Tour de France: Florian Lipowitz und Remco Evenepoel geschlagen - Tadej Pogacar siegt solo in Vogesen auf 14. Etappe
Florian Lipowitz hat auf der 14. Etappe der Tour de France im Kampf ums Podium einen Rückschlag verkraften müssen. Im Finale des schweren Teilstücks mit vier Bergwertungen konnte er der direkten Konkurrenz nicht folgen und wurde Siebter, 50 Sekunden hinter dem souveränen Tagessieger Tadej Pogacar. Auf Rang zwei kam dessen UAE-Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit 38 Sekunden Rückstand.
Highlights: Vollgas-Action in Vogesen mit Showdown der Stars
Quelle: Eurosport
Dritter wurde zeitgleich der junge Franzose Paul Seixas (Décathlon), Jonas Vingegaard (Visma/Dänemark) hatte bereits 44 Sekunden Rückstand. Als Fünfter des Tagesergebnisses war Remco Evenepoel zwei Sekunden vor Teamkollege Lipowitz und dem Spanier Juan Ayuso (Lidl/6.) im Ziel.
In der Gesamtwertung baute Pogacar mit dem 25. Etappensieg seiner Karriere die Führung weiter aus und hat das Gelbe Trikot fester denn je auf seinen Schultern. Sein Vorsprung auf Vingegaard wuchs auf 4:30 Minuten an, Evenepoel liegt als Dritter 5:08 zurück. Lipowitz hat als Sechster 5:44 Abstand nach 14 Tour-Tagen.
Pogacar hatte erst 1,6 Kilometer vor dem Ende der letzten Bergwertung attackiert, weil er seinen zuvor etwas schwächelnden Teamkollegen del Toro nicht in Gefahr bringen wollte. Dieser Plan ging auf - der Weltmeister stürmte zum Sieg in Le Markstein, wo er 2023 bereits erfolgreich war, während del Toro als Zweiter fast allen anderen Konkurrenten Zeit abnahm und sich Bonussekunden sicherte.
"Es war ein perfekter Tag für uns, ich habe mich sehr gut gefühlt und wir hatten diese Etappe schon von Anfang an angestrichen", sagte Pogacar. "Wir haben als Team wieder einen sehr guten Tag gehabt. Morgen wird ein harter Tag, aber wir werden bereit sein. Es ist etwas komplizierter als heute, das kann ich jetzt nicht erklären, aber es gibt viele Optionen."
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Die entscheidende Attacke! Pogacar jubelt erneut
Quelle: Eurosport
Vor den letzten flachen Kilometern von der Bergwertung zum Ziel hatte auch der zuvor abgehängte Evenepoel wieder Anschluss an Lipowitz gefunden und konnte auf der Zielgeraden noch eine kleine Lücke zu seinem Teamkollegen herausfahren.
Lipowitz dankt deutschen Fans bei Tour
"Es war eine superharte Etappe von Anfang an", sagte Lipowitz am "ARD"-Mikrofon und resümierte den Tag zweigeteilt: "Es war unglaublich, wie viele Fans an der Strecke waren, ich habe überall meinen Namen gehört. Am Ende haben aber die Beine nicht ganz gereicht. Ich schaue jetzt von Tag zu Tag, wie es geht. Ich hoffe, ich kann mich noch erholen bis morgen."
Lipowitz genoss großen Zuspruch der Zuschauer entlang der vier gewerteten Anstiege, an denen Volksfeststimmung herrschte. Viele deutsche Fans hatten den kurzen Weg über die Grenze auf sich genommen, um den 25-Jährigen lautstark zu unterstützen. "Das motiviert natürlich. Es ist einfach schön, wenn so viel deutsche Begeisterung an der Strecke zu spüren ist", hatte Lipowitz vorab gesagt.
Tour: Pidcock und Carapaz attackieren
Auf den 155 Kilometern ging es vor Fanmassen und bei zwischen Hagelschauer und Sonnenschein wechselnden Bedingungen vom Start in Mulhouse an richtig zur Sache. Beim Zwischensprint nach wenigen Kilometern siegte der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin) vor dem Dänen Mads Pedersen (Lidl) im Grünen Trikot.
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Harter Fight am Zwischensprint: Sprinter kämpfen um jeden Punkt
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Eine große Ausreißergruppe sorgte danach ab der ersten der vier Bergwertungen des Tages für viel Action, u.a. war dort auch der Brite Tom Pidcock (Pinarello) in der Offensive, der als Vierter des Klassements in die Etappe gegangen war. Auch Georg Steinhauser war dort für seinen EF-Kapitän Richard Carapaz (Ecuador) vertreten und machte wertvolle Tempoarbeit.
Aus dieser großen Gruppe setzte sich ein Sextett um den Olympiasieger von Tokio und den Norweger Tobias Johannessen (Uno X) ab, ihr maximaler Vorsprung betrug drei Minuten. Doch am schweren Anstieg zum Col du Haag wurden auch diese beiden letzten Ausreißer 8,3 Kilometer vor dem Ziel von den Favoriten gestellt. Dort wagte auch Lipowitz eine Tempoverschärfung, die aber nicht von Erfolg gekrönt war.
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Pogacar schaut sich um - Lipowitz attackiert am Berg
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Tour: Bergankunft am Sonntag
In der Nachwuchswertung übernahm Seixas die Führung von Ayuso, in der Bergwertung kletterte der Franzose Valentin Paret-Peintre auf Platz zwei durch eifriges Punktesammeln in der Ausreißergruppe.
Am Sonntag wartet vor dem nächsten Ruhetag eine weitere schwere Bergetappe: Im Hinterland des Genfer Sees geht es zur Bergankunft am Plateau de Solaison, dem erst zweiten Anstieg der HC-Klasse bei dieser Tour. Fast 4000 Höhenmeter liegen auf den 183,9 km zwischen Champagnole und dem Plateau de Solaison. Der Schlussanstieg ist 11,3 Kilometer lang und im Schnitt neun Prozent steil.
Eurosport und HBO Max sind dann live dabei - Start ist um 13:20 Uhr.
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(mit SID)
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Harter Fight am Zwischensprint: Sprinter kämpfen um jeden Punkt
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14. Etappe | BergetappeMülhausen → Le Markstein / 155.3 km
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T. PogacarBeendet
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