Tour de France - Tadej Pogacar über Zukunft: "Werde nach Karriereende mit 99 Prozent des Pelotons nicht mehr sprechen"

Am Freitag hat Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) seinen vierten Tagessieg bei der diesjährigen Tour de France eingefahren. Im Bergzeitfahren bewegte sich der slowenische Superstar erneut in einer anderen Sphäre - und äußerte sich im Anschluss zu seiner Dominanz. "Ich bin ganz ehrlich: Ich werde vom Team bezahlt, um zu gewinnen und nicht Siege abzugeben", meinte er zu lautgewordenen Misstönen.

Pogacar nach Machtdemonstration: "Wäre fast explodiert"

Quelle: Eurosport

"Divide et impera" heißt eine alte Redewendung, die auf den italienischen Philosopohen und Schriftsteller Niccolò Machiavelli zurückgeht. Teile und herrsche - damit sich die Konkurrenz gegen sich selbst wendet und nicht gegen einen großen, gemeinsamen Feind kämpft.
Nach 13 Etappen mag dieser Ansatz auch auf die Tour de France 2025 zutreffen.
Pogacar führt das Klassement souverän mit einem Vorsprung von 4:07 Minuten auf Jonas Vingegaard (Team Visma-Lease a Bike) an, mit großem Abstand folgen Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step/+7:24) und Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe/+7:30).
Trotz dieser Verhältnisse will Pogacar aber keineswegs zurückschalten, vielmehr peilt der 26-Jährige weitere Tagessiege an. Etwaige Verstimmungen im Peloton sind ihm egal.
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Pogacar: "Nicht hier, um mir Feinde zu machen"

"Ich bin nicht hier, um mir Feinde zu machen", wurde der dreimalige Tour-Gesamtsieger von "Cyclingnews" zitiert. "Aber das ist die Tour de France."
Damit bezog er sich auf eine immer wieder aufflammende Debatte im Peloton: Soll bei anhaltender Dominanz im Gesamtklassement auf einzelne Etappensiege verzichtet werden, um so die Konkurrenz wohlgesonnener zu stimmen?
Prominente Beispiele gibt es für beide Lager. Miguel Indurain schaltete bei seinen Triumphen zwischen 1991 und 1995 im Kampf um den Tageserfolg zurück, sobald das Gelbe Trikot nicht mehr in Gefahr zu sein schien.
Lance Armstrong war ein prominentes Gegenstück, der US-Amerikaner griff selbst bei sicher geglaubtem Gesamtsieg noch in die täglichen Entscheidungen ein.
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Vingegaard überholt Evenepoel auf Zielgerade – Pogacar außerirdisch

Quelle: Eurosport

Pogacar: "Konzentriere mich auf Freunde und Familie"

Bislang denkt Pogacar offenbar nicht daran, seiner Konkurrenz Siege zu überlassen. "Ich habe ein großes Team hinter mir, das jeden Tag seiner Karriere dafür arbeitet, dass ich an der Tour teilnehmen kann", erklärte er. "Und wenn ich im Alleingang beschließen würde, Chancen zu verschenken, wäre das Team nicht glücklich."
Sollte sich die Möglichkeit auf einen Tagessieg bieten - wie zuletzt zweimal in den Pyrenäen - will Pogacar die Chance nutzen.
"Wenn ich meine Karriere beende, werde ich wahrscheinlich mit 99 Prozent des Pelotons nicht mehr sprechen", meinte er mit Blick auf seine Zukunft. "Ich werde mich auf Freunde und Familie konzentrieren."
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Quelle: Eurosport


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