gelbe Trikot wieder von Mathieu van der Poel. Pogacar setzte sich am Ende der zwei Kilometer langen Schlussrampe souverän durch, Jonas Vingegaard folgte ihm aber im Windschatten und ließ keine Lücke aufgehen.
Highlights: Pogacar schlägt an der Mur-de-Bretagne zurück
Quelle: Eurosport
Hinter Pogacar (UAE-Emirates-XRG) und Vingegaard (Visma-Lease a Bike) wurde der Brite Oscar Onley (Picnic-PostNL) mit zwei Sekunden Rückstand Etappendritter. Felix Gall (Decathlon-AG2R) aus Österreich folgte zeitgleich auf Platz vier vor Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike), Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step) und Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels).
Einen Zeitverlust von 21 Sekunden musste das Red Bull-Bora-hansgrohe-Duo Florian Lipowitz und Primoz Roglic hinnehmen, das in einer zweiten Gruppe zusammen mit unter anderem Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility), Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) und Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers) ankam.
Der bisherige Träger des Gelben Trikots, van der Poel (Alpecin-Deceuninck) kam mit 1:20 Minuten Rückstand als 22. ins Ziel. Emanuel Buchmann (Cofidis) büßte als 28. 2:17 Minuten ein.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/11/image-3d227401-33e8-4763-bcaa-30e71cef990a-85-2560-1440.jpeg)
Analyse zum Pogacar-Sieg: Plan umgesetzt - aber Sorge nach Sturz
Quelle: Eurosport
Überschattet wurde das Etappenfinale durch einen Sturz in der Favoritengruppe rund sechs Kilometer vor dem Ziel, durch den auch der Vorjahresvierte und Pogacar-Edelhelfer Joao Almeida betroffen war. Er kam mit mehr als zehn Minuten Rückstand und schwer gezeichnet ins Ziel. Später gab sein Team bekannt, dass er sich "einen unkomplizierten Rippenbruch" zugezogen habe, "aber glücklicherweise keine Gehirnerschütterung." Almeida wolle die Tour fortsetzen. Aufgeben musste das Rennen nach diesem Sturz der Australier Jack Haig (Bahrain Victorious).
"Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Es war aber nur fast perfekt, denn leider ist Joao gestürzt. Ich hoffe, er ist okay. Wenn das so ist, war es doch noch ein perfekter Tag. Wenn nicht, war dieser Sieg für ihn. Ich wünsche mir einfach, dass er in Ordnung ist", dachte Pogacar gleich in seinem ersten Statement im Sieger-Interview an seinen Teamkollegen.
In der Gesamtwertung führt Pogacar nun mit 54 Sekunden Vorsprung vor Evenepoel und 1:11 Minuten vor Vauquelin. Vingegaard ist mit 1:17 Minuten Rückstand Gesamtvierter vor van der Poel (+ 1:29). Jorgenson (+ 1:34) folgt auf Gesamtrang sechs, Onley (+ 2:49) ist Siebter, Lipowitz (+ 3:02) Achter vor Roglic (+ 3:06) und Skjelmose (+ 3:43).
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/11/image-4b3a6490-fd3d-4561-9f02-b0f939fd64b2-85-2560-1440.jpeg)
Gelb beim Triumph an der Mauer: Pogacar mit unwiderstehlichem Finish
Quelle: Eurosport
Durch seinen Sieg übernahm Pogacar neben der Gesamtführung auch jene in der Punktewertung wieder. Dort hat der Slowene nun 156 Zähler auf dem Konto und damit deren 34 Vorsprung auf Jonathan Milan (Lidl-Trek) sowie 45 auf Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) und 48 auf van der Poel. Das Bergtrikot behielt Tim Wellens (UAE-Emirates-XRG) mit acht Punkten einen Zähler vor Pogacar. Evenepoel ist weiterhin bester Jungprofi im Weißen Trikot.
Zu Etappenbeginn dauerte es wieder lange, bis das Peloton eine Ausreißergruppe ziehen ließ. Nach rund 55 Rennkilometern aber löste sich schließlich ein Quintett um den ehemaligen Tour-Sieger Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) und den Österreicher Marco Haller (Tudor), das anschließend 1:30 Minuten Vorsprung herausfuhr - im Peloton immer kontrolliert von UAE und Alpecin.
58 Kilometer vor dem Ziel nahm Ivan Garcia Cortina (Movistar) aus der Spitzengruppe den Zwischensprint mit und im Feld spurtete Milan zu zehn Punkten auf Rang sechs vor Girmay. Van der Poel hielt sich aus der Punktevergabe heraus.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/11/image-c818e7cb-5ecf-4109-9235-aec209e741fa-85-2560-1440.jpeg)
Girmay exklusiv: Pogacar jetzt der Favorit aufs Grüne Trikot
Quelle: Eurosport
Sturz im Finale um Almeida und Buitrago
Bis zur ersten Passage der Mur-de-Bretagne blieb die Spitzengruppe an der Spitze und dort blieb Ewen Costiou (Arkéa-B&B Hotels) als letzter Ausreißer noch übrig. Der Franzose fuhr 16 Kilometer vor dem Ziel noch mit 20 Sekunden Vorsprung auf das nun von Visma-Lease a Bike angeführte und schon arg dezimierte Hauptfeld über die erste Zielpassage. Das Gruppetto mit den Sprintern lag da bereits 8:20 Minuten zurück.
Zwölf Kilometer vor Schluss führten Visma und UAE die Favoritengruppe an Costiou heran und es ging mit nur noch rund 35 Mann aufs Finale zu. Sechs Kilometer vor dem Ziel krachte es mitten in der Gruppe und unter anderem lagen der Vorjahresvierte Almeida sowie das Bahrain-Duo Santiago Buitrago und Jack Haig auf dem Boden und hatten mit dem Ausgang der Etappe anschließend nichts mehr zu tun.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/11/image-28277500-b864-41d2-a114-0cb042d58b83-85-2560-1440.jpeg)
Massensturz: Pogacars Edelhelfer unter den gecrashten Fahrern
Quelle: Eurosport
Tim Wellens führt das Rennen in die zwei Kilometer lange Schlusssteigung hinein und drückte dort so aufs Tempo, dass das kleine Feld sofort zerriss und auch van der Poel im Gelben Trikot schnell zurückfiel. Dann übernahm Pogacar und wurde von Evenepoel abgelöst, der die Favoritengruppe das Steilstück hinaufführte.
Oben waren nur noch acht Mann zusammen und das Red-Bull-Duo kämpfte in einer durch Lipowitz angeführten zweiten Gruppe um Schadensbegrenzung. Jhonatan Narvaez fuhr auf dem flacher werdenden Schlusskilometer an die Spitze und bestimmte das Tempo, bis Pogacar dann aus dritter Position etwa 150 Meter vor Schluss seinen Sprint lancierte und souverän zum Sieg durchzog. Vingegaard aber klebte dem Slowenen am Hinterrad und ließ keine Lücke aufgehen.
Das könnte Dich auch interessieren: Degenkolb erklärt - So klappt's für Pogacar auch in Sanremo und Roubaix
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/11/image-dce5e043-5eb4-451b-b9c6-5b4fa23fa744-85-2560-1440.png)
Tour-Strecke, 8. Etappe: Steilvorlage für Sprintstars
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/timejudgesports/competition/logo/300/20433.png)
7. Etappe | Wellige EtappeSaint-Malo → Mûr-de-Bretagne / 197 km
1
T. PogacarBeendet
Kommentar
Werbung
Werbung