Tour de France: Tim Wellens und Victor Campenaerts scherzen nach belgischem Doppelsieg bei 15. Etappe: "Benimm dich"
VonJan Zesewitz
Publiziert 22/07/2025 um 12:43 GMT+2 Uhr
Victor Campenaerts und Tim Wellens haben bei der 15. Etappe der Tour de France in Carcassonne einen belgischen Doppelsieg gefeiert. Wellens siegte vor seinem Landsmann und bediente sich nach eigener Aussage einiger dessen "Taktiken". Am Ruhetag sprachen die beiden in Campenaerts Vlog über ihren Tag in der Ausreißergruppe - trotz der Rivalitäten ihrer Teams verbindet die beiden eine Freundschaft.
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Quelle: Eurosport
"Können wir über dein Zitat des Tages sprechen?", fragte Wellens den "Gastgeber" des Vlogs. "Du hast so getan, als würdest du leiden und ich sagte zu dir: 'Victor, benimm dich, wir fliegen beide auf, wenn du so weitermachst' - und du sagtest einfach: 'Danke für den Tipp, aber wer von uns beiden hat schon eine Tour-Etappe gewonnen?'"
Campenaerts gewann im vergangenen Jahr die 18. Etappe nach Barcelonnette, damals noch im Trikot der belgischen Lotto-Mannschaft. Dort waren Wellens und er insgesamt drei Jahre Teamkollegen. Inzwischen sind sie bei den sich rivalisierenden UAE Emirates- (Wellens) und Visma-Lease a Bike-Teams (Campenaerts) unter Vertrag.
Nach der Etappe vor dem Ruhetag darf sich Wellens ebenfalls Etappensieger nennen - nun sogar bei allen drei Grand Tours. Seinem Freund fehlt noch ein Sieg bei der Vuelta, um das Triple komplett zu machen.
"Jetzt kannst Du sagen, dass du auch eine Etappe gewonnen hast und dabei sogar die gleichen Taktiken angewandt hast wie ich", sagte Campenaerts, der Wellens für seinen Auftritt nach Carcassonne in höchsten Tönen lobte. In den kommenden Tagen werden die beiden als Helfer für Tadej Pogacar beziehungsweise Jonas Vingegaard wieder Konkurrenten sein.
Wellens über Simmons: "Nicht schön zu hören"
Weniger freundlich gesinnt als Campenaerts war der US-Amerikaner Quinn Simmons gegenüber Wellens. Der Mitausreißer beschwerte sich über Windschattenhilfe durch Begleitmotorräder bei der siegreichen Attacke des Belgiers.
Dieser antwortete im Interview mit "Vive le Velo": "Das ist nicht schön zu hören." Der Etappensieger verteidigte sich: "Er hätte ja selbst zuerst angreifen können. Übrigens glaube ich nicht, dass ich viel Hilfe von den Motorrädern bekommen habe, aber ja... wenn Quinn Simmons das sagt..."
Simmons wurde beim belgischen Doppelsieg in Carcassonne 21. in der großen Verfolgergruppe.
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Quelle: Eurosport
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