Nachdem Nacer Bouhanni Anfang des Monats bei der Tour of Saudi Arabia (2.1) erfolgreich gewesen war, gewann er am Donnerstag die erste Etappe bei der Tour de la Provence. Nicht nur die beiden Erfolge an sich sind beachtlich, sondern auch seine Konstanz: An sieben Renntagen war seine schlechteste Platzierung ein achter Rang zum Auftakt bei der Mallorca-Challenge.

"Es ist natürlich super, schon ein zweites Mal in 2020 gewonnen zu haben", strahlte Bouhanni nach seinem Coup am Donnerstag, bei dem er sich vor den beiden Italienern Jakub Mareczko (CCC) und Giacomo Nizzolo (NTT) durchgesetzt hatte. Allerdings war dieser Erfolg auch mit einem ganz schönen Stück Arbeit verbunden, denn die Ausgangslage des Arkéa-Neuzugangs war alles andere als gut.

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Früher Antritt bringt den Sieg

"Als es auf den letzten Kilometern ging, war ich ein gutes Stück von den vorderen Positionen entfernt. Noch 300 Meter vor dem Ziel sagte ich mir, dass es wirklich kompliziert werden würde, nach vorne zu kommen. Also bin ich schon sehr früh angetreten, um möglichst schnell zu Mareczko und Nizzolo aufschließen zu können. Und dann habe ich einfach meinen Schwung bis zur Linie mitgenommen", schilderte Bouhanni das Finale.

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Darauf angesprochen, dass auch Mareczko seinen Sprint früh gestartet habe, entgegnete Bouhanni, der den Italiener auf den letzten Metern noch abfangen konnte. "Im Sprint hat nur der Sieger Recht. Man muss seinen Krafteinsatz perfekt timen", so der Franzose, der es eben doch ein bisschen besser machte als die Konkurrenz.

Für den Sprinter war der zweite Saisonerfolg auch eine kleine Wiedergutmachung, nachdem er mit dem Ausgang der Saudi-Tour nicht zufrieden war. Denn am Schlusstag verpasste er als Zweiter hinter Phil Bauhaus (Bahrain - McLaren) nicht nur den Tagessieg, sondern musste seinem deutschen Kontrahenten auch im Gesamtklassement den Vortritt lassen. "Da war ich trotz meines einen Etappensieges enttäuscht. Am Schlusstag hätte ich gerne auch noch einen Erfolg gefeiert", gestand Bouhanni.

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Bouhanni am Freitag als Helfer gefordert

Bei der Tour de la Provence wird er indes nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben, geht es am Freitag und Samstag schließlich in die Berge. Dort hat Arkéa Samsic mit Nairo Quitnana und Warren Barguil zwei andere heiße Eisen im Feuer. Bouhanni kündigte bereits an, am Freitag seinen beiden Klassement-Kapitänen zuzuarbeiten, auch wenn er die Etappe im Führungstrikot in Angriff nimmt. "In der Mannschaft stimmt es", urteilte der Mann des Tages abschließend.

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