Tour de France - Wout van Aert kontert Kritik von Tadej Pogacar: "Beschwert sich über etwas, das nicht da ist"
Wout van Aert hat auf einer Pressekonferenz am zweiten Ruhetag auf die Kritik von Tadej Pogacar nach der 15. Tour-de-France-Etappe reagiert. Der Mann im Gelben Trikot hatte van Aerts Team Visma-Lease a Bike vorgeworfen, ihren zurückgefallenen Kapitän Jonas Vingegaard mit unnötigen Attacken in Bedrängnis gebracht zu haben. Laut van Aert beschwere sich Pogacar jedoch über etwas, "was nicht da ist".
Highlights: Lipowitz kommt auf hektischer Etappe mit blauem Auge davon
Quelle: Eurosport
Die kleinen Sticheleien zwischen Team UAE Team Emirates-XRG und Visma-Lease a Bike bei der Tour de France 2025 gehen in die nächste Runde.
Angesprochen auf die Kritik von Tadej Pogacar, der die Taktik des Teams Visma-Lease a Bike auf der 15. Etappe kritisiert hatte, antwortete Wout van Aert auf einer Pressekonferenz am Montag kampfeslustig: "Ich finde es etwas lustig, dass Tadej so etwas sagt."
Doch was genau war eigentlich passiert?
Vismas Attacken stören Pogacar
Die Szene, auf die Pogacars Kritik fußt, ereignete sich auf der 15. Etappe am Sonntag. Visma-Kapitän Jonas Vingegaard, Red-Bull-Hoffnung Florian Lipowitz und einige weitere Fahrer waren ca. 152 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt und verloren in der Folge den Anschluss an das Peloton.
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Schreck für Lipowitz: Sturz sorgt für Rückstand in hektischer Phase
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Vingegaard musste sich wieder herankämpfen. Doch anstatt alles daran zu setzen, dass ihr Kapitän schnellstmöglich wieder aufschließen kann, fuhr Visma in der chaotischen Phase auf Attacke.
"Das, was mich gestört hat, war, dass drei Visma-Jungs versucht haben, in die Ausreißergruppe zu kommen", sagte Pogacar im Anschluss an die Etappe: "Jonas war gerade dabei zurückzukommen. Es wäre für jeden einfacher gewesen, wenn es nur einer von ihnen versucht hätte."
Pogacar versuchte in dieser Rennphase nach Aufforderung seines Teamwagens aktiv, das Tempo des Feldes zu drosseln, damit die Gestürzten aufschließen konnten, was ihm aufgrund der fortlaufenden Attacken von Visma - aber auch seines eigenen Teams - jedoch zunächst nur leidlich gelang.
In Vingegaards Situation wäre er "am Abend nicht der Glücklichste am Esstisch" gewesen, fügte der Mann in Gelb süffisant an.
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"Fairplay von Pogacar": Superstar beruhigt Feld nach Lipowitz-Schreck
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Van Aert über Pogacar: "... dann hätte er wahren Sportsgeist bewiesen"
Van Aert hatte für Pogacars Aussagen nur wenig Verständnis und warf dem Slowenen zwischen den Zeilen Doppel-Moral vor: "Es war doch glasklar, dass er (Tim, Anm. d. Red.) Wellens gestern auch in der Ausreißergruppe platzieren wollte. Sie haben also genau das Gleiche gemacht."
Der Belgier weiter: "Wir haben mit 25 Fahrern versucht, in eine Ausreißergruppe zu kommen. Wenn sich Tadej in die Gruppe, in der Jonas war, hätte zurückfallen lassen, hätte er wahren Sportsgeist beweisen können. Jetzt beschwert er sich über etwas, das gar nicht da ist. Wir wollten um den Etappensieg fahren, deshalb waren wir vorne dabei." In seinen Augen eine "ganz normale Sache".
Konsequenzen für Vingegaard hatte die Visma-Taktik übrigens nicht: Der Däne schloss nach einigen Kilometern ohne Probleme wieder zu Pogacar und Co. auf.
Zum zweiten Etappensieg für das niederländische Team reichte es jedoch trotzdem nicht. Der ging brisanter Weise an UAE-Profi Wellens. Vismas Victor Campenaerts landete nur auf Rang zwei, van Aert selbst wurde Vierter.
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Attacke sitzt! Solist Wellens macht Grand-Tour-Triple perfekt
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Visma-Taktik sorgt für Ärger bei Vingegaards Frau
Pogacar hatte mit seiner Kritik ganz offensichtlich einen Nerv bei Visma getroffen. Bereits zu Beginn der Tour de France hatte Vingegaards Ehefrau, Trine Vingegaard Hansen, dem Team ihres Mannes vorgeworfen, taktisch zweigleisig zu fahren.
Vingegaards Mannschaft solle sich lieber "ausschließlich darauf konzentrieren, die Tour zu gewinnen. Dann hat er die beste Siegchance. Wenn man Energie darauf verwendet, Etappensiege für andere Fahrer zu holen, dann kostet das Kraft bei der Unterstützung von Jonas", sagte sie der dänischen Zeitung "Politiken".
Vingegaard liegt vor der dritten Tour-Woche auf Platz zwei der Gesamtwertung. 4:13 Minuten hinter Tadej Pogacar, der bereits vier Etappen gewinnen konnte.
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Expertentalk: Lipowitz kämpft ums Podium - so stehen seine Chancen
Quelle: Eurosport
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