Tour de France: Mit KI-Pissoirs zum Erfolg - Team Caja Rural setzt auf kurioses Hilfsmittel bei der Grande Boucle
Publiziert 18/07/2026 um 12:49 GMT+2 Uhr
Ausgeruhte Beine, Ausdauer, Leidensfähigkeit - all das sind die Voraussetzungen bei der Tour de France, um erfolgreich zu sein. Inzwischen gehört zur Vorbereitung auf das größte Radrennen der Welt aber noch sehr viel mehr. Längst hat der technische Fortschritt auch im Radsport Einzug gehalten. Eine Mannschaft geht nun sogar noch einen Schritt weiter - und bedient sich neuerdings KI-Pissoirs.
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Quelle: Eurosport
Das spanische Team Caja Rural-Seguros RGA hat in seinem Teambus eine ganz besondere Vorrichtung einbauen lassen.
Ein intelligentes Urinal soll dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt der Fahrer zu kontrollieren. So hängt über jedem Pissoir ein iPad, an dem sich der jeweilige Profi anmeldet und sein Profil auswählt.
Die Analyse gibt schließlich Aufschluss über Urindichte, -farbe, -menge, Elektrolyte-Konzentration und die Frequenz des Wasserlassens.
Tour de France
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Das Ergebnis wird nicht nur an den Sportler selbst, sondern auch an die Ernährungsberater des Teams übermittelt. Kommt dabei heraus, dass der Fahrer "dehydriert" ist, wird beispielsweise empfohlen, einen halben Liter Wasser zu trinken.
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Spanisches Unternehmen erfand KI-Pissoirs
Hinter der Technologie steht das spanische Unternehmen Kamleon. Jordi Ferré ist Gründer und CEO der Firma und äußerte sich gegenüber der spanischen Zeitung "Marca" zu seinem Produkt: "Wir haben einen Bedarf erkannt - die Überwachung des Flüssigkeitshaushalts von Hochleistungssportlern - und haben unser Angebot seitdem auf verschiedene Teams ausgeweitet."
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Screenshot LinkedIn Kamleon: Das Team Caja Rural-Seguros RGA setzt bei der Tour de France auf KI-Pissoirs
Fotocredit: Other Agency
So verwende nicht nur Caja Rural die Technologie. Auch in Fußballvereinen aus der Premier League, La Liga und der Serie A würde diese bereits zum Einsatz kommen. Sogar Cristiano Ronaldos Klub Al-Nassr verlasse sich inzwischen auf die KI-Pissoirs.
Das System sei an die Herausforderungen einer Grand Tour im Radsport angepasst. "Der Fahrer erhält Echtzeit-Feedback auf dem Bildschirm. Wenn er aus dem Badezimmer kommt, weiß er bereits, wie es ihm geht und was er tun muss. Und diese Informationen erreichen in Echtzeit auch den Ernährungsberater oder das Betreuerteam", erklärte Ferré gegenüber "Marca".
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Die Radsportler bei der 113. Ausgabe der Tour de France hatte vor allem in der ersten Woche mit hohen Temperaturen weit über 30 Grad zu kämpfen.
Dabei ist die empfohlene Flüssigkeitsmenge nicht immer gleich. Vielmehr hängt sie vom allgemeinen Fitness-Zustand des Sportlers, seinem Körpergewicht und dem jeweiligen Wettkampf ab.
Sei der betreffende Profi stark dehydriert, so Kamleon-Gründer Ferré weiter, liege die empfohlene Menge der Flüssigkeitsaufnahme zwischen einem halben und einem Liter.
Beim Team Caja Rural wird also nichts dem Zufall überlassen - schließlich können kleinste Details darüber entscheiden, ob es eine erfolgreiche Tour de France wird. Manchmal weiß eben die KI bereits vor dem Sportler selbst, wann es Zeit ist, zu trinken.
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Quelle: Eurosport
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