Tour de Suisse Women: Ralph Denk mit Kritik wegen Crash von Urska Zigart - Red-Bull-Chef wünscht sich Hausverstand

Der schwere Sturz von Urska Zigart bei der Tour de Suisse Women sorgt für Diskussionen über die Sicherheit im Radsport. Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe, kritisierte in einer Medienrunde vor allem die Umsetzung bestehender Sicherheitsvorgaben. "Man kann es analytisch betrachten, Geld ausgeben und Consulting betreiben - oder einfach nur die Hausaufgaben machen" erklärte er.

Der schwere Sturz von Urska Zigart hat eine Debatte ausgelöst

Fotocredit: Getty Images

Die Anzahl der Stürze sei dem 52-Jährigen schlichtweg zu hoch. Um eine Wende in dieser Thematik einzuleiten, müsse sichergestellt werden, dass grundlegende Regeln eingehalten werden.
"Das Regelwerk wird definitiv nicht immer eingehalten, wenn man sich den einen oder anderen Zieleinlauf anschaut", bemängelte Denk und verwies auf den Crash von Zigart.
Die Slowenin in Diensten von AG Insurance-Soudal war vergangene Woche im Finale der 2. Etappe der Tour de Suisse Women schwer gestürzt. Auf einer Fahrbahnschwelle - einem sogenannten Speed Bump - unmittelbar vor dem Schlusskilometer verlor die Verlobte von Superstar Tadej Pogacar bei hohem Tempo die Kontrolle über ihr Rad und schlug kopfüber auf dem Asphalt auf.
"Urska stürzte bei der 1000-Meter-Marke - genau dort war ein Speed Bump. Ich muss kein Profi sein, um zu wissen, dass das einfach scheiße ist", so Denk.

Denk wünscht sich mehr Hausverstand

Der Ansatz von Denk scheint simpel: "Ich würde mir wünschen, dass der normale Hausverstand bei der Planung der Strecken angewendet wird", führte er aus.
Über tiefgreifendere Sicherheitsvorkehrungen könne man sich natürlich Gedanken machen - sinnvoll sei dies jedoch erst, wenn die Grundlagen stimmig sind.
"Wenn die Hausaufgaben gemacht worden sind, wenn das Regelwerk angewendet wird, dann kann in die Details gegangen werden", merkte Denk an. "Zuerst sollte man aber pragmatisch sein und die Basics angehen. Wenn wir diese besser umsetzen würden, gäbe es auch weniger Stürze - und dann wäre auch Urska nicht gestürzt."
Der Sturz von Zigart hat übrigens auch Auswirkungen auf die Vorbereitung ihres Verlobten auf die Tour de France: So denkt Pogacar darüber nach, das Höhentrainingslager in Isola 2000 auszulassen.
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Quelle: Eurosport


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