Mathias Norsgaard fordert GPS-Tracking nach Sturz von Sören Kragh Andersen - Erinnerung an Tod von Muriel Furrer wird wach
Publiziert 25/02/2026 um 11:44 GMT+1 Uhr
Der Sturz von Sören Kragh Andersen bei der Tour de la Provence hätte dramatische Folgen haben können. Lidl-Trek-Teamkollege Mathias Norsgaard schlug nun Alarm - und forderte die flächendeckende Einführung von GPS-Tracking im Profi-Radsport. Der Vorfall auf der 1. Etappe der Rundfahrt von Marseille nach Saint-Victoret Mitte Februar weckte Erinnerungen an den tragischen Tod von Muriel Furrer.
Radprofi Norsgaard warnt: Erschreckende Parallelen zum Tod von Muriel Furrer
Fotocredit: Getty Images
Wie Mathias Norsgaard im dänischen Radsport-Podcast "Forhjulslir" schilderte, attackierte Sören Kragh Andersen während einer Abfahrt - und verschwand anschließend von der Straße. Weder das Peloton noch die Begleitfahrzeuge bemerkten den Unfall.
"Es vergingen anderthalb Stunden, bis wir erfuhren, dass er gestürzt war", sagte Norsgaard. Das Team sei zunächst davon ausgegangen, dass der Däne zur Ausreißergruppe aufgeschlossen habe.
Tatsächlich war der frühere Etappensieger der Tour de France von der Fahrbahn abgekommen und einen Hang hinuntergerutscht.
Mit Glück blieb Kragh Andersen von schweren Verletzungen verschont: Der 31-Jährige kämpfte sich selbst zurück zur Straße und machte auf sich aufmerksam. Neben Prellungen und einer Oberschenkelzerrung trug er keine gravierenden Schäden davon.
Norsgaard: "GPS-Tracking so schnell wie möglich einführen"
Die Parallelen zum tragischen Unfall von Muriel Furrer sind offensichtlich. Die 18-Jährige war im September 2024 beim U19-WM-Rennen in Zürich während einer Abfahrt von der Strecke abgekommen und rund 100 Minuten lang unentdeckt geblieben. Sie erlag später ihren Verletzungen. Experten forderten damals umfassende Sicherheitsmaßnahmen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.
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Radprofi Norsgaard warnt: Erschreckende Parallelen zum Tod von Muriel Furrer
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Doch knapp eineinhalb Jahre später ist ein flächendeckendes GPS-Tracking im Peloton weiterhin nicht Standard. Von den großen Rundfahrten setzt bislang lediglich die Tour de Suisse konsequent auf das System.
Für Norsgaard ist das nicht nachvollziehbar: "Ich bin nach diesem Saisonstart zu 100 Prozent überzeugt, dass das GPS-Tracking so schnell wie möglich eingeführt werden sollte", sagte der 28-Jährige.
Moderne Ortungssysteme könnten im Ernstfall binnen Sekunden Alarm schlagen - und so entscheidende Minuten retten.
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Quelle: Eurosport
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