Tour de Suisse - Marlen Reusser fährt mit Erfolg auf der Königsetappe zum Gesamtsieg vor Cedrine Kerbaol

Mit ihrem insgesamt fünften Etappensieg bei der Tour de Suisse hat sich Marlen Reusser (Movistar) ihren dritten Gesamterfolg bei ihrer Heimatrundfahrt gesichert. Die Schweizerin gewann die 5. Etappe nach 100 Kilometern rund um Villars-sur-Ollon, mit 7 Sekunden Vorsprung auf Cedrine Kerbaol (EF Education – Oatley), die vor der zeitgleichen Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM) Zweite wurde.

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In dieser Reihenfolge belegten die Frauen auch das Gesamtpodium. Auf der Schlussetappe wurde zweimal der Col de la Croix absolviert.
Tagesvierte wurde bei erneut hohen Temperaturen Kim Le Court (AG Insurance – Soudal) vor Femke de Vries (Visma – Lease a Bike). Dies entspricht auch den Gesamtplatzierungen der beiden Fahrerinnen. De Vries sicherte sich das Bergtrikot, beste Nachwuchsfahrerin wurde Kerbaol und die Punktewertung ging an Reusser.
"Wirklich cool! Eigentlich hätte ich es mir nicht schöner wünschen können. Ich bin superglücklich darüber, wie alles gelaufen ist. Ich kam nämlich nicht mit dem größten Selbstvertrauen in die Rundfahrt", gab die Siegerin im Ziel-Interview zu. Vor zwei Wochen hatte sie den Giro d’Italia nach zweimonatiger Pause wegen eines Wirbelbruchs noch auf Rang 13 beendet.
"Aber ich habe gesagt 'Komm, wir machen das einfach. Es ist die Tour de Suisse und man weiß ja nie…'", verriet sie. Nachdem sie das Zeitfahren schon für sich entschieden hatte, war sie dann auch auf der Königsetappe die Beste.

Ausreißversuch von Koch nicht belohnt

"Ich fühlte mich lange gut, aber am Ende dann gar nicht mehr. Ich war wirklich nicht überlegen oder so. Kasia hat viel gearbeitet und das mir viel geholfen. Danke Kasia", sagte sie. Das könnte man sarkastisch verstehen, so war es aber nicht gemeint.
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Als die Polin ihr Eurosport-Interview gab, unterbrach Reusser es, indem sie sich zu ihrer Kontrahentin niederkniete und sie für ihre Leistung lobte. Die Canyon-Fahrerin wusste das sichtlich zu schätzen und erwiderte die Komplimente.
Beste Deutsche am Schlusstag wurde Franziska Koch (FDJ United – Suez) auf Rang 24. Die Roubaix-Siegerin hatte sich zwischenzeitlich als Solistin probiert. Die Rundfahrt beendete sie ebenfalls als beste Deutsche auch auf Platz 24.
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