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Tour de France 2026: Sören Wärenskjold lässt Uno-X Mobility jubeln - Norweger-Party geht nach WM in Frankreich weiter
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Publiziert 16/07/2026 um 14:41 GMT+2 Uhr
Die Party der Norweger ruderte von der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko direkt weiter nach Frankreich zur Tour de France. Wenige Tage nach dem Aus der Nationalmannschaft im Viertelfinale feierte Sören Wärenskjold einen Tagessieg am Ende der 11. Etappe der Tour in Nevers. Und das für sein norwegisches Team Uno-X Mobility, das sich in der Weltspitze etabliert.
Bengsch beeindruckt: "Wärenskjold hat es den schnellen Männern gezeigt"
Quelle: Eurosport
Wärenskjold stützte sich ausgelaugt, aber glücklich auf dem Rad ab, während seine Teamkollegen jubelnd über ihn herfielen. Danach begann für den neuen norwegischen Sprinter-Helden und die anderen starken Männer ein rauschender Abend. Erst tanzend im Bus, später singend beim Abendessen feierte das skandinavische Team den zweiten Tour-Etappensieg seiner Historie.
"Es ist unglaublich. Ein weiterer Etappensieg auf der 11. Etappe für das Team", sagte Wärenskjolds Teamkollege Anders Johannessen. Denn tatsächlich hatte Uno-X auch im Vorjahr am elften Renntag erstmals jubeln dürfen. Damals setzte sich Jonas Abrahamsen als Ausreißer durch, am Mittwoch dann war der 1,95-Meter-Hüne Wärenskjold in einem wilden Massensprint nicht zu halten.
Es war nicht das erste Ausrufezeichen, das Uno-X bei der laufenden Frankreich-Rundfahrt setzte. Und das obwohl das Team erst in diesem Jahr zum (erstklassigen) WorldTour-Team aufgestiegen ist. Schon in der ersten Tour-Woche hatte ein Mann aus dem hohen Norden ein kleines - letztlich tragisches - Radsport-Märchen geschrieben.
Torstein Träen, der 2022 den Hodenkrebs besiegt hatte, fuhr zwei Tage im Gelben Trikot des Gesamtführenden - ehe er das Rennen nach einem Sturz wegen einer Gehirnerschütterung und mehrerer Rippenbrüche aufgeben musste.
Denk über Uno-X: "Wirklich cooles Projekt"
Der blendenden Stimmung im Rennstall von Teamchef und Ex-Weltmeister Thor Hushovd tat das nur kurz Abbruch. Am Tag an dem die Fußballer, die diesen magischen norwegischen Sportsommer ins Laufen gebracht hatten, ihr WM-Viertelfinalspiel gegen England (1:2 n. V) bestritten, da wurde bei der morgendlichen Teampräsentation - natürlich - gerudert. Im Stile der "Wikinger"-Fans in den USA.
Große Stimmung, größere Erfolge - und das trotz vergleichsweise überschaubarer Mittel: Eine Komposition, die auch Ralph Denk imponiert. Der Mann, der in seinem eigenen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe offensichtlich mehr interne Unstimmigkeiten moderieren muss als seine norwegischen Kollegen, spricht von einem "wirklich coolen Projekt".
"Ich freue mich sehr für die Jungs", sagte der Red Bull–Teammanager im mannschaftseigenen Podcast: "Das sind echte Naturburschen – und genauso treten sie auch auf."
Der Rennstall, der als Projekt eines norwegischen Mineralölkonzerns finanziell inzwischen zum Mittelfeld der Tour-Teams aufgeschlossen hat, setzt dabei seit Jahren konsequent auf die Förderung skandinavischer Talente. Im 2026er-Aufgebot des Teams stammen alle 30 Fahrer aus Norwegen oder Dänemark. Was mindestens ein Mitgrund für die mannschaftliche Geschlossenheit in Frankreich sein dürfte.
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Johannessen-Brüder überwältigt nach Sieg: "Das verrückteste Gefühl"
Quelle: Eurosport
"Naturburschen" schlafen auf dem Balkon
Mit großem Selbstvertrauen und ihrem feinen Sinn für Humor lassen sich die Skandinavier dieser Tage auch von erschwerten Bedingungen nicht aus der Ruhe bringen - wie etwa Tobias und Anders Johannessen Anfang der Woche bewiesen.
Als die beiden Brüder im von der UCI zugeteilten Hotelzimmer im Zentralmassiv Spinnweben und andere eklatante Hygiene-Mängel vorfanden, wechselten die beiden "Naturburschen" kurzerhand ihren Schlafplatz. Und nächtigten auf dem Balkon.
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(SID)
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Highlights: Mutige Ausreißer am Ende nur chancenlos
Quelle: Eurosport
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