Tour de France: Visma-Boss Richard Plugge über den Sturz von Jonas Vingegaard - Kritik an mangelnder Sicherheit
VonNiklas Bien
Publiziert 24/07/2026 um 14:51 GMT+2 Uhr
Die Tour de France endete für Jonas Vingegaard auf der 15. Etappe am vergangenen Sonntag mit einem Sturz. Die Ursachensuche bewegte sich von der falschen Ideallinie des vorausfahrenden Motorrads bis zu einer Unkonzentriertheit wegen des nächtlichen Dopingtests. Nun hat Visma-Teamchef Richard Plugge über das Aus seines Superstars gesprochen - und die mangelnde Sicherheit scharf kritisiert.
Riesenschock! Sturz und Tour-Aus für Vingegaard
Quelle: Eurosport
"Es wird einfach immer gefährlicher", sagte der CEO vom Team Visma-Lease a Bike im Gespräch mit dem niederländischen Radsport-Portal "In de Leiderstrui".
"Und genau das ist auch der Grund, warum Jonas am Sonntag gestürzt ist. Es war eine sehr gefährliche Stelle, die schlecht gekennzeichnet war. Lebensgefährlich also. Dadurch haben wir nun den Zweitplatzierten der Tour de France verloren", schimpfte Plugge.
Vingegaard war am Sonntag in einem Kreisverkehr gestürzt und hatte sich das Schlüsselbein gebrochen.
Teamkollege Victor Campenaerts war an der Spitze des Feldes zuvor recht scharf in die Kurve eingebogen, Vingegaard an fünfter Stelle gestürzt und in einen Bordstein gerutscht.
Plugge übt scharfe Kritik
Ein Teil des Kreisverkehrs war zwar markiert, der Abschnitt aber nicht als echte Gefahrenstelle ausgemacht.
Aus Sicht von Teamchef Plugge ist die Situation symptomatisch für eine größere Problematik.
"Es wird einfach immer komplizierter, die Sicherheit zu gewährleisten - mit all den Schwellen, Kreisverkehren und unmarkierten Verkehrsinseln", sagte der Niederländer.
Zwei Tage später verabschiedete sich mit Florian Lipowitz im Zeitfahren der zweite von drei Fahrern des Vorjahres-Podiums. Der Deutsche zog sich ebenfalls einen Schlüsselbeinbruch zu.
Pogacar entgeht Sturz
Am Mittwoch war auch Tadej Pogacar nur knapp einem Unfall entkommen, als gleich mehrere Fahrer über eine nicht markierte Schwelle gestürzt waren.
Anders als seine stärksten Verfolger des vergangenen Jahres ist der Slowene aber weiterhin mit dabei - und auf bestem Wege, seinen fünften Tour-de-France-Titel einzufahren.
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Pogacar über angeschlagenes UAE-Team und Siegchance in Alpe d'Huez
Quelle: Eurosport
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