Eurosport
Tour de France 2026: Tim Merlier gewinnt 8. Etappe nach Bergerac - Ackermann und Kanter fahren in die Top 10
Von
Update 11/07/2026 um 20:38 GMT+2 Uhr
Tim Merlier (Soudal Quick-Step) hat die 8. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Belgier triumphierte nach 180,4 km von Périgueux nach Bergerac im Massensprint vor Biniam Girmay (NSN Cycling Team), bereits am Tag zuvor hatte sich der 33-Jährige im Sprint Royal in Bordeaux durchgesetzt. Der Deutsche Pascal Ackermann (Jayco AlUla) fuhr auf Platz sieben, Max Kanter (XDS Astana) wurde Neunter.
Highlights: Sprintduell der Topstars in Bergerac
Quelle: Eurosport
Tim Merlier sackte im Zielbereich in sich zusammen und kauerte nach seinem nächsten Triumph völlig ausgelaugt auf einer Treppe.
Bei 37 Grad in Bergerac musste sich der dominierende Sprinter der Tour de France erst einmal sammeln - wenig später aber jubelte er ausgelassen auf dem Siegerpodest. "Das war ein extrem schwieriges Unterfangen bei dieser Hitze", sagte Merlier - dabei hatte er seinen zweiten Tour-Etappenerfolg in diesem Jahr zuvor ganz einfach aussehen lassen.
"Ich war eingebaut und dachte schon es ist vorbei, aber dann habe ich es einfach versucht", sagte der Mann vom Team Soudal Quick-Step und schickte eine kleine Kampfansage hinterher: "Ich bin sehr happy. Drei Etappen wollte ich gewinnen, zwei Siege habe ich jetzt schon."
Tour de France
Von wegen Rückschlag: Warum Red Bull seine Stars "voll auf Kurs" sieht
vor einer Stunde
Zum Abschluss der Massenspurt-Trilogie verwies Merlier Biniam Girmay (NSN Cycling) und Olav Kooij (Decathlon-CMA CGM) auf die Plätze. Die erste Sprintankunft hatte am Mittwoch noch Kooij aus den Niederlanden für sich entschieden, bei der zweiten am Freitag hieß der Sieger Merlier. Der erfahrene Mann vom Team Soudal Quick-Step feierte nun seinen insgesamt fünften Tagessieg beim wichtigsten Radrennen der Welt.
- Tour: Etappen + Ergebnisse
- Tour: Aktueller Gesamtstand
- Tour-Strecke: Alle Profile
- Tour-Startliste: Alle Teams + Fahrer
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/11/image-b065fe28-d4bd-480d-bc67-23d31e9a1b9e-85-2560-1440.jpeg)
Ackermann über seinen Sprint: "Die Beine werden nicht schlechter"
Quelle: Eurosport
Pogacar bleibt im Gelben Trikot
Dabei wäre es beinahe anders gekommen: Der tapfere Ausreißer Liam Slock aus Belgien wurde erst 1400 Meter vor dem Ziel vom Feld geschluckt - und verpasste denkbar knapp einen Sensationssieg. "Fünf Kilometer vor dem Ende habe ich gemerkt, dass sie näher kommen und mir langsam die Kräfte ausgehen", sagte er in der "ARD" - konnte dabei aber schon wieder lachen.
Max Kanter (Cottbus/XDS Astana), in den bisherigen Sprintentscheidungen Zweiter und Vierter, fuhr auf Rang neun ein. Am neunten Jahrestag von Marcel Kittels Triumph an selber Stelle geht das Warten auf einen deutschen Tour-Etappensieg weiter, der bislang letzte liegt fünf Jahre zurück.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/11/image-e9a97161-cbb3-44a2-9c18-098c6867b517-85-2560-1440.jpeg)
Merlier-Doppelpack! Belgier erneut nicht zu schlagen
Quelle: Eurosport
"Wir hatten eigentlich einen ganz guten Leadout bis 500 Meter vor dem Ziel", beschrieb der Cottbuser Kanter die entscheidende Rennphase. "Dann werden wir von hinten komplett überlaufen. Ich musste dreimal anfangen zu sprinten und hatte keinen Speed mehr. Bis dahin ist alles gut gelaufen. Es ist schwierig. Ich wollte an Philipsens Hinterrad, aber dann kamen halt drei, vier Leute von hinten. Ein Anfahrer ist auch noch rausgegangen. Da musste ich voll bremsen. Damit war mein Sprint vorbei."
Das Gelbe Trikot verbleibt auf den vertrauten Schultern des Topfavoriten Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG), der erneut mit dem Hauptfeld ins Ziel kam - wie auch seine Rivalen im Kampf um den Gesamtsieg. Im Kampf ums grüne Trikot des punktbesten Fahrers verteidigte Ex-Weltmeister Mads Pedersen seine Führungsposition, knapp vor Merlier.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/11/image-a963918a-580e-455c-a333-8708a27f52bc-85-2560-1440.jpeg)
Fehlwürfe in voller Fahrt: Degenkolb und Vinokourov zielen vorbei
Quelle: Eurosport
Ausreißer Slock wehrt sich nach Kräften
Die französische Hochsommer-Hitze peinigte Fahrer wie Fans zum wiederholten Mal. Am Zielort verpasste die lokale Feuerwehr den Zuschauern mit Wasserschläuchen eine dringend benötigte Erfrischung, das Feld ließ es bei mehr als 35 Grad auf den 180,4 Kilometern lange ruhig angehen.
Erst bei der einzigen Sprintwertung des Tages wurde es rasant - Kanter war abermals gut positioniert, verpasste aber die Spitzenposition beim Sprint des Hauptfelds.
Bei der kleinen Bergwertung knapp 40 km vor dem Ziel kam kurz Hektik auf, letztlich blieb das Rennen aber kontrolliert. Zwei der drei Ausreißer, die sich früh gefunden hatten, wurden schließlich eingeholt, doch Slock wehrte sich nach Kräften - er profitierte dabei auch vom starken Rückenwind.
Kittel bleibt letzter deutscher Sprint-Sieger
Zunehmend panisch rollte das Feld nun im hohen Verfolgungstempo auf Bergerac zu - dort, wo deutsche Sprinter in der Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen hatten.
Routinier John Degenkolb, im Alter von 37 auch in diesem Jahr dabei, wurde hier 2014 Zweiter, drei Jahre später wiederholte er diese Topplatzierung. Stärker war damals nur Kittel, der vor exakt neun Jahren für den bislang letzten deutschen Massenspurt-Erfolg sorgte.
Auf ihre nächste Chance müssen die endschnellen Männer nun bis Mitte der zweiten Tourwoche warten. Auf der neunten Etappe, die am Sonntag (13:45 Uhr im Liveticker) über 155,5 km von Malemort nach Ussel führt, stehen mehrere Bergwertungen der 2. bis 4. Kategorie an, es dürfte ein Tag für Fluchtgruppe werden.
Das könnte Dich auch interessieren: Wiggins mit hartem Vingegaard-Urteil: "Einen gebrochenen Mann gesehen"
(SID)
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/timejudgesports/competition/logo/300/20433.png)
8. Etappe | FlachetappePérigueux → Bergerac / 180.4 km
1
T. MerlierBeendet
Kommentar
Werbung
Werbung