Tour de France - Remco Evenepoel in der Form seines Lebens? Red-Bull-Boss Ralph Denk mit Sonderlob für Teamkapitän
Update 26/07/2026 um 13:41 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel hat bei der laufenden Tour de France den nächsten Beweis seiner Klasse geliefert. Auf der spektakulären Königsetappe nach Alpe d'Huez fuhr der Belgier auf Rang zwei, verteidigte seinen zweiten Platz im Gesamtklassement souverän und kassierte anschließend ein besonderes Lob von Red Bull-Bora-hansgrohe-Geschäftsführer Ralph Denk. Der unterstrich die aktuelle Form des Belgiers.
Highlights: Carapaz gewinnt Königsetappe - Sturz-Drama um Kuss
Quelle: Eurosport
"Das würde ich schon sagen", erklärte Denk im teaminternen Podcast "Inside Red Bull-BORA-hansgrohe" auf die Frage, ob Evenepoel derzeit in der stärksten Form seiner Karriere sei.
Zwar sei der Belgier bereits vor zwei Jahren Dritter der Tour de France geworden, doch der Vergleich greife zu kurz. "Die letzten zwei Jahre ist das gesamte Niveau im Profiradsport gestiegen. Das heißt, auch Remco wäre mit seiner Leistung vor zwei Jahren weder Zweiter noch Dritter geworden", erklärte der 52-Jährige.
Vor allem in den Bergen sieht Denk seinen Kapitän auf einem neuen Level. "Das ist der stärkste Remco im Hochgebirge, den wir jemals gesehen haben", betonte der Deutsche. Gleichzeitig habe der Olympiasieger seine größte Stärke nicht eingebüßt. "Er hat seine Zeitfahrer-Qualitäten nicht verloren, weil er das Zeitfahren hier ja auch gewonnen hat."
Auf der 20. Etappe hatte Evenepoel erst auf den letzten Kilometern attackiert. Den bereits enteilten Richard Carapaz konnte der Belgier zwar nicht mehr einholen, profitierte jedoch vom doppelten Sturz des bis dahin führenden Sepp Kuss und sicherte sich noch Rang zwei. Im Gesamtklassement verteidigte er damit souverän seinen zweiten Platz hinter Tadej Pogacar.
Denk enthüllt Taktik mit Evenepoel auf Königsetappe
Auch mit der Taktik seines Teams zeigte sich Denk zufrieden. Red Bull habe bewusst auf unnötige Risiken verzichtet. "Wir sind super happy mit der Etappe. Die Mannschaft ist wirklich geschlossen sehr, sehr gut gefahren", sagte der Teamchef.
Ein Angriff auf den Etappensieg wäre zwar möglich gewesen, hätte nach Denks Ansicht aber zu viele Gefahren mit sich gebracht. "Unser primäres Ziel war, den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu sichern. Wir hätten mehr Risiko gehen können für diesen Etappensieg. Das hätten wir wahrscheinlich auch, wenn wir nicht schon zwei in der Tasche hätten."
Entscheidend sei gewesen, das Gesamtklassement nicht zu gefährden. "Am Ende, ob du zwei oder drei Etappen gewinnst, kann man diskutieren. Aber wir hätten viel mehr Risiko gehen müssen – entweder, dass Remco doch noch Schwierigkeiten bekommt, oder dass wir auf der Abfahrt alles herausholen müssen."
Wie gefährlich die Abfahrt gewesen sei, habe der Sturz von Kuss eindrucksvoll gezeigt. Mit dem zweiten Gesamtrang und bislang zwei Etappensiegen steuert Evenepoel damit auf die beste Tour de France seiner Karriere zu.
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