Tour de France 2026: Tadej Pogacar über Buh-Rufe im Zentralmassiv - "denke an Novak Djokovic und seine Mentalität"
VonJan Zesewitz
Update 15/07/2026 um 00:35 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar dominiert die Tour de France. Daran ließ der Slowene auch auf der 10. Etappe keinen Zweifel aufkommen, die er als Solist in Le Lioran gewann. Sein fast konkurrenzloser Erfolg und die Übermacht seines Team UAE Emirates-XRG gefallen nicht jedem Fan und Beobachter am Fernsehen oder an der Strecke. Der Mann im Gelben Trikot sprach über Buhrufe entlang der Straße.
Pogacar bedankt sich für Buh-Rufe: "Das gibt uns mehr Energie"
Quelle: Eurosport
"Ich denke immer an Tennis, an Novak Djokovic, an seine mentale Stärke", sagte Pogacar auf der Pressekonferenz nach der Etappe. "Ich glaube, er hatte in dieser Hinsicht eine der schwierigsten Karrieren, mit vielen Buhrufen, auch ohne Grund, obwohl er zu den Größten gehört. Wenn mich jemand ausbuht, denke ich an Djokovic und lasse mich von ihm inspirieren."
Das komme aber selten vor im Radsport, meinte der Slowene. Zumal es bei Pfiffen und negativen Äußerungen gegenüber einem Feld oft nicht klar sei, gegen wen sich der Ärger richtet.
"99 Prozent der Leute feuern alle an. Man sieht Familien, in denen die Kinder unterschiedliche Trikots tragen: Der eine trägt das von Visma, der andere das von Groupama oder auch von UAE. Sie haben ihre Favoriten, aber sie gehören zur selben Familie, und das ist wirklich schön anzusehen. Ich finde, die Radsportfans sind die besten aller Sportarten, deshalb sollten wir glücklich und dankbar gegenüber allen Fans sein."
Pogacar: "Manche verabscheuen mich"
Allerdings macht sich Pogacar auch keine Illusionen: "Ja, manche Leute verabscheuen mich, das merke ich unterwegs am Straßenrand, wenn es Buhrufe oder Transparente gibt."
Sportlich gesehen hat Pogacar aber alles im Griff. Nach seinem zweiten Tagessieg führt er das Gesamtklassement mit 3:36 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard. Mit den Fans hat er - bei allen Fans - nicht genauso viel Kontrolle: "Einige Leute hassen mich, ja, das sehe ich am Straßenrand, wenn es Buhrufe oder Transparente gibt."
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Viele Konkurrenten würden die Fans wohl gerne bitten, die Buhrufe zu unterlassen. Schließlich ist der Weltmeister auch so schon überlegen. Mit der Inspiration eines der größten Tennisspieler aller Zeiten dürfte es nicht einfacher werden.
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Highlights: Pogacar erstürmt Le Lioran - Evenepoel als Stehaufmännchen
Quelle: Eurosport
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