Tour de France 2026 - Sturz von Sepp Kuss nahe des Abgrunds bewegt Rolf Aldag: "Sonst wird es lebensgefährlich"

Sepp Kuss musste auf den letzten sieben Kilometern der Königsetappe der Tour de France gleich zwei Stürze wegstecken. Vor allem der zweite Crash, 5,8 km vor dem Ziel in Alpe d'Huez, hätte böse enden können. Ein Fangzaun verhinderte, dass der Visma-Profi einen steilen Abhang hinabstürzte. Hätte die Rennleitung die Stelle nicht abgesichert, so Experte Rolf Aldag, "wäre es lebensgefährlich geworden".

Aldag analysiert gefährlichen Kuss-Crash: "Wenn da kein Zaun ist ..."

Quelle: Eurosport

Sepp Kuss lag auf Kurs Etappensieg. Der US-Amerikaner führte das Peloton auf der 20. Etappe nach Alpe d'Huez an.
Dann passierte es: Nach einem ersten Sturz trat der 31-Jährige wieder in die Pedale, immer noch in Führung liegend.
Keine eineinhalb Kilometer später folgte das nächste, entscheidende Malheur. Kuss verschätzte sich und landete auf einer kleinen Mauer am linken Fahrbahnrand. Dahinter fiel der Berg steil ab. Zum Glück war an exakt dieser Stelle ein hoher Fangzaun aufgebaut.
Wäre der 31-Jährige allerdings ein, zwei Meter weiter hinten auf die Mauer gekracht, hätte kein Zaun mehr Schlimmeres verhindern können.
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Was für ein Schreckmoment: Kuss fällt beinahe Abhang hinunter

Quelle: Eurosport

"Wenn er da rüber fällt, wenn da kein Zaun ist, dann rollt er jetzt noch in Richtung Tal. So steil ist das da. Es hätte kein Halten mehr gegeben", analysierte Ex-Profi und Eurosport-Experte Rolf Aldag die brenzlige Situation. "Da will man gar nicht drüber nachdenken."

Kuss stürzt - Carapaz zieht vorbei und triumphiert

Deshalb würde sich die Rennorganisation "jede Kurve anschauen. Das wird bei der Streckensicherung alles berücksichtigt. Sonst wird es lebensgefährlich", unterstrich Aldag.
Bitter für Kuss, der zu diesem Zeitpunkt in Führung lag: Aufgrund des Sturzes zog Richard Carapaz vorbei und ließ sich bis zum Ziel auch nicht mehr einholen. Dem Visma-Profi, der sich Schürfwunden am rechten Bein zuzog, blieb letztlich Rang drei.

Kuss reagiert cool: "Weniger erschrocken als vielmehr verärgert"

Im Ziel reagierte der Routinier am Eurosport-Mikrofon relativ gelassen auf den Vorfall. "Ich bin 'all in' gegangen und habe dann bei der Abfahrt eine Kurve verpasst. So ist der Radsport. Ich war weniger erschrocken als vielmehr verärgert", berichtete Kuss.
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Kuss erklärt bedrohlichen Sturz: "Mehr geärgert als erschrocken"

Quelle: Eurosport

Er sei mit dem Team "heute morgen da mal runtergefahen. Ich hatte mir diese Kurve angeschaut. Sah ziemlich einfach aus, kein Problem. Im Rennen bin ich die Kurve voll angefahren - und es war dann doch kurviger als ich es erwartet habe", führte der US-Amerikaner mit einem Lächeln aus. "Um ehrlich zu sein: Ich war ziemlich am Limit und es ist schwer zu sagen, wie es sonst ausgegangen wäre. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden."
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Highlights: Carapaz gewinnt Königsetappe - Sturz-Drama um Kuss

Quelle: Eurosport


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