Vuelta 2026: Felix Gall spricht über Duelle mit Tadej Pogacar im Juniorenbereich - "Es wart hart, das war verrückt"
Von Niklas Bien
Update 10/09/2026 um 21:34 GMT+2 Uhr
In einer Generation mit Ausnahmekönner Tadej Pogacar zu fahren, ist für Radsportler angesichts der Vergleiche mitunter nicht ganz einfach - Felix Gall hat es dabei richtig hart getroffen. Der Slowene und der Österreicher sind beide 1998 geboren und schon im Jugendbereich gegeneinander gefahren. Mit der "Marca" hat Gall über die frühen Duelle mit dem fünfmaligen Tour-de-France-Sieger gesprochen.
Gall attackiert am Schlussanstieg - und wird prompt von Mas gekontert
Quelle: Eurosport
Die Rivalität mit dem Ausnahmetalent habe seine eigenen Unsicherheiten damals zusätzlich bekräftigt.
"Jeder hat sein eigenes Entwicklungstempo. Manche Radfahrer passen sich schneller an als andere", sagte Gall.
"Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um mich an den Übergang von den Junioren zu den Profis und an die langen Distanzen zu gewöhnen. Vielleicht auch, weil ich erst etwas später mit dem Radsport angefangen habe", sagte der aktuelle Gesamtzweite der Vuelta a España.
Gall hatte 2015 die Junioren-Weltmeisterschaft gewonnen. Im Seniorenbereich brauchte der Österreicher für seine ersten Erfolge aber länger als etwa Pogacar oder der Schweizer Marc Hirschi. "Ich kam nicht so voran, wie ich es mir gewünscht hatte. Das hat mich sehr gestresst", sagte der Fahrer vom Team Decathlon-CMA CGM.
So schwierig war der Vergleich mit Pogacar
Während Pogacar früh im Profibereich Fuß fasste, hatte Gall Anlaufschwierigkeiten. "Es war hart. Ich bin genauso alt wie Pogacar. Das war verrückt", betonte Gall: "Er ist der größte Radfahrer aller Zeiten. Mich mit ihm zu vergleichen, machte es noch schwieriger - auch zu verstehen, warum ich nicht so schnell Fortschritte machte."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/09/10/image-21ddcfe6-24f0-40a3-a303-aa7f64c027db-85-2560-1440.jpeg)
Felix Gall vor Tadej Pogacar im roten Trikot der Vuelta
Fotocredit: Getty Images
Er habe erst merken müssen, dass Vergleiche mit Pogacar überzogen seien. "Ich musste lernen, damit aufzuhören und mich stattdessen mit mir selbst zu vergleichen: mit meiner Version von gestern oder mit der Version von mir vor einem Jahr. Ich denke, das ist der bessere Weg", erklärte der Österreicher.
Der Erfolg gibt Gall und seiner neuen Strategie recht: Der zweite Platz beim Giro d'Italia hat den Status des 28-Jährigen als guten Klassementfahrer unterstrichen.
Gall jagt Mas bei der Vuelta
Bei der Vuelta ist er vor dem Zeitfahren auf der 18. Etappe als Gesamtzweiter noch im Titelrennen - 2:06 Minuten trennen den Österreicher vom Spanier Enric Mas.
Das Duell mit dem langjährigen Wegbegleiter Pogacar gab es bei der Spanien-Rundfahrt derweil nur zu Beginn: Der Slowene musste die Vuelta nach einem schweren Sturz auf der achten Etappe verlassen.
Das könnte Dich auch interessieren: "Eindeutig schlecht": Wird Brennan für Vingegaard zum Problem?
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/09/10/image-efb22bbc-65e7-4923-b6eb-b60363423eda-85-2560-1440.jpeg)
Küng über Zeitfahr-Strecke: "Es wird superschnell werden"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung