Tour de France 2026: Remco Evenepoel über Karriere-Ziele - "mein Traum ist, alle drei Grand Tours zu gewinnen"
VonJan Zesewitz
Update 27/07/2026 um 18:28 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel hat die Tour de France 2026 auf dem zweiten Platz beendet. Nach seinem Sieg bei der Vuelta a Espana 2022 ist dies sein bestes Ergebnis bei einer dreiwöchigen Rundfahrt. Die Kluft zum Tour-Gesamtsieger Tadej Pogacar war aber auch in den drei Wochen in Frankreich groß - 6:26 Minuten betrug sein Rückstand. Trotzdem hat Evenepoel für die Zukunft weiterhin ehrgeizige Ziele.
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Quelle: Eurosport
"Ich sollte meinen Traum, alle drei Grand Tours zu gewinnen, nicht aufgeben", sagte der Belgier in Paris gegenüber der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws": "Das ist mein Karriereziel. Ich habe bewiesen, dass ich das Recht habe, davon zu träumen. Ich werde weiter hart arbeiten, und dann werden wir sehen, wie viele Podiumsplätze ich noch erreichen werde."
Die Tour 2026 war die siebte Grand Tour des 26-Jährigen. Dreimal - sein Debüt beim Giro d'Italia 2021 und - in Führung liegend - 2023 sowie die Tour im vergangenen Jahr musste er aufgeben. Die Vuelta 2022 gewann er, 2024 wurde er bei der Frankreich-Rundfahrt hinter Pogacar und Jonas Vingegaard Dritter.
Bei der diesjährigen Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt ging es für Evenepoel in der dritten Woche vor allem darum, seinen zweiten Platz abzusichern - der Abstand zu Pogacar war bereits zu groß. Trotzdem nahm der Belgier aus den drei Wochen mit, dass er in Zukunft um den Sieg bei den ganz großen Rennen im Kalender mitfahren kann.
"Mir gefiel meine Herangehensweise an die Tour", erklärte er. "Ich konnte alle meine Ziele erreichen und habe während der Vorbereitung auch viel über mich selbst gelernt. Wir haben Antworten auf viele Fragen mit Blick auf die Zukunft erhalten. Am meisten beeindruckt mich, dass meine Kletterleistung in der zweiten und dritten Woche sehr gut war. Ich bin nicht eingebrochen und hatte keinen schlechten Tag."
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Experten über Red Bull, Lipowitz und Evenepoel: "War souveräner"
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Evenepoel zur Schlussetappe: "Wollte nichts mehr riskieren"
In der dritten Woche der Rundfahrt war Evenepoel der klar zweitbeste Fahrer - begünstigt durch das Ausscheiden von Vingegaard und Red-Bull-Co-Kapitän Florian Lipowitz. Noch auf der Königsetappe nach Alpe d'Huez war er der einzige Klassement-Fahrer, der Pogacar Zeit abnehmen konnte - der sich an diesem Tag bereits im "Helfer-Modus" für die Ambitionen seines Teamkollegen Isaac Del Toro befand.
Und auch auf der Schlussetappe über den Montmartre in Paris zählte der 26-Jährige zu den Aktivposten. "In der ersten Runde wollte ich etwas abwarten und sehen, was wirklich passiert. In der zweiten Runde wollten wir angreifen, aber Decathlon hat den Abstand verringert – was deren gutes Recht ist", analysierte Evenepoel.
Dann ging sein Blick schon auf die anstehenden Rennen: "In der dritten Runde wusste ich, dass es schwierig werden würde, mich abzusetzen. Ich dachte etwas zu viel an die Donostia San Sebastián, die am Samstag auf dem Programm steht, und ließ es dann ruhiger angehen. Zumal die Gesamtwertung ohnehin schon entschieden war. Ich wollte kein weiteres Risiko eingehen." Im Unterschied zu seinem Vuelta-Gewinn sei er diesmal weniger erschöpft gewesen und könne somit selbstbewusst in die weiteren Saisonziele gehen.
Das wäre zum einen das Eintagesrennen in San Sebastián, das er schon dreimal gewinnen konnte. Außerdem will sich der amtierende Zeitfahrweltmeister und Straßenweltmeister von 2022 auf die Titelkämpfe in Kanada konzentrieren.
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